Samsung hat kurz vor dem Weihnachtsfest mit einem neuen Werbespot die Verkaufsbemühungen für seine Smartwatch Galaxy Gear verstärkt.
Mit der Galaxy Gear-Smartwatch versucht Samsung seit einigen Monaten, den Markt für intelligente Uhren für die Masse zu öffnen. Der bisherige Erfolg der Koreaner ist ungewiss: Ende Oktober hieß es bei geek.com, 30 Prozent aller in den USA bei BestBuy gekauften Galaxy Gear würden wieder umgetauscht. Anfang November trat eine koreanische Zeitung das Gerücht los, die Verkaufszahlen der Smartwatch seien katastrophal. Samsung dementierte zwei Wochen später: Wie reuters berichtete, habe Samsung in zwei Monaten 800.000 Galaxy Gear an den Mann bringen können. Wem glaubt man nun?
Fakt ist: In vielen Tests schnitt die Smartwatch bescheiden ab. Golem.de hält sie “eher für eine teure Spielerei als ein sinnvolles technisches Gerät”. Chip.de schreibt, vieles wirke noch unausgereift und nicht besonders schick. Dass das Projekt auch bei Samsung intern noch für verbesserungsfähig gehalten wird, belegt ein Interview des Businessinsider mit dem Samsung-Manager David Eun, der die Uhr mit einer unreifen, grünen Tomate vergleicht, an der noch gearbeitet werden müsse. Er selbst sei sich nicht sicher, ob er sie sich die Uhr tatsächlich gekauft hätte, sagt Eun.
Kampflos aufgeben möchte man das Produkt im Hause Samsung aber offenbar nicht: Die Werbeabteilung der Koreaner, bisweilen mit dem ein oder anderen witzigen Spot auffällig geworden, launchte ein PR-Video, mit dem die Galaxy Gear beworben und offensichtlich für junge Konsumenten coolisiert werden soll. Über den Inhalt kann man aber gehörig streiten: Ist es klug, sein Produkt mit einem Schmierlappen zu bewerben, der seine Angebetete stalkt und ihr bei jeder Gelegenheit sein Angebergerät vor die Nase hält – und einem Mädchen, dass auf die Masche reinfällt?