Zum Inhalt
n-droid.de
Veröffentlicht am Android-Apps · Business Produktivitat · Deutsche Apps 3 Min. Lesezeit

Reposito – Kassenzettel in die Cloud, fertig, los!

Wer kennt das nicht? Das teure neue Dings geht innerhalb der Garantiezeit kaputt, nur leider ist der Kassenzettel verschwunden. Reposito verspricht Abhilfe und speichert alle Kassenbelege und Produktinfos in den Eingeweiden des Android-Smartphones und auf den Reposito-Servern.

Installation

Bei der Installation müssen folgende Berechtigungen abgesegnet werden:

  • Hardware-Steuerelemente: Bilder und Videos aufnehmen
  • Netzwerkkommunikation: Uneingeschränkter Internetzugriff
  • Speicher: Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen

Um die App nutzen zu können, ist allerdings eine Registrierung notwendig. Die kann innerhalb der App via Facebook oder E-Mail vorgenommen, muss jedoch am Rechner bestätigt werden. Wählt man den Weg über Facebook, will Reposito Zugriff auf sämtliche bei Facebook hinterlegte Daten. Warum nochmal?

Funktionsumfang

Wohl jeder hat schon einmal einen Kassenzettel verklüngelt. Meist hat die Unachtsamkeit keinerlei Folgen. Ärgerlich wird es nur, wenn das gekaufte Produkt innerhalb der Garantiezeit kaputt geht. Dann nämlich braucht man bekanntlich den Kassenzettel zum Nachweis.

Hier setzt das Konzept von Reposito an. Kassenzettelchaos will die App vermeiden, indem sie ihn einfach auf dem Smartphone speichert. Die Grundidee besteht aus zwei Komponenten: Zum einen fotografiert man mit der App den Kassenzettel ab, zum anderen scannt man den Barcode auf der Produktverpackung ab. Alle weitere Infos holt sich Reposito aus der Cloud, wo ebenfalls eine Kopie des Kassenzettels hinterlegt wird.

So soll nach und nach ein Onlinearchiv für Kassenzettel entstehen, um die Belege nicht mehr aufbewahren zu müssen. Bei Bedarf zückt man sein Smartphone oder druckt den entsprechenden Zettel einfach aus. Und dank umfangreicher Zusatzinfos wie Webseite oder Kontaktdaten des Herstellers muss auch danach im Schadensfall nicht mehr lang recherchiert werden.

In der Praxis fluppt das größtenteils: Playmobil- und Tablet-Barcode glich die App außerordentlich schnell mit den Datenbanken ab. Eine Monty Python-Sammlerbox fand sie dagegen nicht. Produkte können mit und ohne Kassenzettel abgespeichert werden. In der Produktübersicht lassen sich fehlende Belege unkompliziert ergänzen.

Verlockend klingt das alles, Nutzer sollten jedoch auf dem Schirm haben, dass sie bei großzügigem Gebrauch eine Menge Daten von sich Preis geben. Nach und nach entsteht auf den Reposito-Servern schließlich ein ziemlich genaues Einkaufsprofil des Users. Zwar verspricht Reposito in den Datenschutzbestimmungen, Daten nicht zweckentfremden, an Dritte weitergeben und auf EU-Servern speichern zu wollen, ob man sich darauf verlassen möchte, liegt natürlich in der Verantwortung des Einzelnen.

Bedienbarkeit

Hinsichtlich der technischen Umsetzung brauchen sich die Entwickler keine Vorwürfe gefallen zu lassen. Die App reagiert schnell auf Eingaben, und auch die Kommunikation mit den Reposito-Servern geht erfreulich flott vonstatten. Die Bedienoberfläche präsentiert sich sehr schlicht und spiegelt damit recht gut den auf die wesentlichen Kernfunktionen begrenzten Funktionsumfang der App wieder: Fotografieren, einlesen, speichern, ansehen. Während des Tests lief die App stabil und ohne Hänger.

Fazit

Im Test überzeugt Reposito. Soll heißen: Problemlos stemmt die App alle Funktionen, mit denen sie beworben wird. Dabei fällt ihre  spartanische Bedienoberfläche positiv auf und auch die schnelle Abwicklung von Produktanfragen macht sich gut. Lässt sich der Nutzer, ungeachtet aller Datenschutzbedenken, voll auf das Reposito-Angebot ein, kann die App ihm zweifellos wertvolle Dienste leisten.

Als Testgerät kam ein HTC Legend zum Einsatz. Reposito ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.