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Samsung Galaxy S 4: Vergesst die Hardware, es geht um Zaubertricks

Warum ist das Samsung Galaxy S 4 wie es ist? Weil die Software-Gimmicks mittlerweile genause wichtig sind wie die Hardware.

Nach der Präsentation des Galaxy S 4 machte sich vielfach Enttäuschung breit. Grund: Samsung lieferte mit dem dem Galaxy S 4 keine Revolution, sondern eine überarbeitete, aktualisierte Version des Galaxy S III mit zeitgemäßer Ausstattung und vielen, vielen neuen Softwaregimmicks ab, die das Gerät zu einem wahren Lebensbegleiter machen sollen. So zumindest bewirbt Samsung sein neues Flaggschiff.

Bei der Präsentation war erneut auffallend, dass Samsung Android an keiner Stelle erwähnte. Das Galaxy S 4 läuft mit Android 4.2.2, offenbar wurde dieser Fakt aber erst ganz am Schluss, als eine Liste der technischen Ausstattung eingeblendet wurde. Auch wurde es während der Präsentation vermieden, einfach eine Specs-Liste herunterzubeten. Stattdessen wurden Szenen nachgespielt, in denen sich die Galaxy S4-Features im Alltag demonstriert wurden.

Der Grund liegt auf der Hand: Samsung verkauft Software-Features, nicht Hardware. Die Leute sollen vergleichen: Kann das iPhone 5 das? Das Xperia Z? Oder das HTC One? Die Konsumenten sollen die Galaxy S-Familie als Samsungs eigenständige Marke mit eigenen Funktionen wahrnehmen, nicht als Teil eines übergeordneten Systems (Android), das von einem anderen Hersteller (Google) gesteuert wird.

In einem tollen Video, das via reddit aufgefallen ist, wird das sehr schön und nachvollziehbar erklärt, allerdings auf Englisch. Die Masse, so die Argumentation, schaut nicht auf die Specs. Das tun nur Blogger, Nerds und Bloggernerds. Die Masse will ein Telefon, das Zaubertricks kann. Deshalb setzt Samsung sein neues Flaggschiff zwar auf dem Design des alten Erfolgsmodells auf, wertet es dafür aber Software-seitig mit eigenen, exklusiven Features auf.

Ein Beispiel: Niemand kauft das Galaxy S III, weil es eine 8 Megapixel-Kamera hat. Die Leute kaufen es, weil es Samsung-Features an Bord hat. Aus diesm Grund setzt Samsung beim Galaxy S 4 ganz auf die Aufwertung der Software mit eigenen Funktionen wie dem Weiterblättern von Seiten ohne das Display berühren zu müssen oder Smart Pause, das die Videowiedergabe automatisch stoppt, wenn man das Gesicht abwendet – eben erwähnte Zaubertricks.