Sollte es den einen oder anderen Android-Nutzer geben, der langsam genug vom mobilen Google-OS hat, kann sich Sailfish OS vielleicht vormerken.
Sailfish OS ist ebenfalls ein Betriebssystem für mobile Geräte, baut auf Linux auf und basiert auf dem an sich eingestellten MeeGo Linux. Das finnische Unternehmen Jolla Mobile nutzte die Software-Basis und erweiterte diese mit allerlei neuen Funktionen und einem Gesten-basierten Interface. Gegründet wurde die Firma von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern.
Wozu diese ganzen Informationen? Tomi Pienimäki, Chef von Jolla, meinte kürzlich in einem Interview, dass man das eigene Sailfish OS in absehbarer auch auf reguläre Android-Geräte bringen möchte – vermutlich in Form einer CustomROM oder gar ähnlich wie die CyanogenMod mit praktischem Installer. Nötig wäre ein entsprechend offener Bootloader zum Aufspielen des alternativen Betriebssystems.
Sailfish OS für Android. (Foto: Jollo)
Noch bleiben etliche Fragen: Welche Smartphones und Tablets werden vom Sailfish OS unterstützt? Und wieso sollte man umsteigen? Denn allen Anschein nach wird man nicht auf Google Play und damit auf zahlreiche Android-Apps zugreifen können. Andere Dienste wie den Amazon Appstore und im Grunde auch frei verfügbare Android-Apps soll man aber mit Sailfish OS verwenden dürfen.
Jolla hat übrigens ein eigenes Smartphone am Start, das als erstes über das Sailfish OS verfügt. Das kostet knapp 400 Euro, bietet einen 4,5 Zoll großen IPS-Display, zwei Kameras (8 Megapixel, 2 Megapixel), 16GB Flash-Speicher, 1GB RAM, einen microSD-Kartenslot und einen 1,4GHz schnellen Dualcore-Prozessor. Besonders gut kam das Telefon bei Kritikern aber nicht an – und das gar nicht mal bezogen auf das Betriebssystem.
Die Frage bleibt aber nach wie vor: Wieso sollte man von Android zu Sailfish OS wechseln? Gäbe es Gründe?