Im dritten Teil des Fünf-Tage-Testlaufs steht unter anderem das Herzstück des Samsung Galaxy S III im Fokus: Sein 1,4 Gigahertz Quad-Core Prozessor. Aber auch die 8 Megapixel-Kamera und das Display werden genauer unter die Lupe genommen.
Die Darstellung des 4,8 Zoll HD Super AMOLED-Displays ist einfach nur „Wow!“ Gestochen scharf kommt die 1280 x 720 (320 DPI) Pixel-Auflösung rüber. Die Farben wirken brillant und nicht so unnatürlich knallig wie bei anderen AMOLED-Displays. Auch bei Seitenansicht aus einem flachen Blickwinkel sind die Bildschirminhalte noch gut zu erkennen.
Auf der spiegelnden Oberfläche reflektiert direkt einfallendes Sonnenlicht stark, was die Ablesbarkeit erschwert. Ein Helligkeitssensor passt die Displayhelligkeit automatisch den äußeren Lichtgegebenheiten an. Ein so genannter intelligenter Schlafmodus deaktiviert den Bildschirm-Timeout, wenn die Frontkamera erkennt, dass das Gesicht dem Display zugewandt ist.
Der kapazitive Touchscreen reagiert angenehm sensibel und punktgenau auf die Fingereingabe. Interessante Funktionen sind die Aufnahme von Screenshots durch das Wischen mit der Handkante über den Bildschirm und das Stummschalten von Tönen durch Bedecken des Bildschirms mit der Hand. Beides funktionierte im Test prima.
Bewegungssensor
Ein Bewegungssensor passt die Bildschirmansicht in drei Richtungen an, wenn das Smartphone gedreht wird. Der Sensor lässt sich auf vielfache Weise nutzen, zum Beispiel zum Suchen nach weiteren Bluetooth-Geräten durch Schütteln des Handys, Bewegen eines gezoomten Bildes durch Schwenken oder Stummschalten durch Umdrehen des Gerätes auf die Displayseite. Insgesamt sind acht verschiedene Bewegungs-Funktionen möglich.
8 Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Blitz
Die Kamera auf der Rückseite des Samsung Galaxy S III nimmt Fotos in einer Auflösung von bis zu 3264 x 2448 Pixel und Videos in 1080p@ auf. Die Ausstattung mit Einstellungsoptionen wie beispielsweise Burst Shot, Gesichtserkennung, Makromodus, Smile-Shot oder Bildstabilisator ist sehr umfangreich.
Im Makromodus aufgenommene Bilder wirken auch auf einem PC-Monitor betrachtet eindrucksvoll leuchtstark und kontrastreich. Landschaftsaufnahmen kommen ein wenig verwaschen rüber und dürften gern etwas mehr Tiefenschärfe aufweisen. Für Fotoausdrucke genügt die Qualität dennoch.
Der LED-Blitz leuchtet einen mittelgroßen Raum sehr gut aus, so dass auch Aufnahmen bei Dunkelheit möglich sind. Videos weisen einen sehr flüssigen Bildlauf auf, könnten aber ebenso wie Fotos gerne etwas klarer wirken.
Connectivity
Ins Internet gelangt man über WLAN 802.11 a/b/g/n sowie UMTS mit HSDPA 21 MBit/s und HSUPA 5,76 MBit/s. Eine LTE-Version des Smartphones wird es nur in den USA, Süd Korea und Japan geben. Der Datenabgleich mit anderen Geräten ist über MicroUSB mit MHL (HDMI Schnittstelle) über ein optionales Adapterkabel, Bluetooth 4.0, S Beam (NFC), Allshare Play und Allshare Cast (WiFi Direct und DLNA) möglich.
Wie schon bei anderen Samsung-Handys ist auch beim Samsung Galaxy S III zunächst die Installation von Samsung Kies auf dem PC nötig, damit die MicroSD-Karte bei USB-Verbindung als Massenspeicher erkannt wird. Das Programm liefert die nötigen Treiber mit.
Prozessor, Arbeitsspeicher, Akku
Das Herzstück des Galaxy S III stellt Samsungs hauseigener Quad-Core Prozessor Exynos 4212 Quad dar, dessen vier Kerne jeweils mit 1,4 Gigahertz takten. Die stromsparende CPU wird von 1 Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt. Egal ob beim Laden von Videos, Öffnen von Apps, Browsen im Internet oder Zocken anspruchsvoller Games, alles funktioniert auf dem S III rasant schnell, auch dann, wenn auf dem multitaskingfähigen Gerät mehrere Anwendungen im Hintergrund geöffnet sind.
Um einen Vergleich mit anderen Smartphones zu haben, wurde das Galaxy S III den Benchmark-Tests Quadrant Standard, Smartbench 2012 und AnTUTU Benchmark unterzogen. Bei allen drei Tests schnitt es bravourös ab.
Die Ergebnisse:
Im Test wies der noch untrainierte 2100 mAh-Akku bei moderater Nutzung von Kamera, Internet Browser, Bluetooth, aktiviertem WLAN und GPS nach 35 Stunden noch 42 Prozent seiner Ladung aus, was einen sehr guten Wert für ein Smartphone darstellt und für die Sparsamkeit von Display und CPU spricht.
Da aber auch die beste Hardware nichts nützt, wenn die Software nichts taugt, steht morgen das Thema Software & Alltagstauglichkeit im Fokus.
Alle Teile des Tests im Überblick:



