Vom Dorfverein zur Mannschaft auf Weltniveau. In Real Football 2013 kommt es nicht nur auf das Tore schießen an, auch Managerfähigkeiten müssen unter Beweis gestellt werden. Von Gameloft selbst als Fußballsimulation betitelt, bietet das Spiel von Beginn an Spaß, auch wenn die Lizenzen für viele Mannschaften fehlen.
Gameplay
Die verschiedenen Schwerpunkte des Spiels sind zum einen der Manager-Modus und zum anderen der Spiel-Modus. Die Trainer-Komponente fließt beim Spiel mit ein, ist aber eher unwichtig, da man diese auch bei jedem anderen Fußball-Game in dieser Form vorfindet. Real Football 2013 basiert auf einem Freemium-Modell. Grundsätzlich ist es möglich, das Spiel ohne Kosten zu zocken. Leichter wird es aber, wenn man öfter einmal in Scheine investiert. Man mag von diesem Modell halten was man will, Gelegenheitsspielern kommt es in diesem Fall sehr entgegen.
Manager-Modus
Eine Mannschaft braucht Sponsoren, ein Stadion, medizinische Versorgung und Spezial-Trainer. Diese besorgt man als Manager eines Vereins. Man kümmert sich um alles abseits des Spielfelds, nimmt aber direkt Einfluss auf die Spieler, die verfügbaren Gelder und somit auf die Qualität der gesamten Mannschaft. Die verschiedenen Ausbaustufen sorgen dafür, dass man eine ganze Weile spielen muss, bis man alles ausgereizt hat. Beschleunigen kann man dies natürlich mit Scheinen, die man wiederum per In-App-Kauf erwerben kann.
Leider kommt man nicht um den Manager-Modus herum. Selbst wenn man eigentlich nur die Spieler auf dem Rasen steuern will, muss man sich wohl oder übel damit beschäftigen. Einen automatischen Modus gibt es nicht.
Spieler-Modus
Der Schwerpunkt des Spiels liegt aber weiterhin im Bälle kicken. Man beginnt mit einer sehr schwachen Mannschaft, egal für welche man sich entscheidet. Auch die beiden großen deutschen Ligen sind vorhanden, es muss aber ohne die gewohnten Logos und Namen ausgekommen werden, hierfür fehlen Gameloft wohl die Lizenzen. Spielerisch ist es egal, ob Real Madrid oder ein kleiner Zweitliga-Verein gewählt wird, der Start erfolgt immer mit schwachen Spielern, die im Laufe der Zeit im Training verbessert oder die Mannschaft durch Transfers verstärkt werden.
Täglich gibt es einen Transfer gratis. Man kann sich allerdings auch einen Gold- oder Silberschuss kaufen, mit ihnen bekommt man Spieler mit höheren Sternen. Der erste Goldschuss ist übrigens kostenlos, somit ist direkt zu Beginn ein 4-Sterne-Spieler in der Mannschaft vorhanden.
Die Mannschaftsaufstellung kann man anpassen, muss man aber nicht. Die Spieler brauchen, wie im echten Leben auch, zwischen den Spielen Erholungsphasen oder müssen Verletzungen auskurieren. Hat man nur einen kleinen Kader und möchte kein Geld investieren, ist Warten angesagt. Je besser die Spieler sind, desto kürzer ist die Wartezeit. Sind die ganzen Trainer-Machenschaften beendet, geht es auf den Rasen zu den verschiedenen Spielen.
Während eines Spiels kann man die üblichen Aktionen durchführen. Sprinten, Passen, Tackeln, Schießen und Ball abnehmen. Der Spieler, der am nähesten am Ball ist, kann gesteuert werden. Dies läuft automatisch ab und macht einen guten Eindruck. Es entsteht nicht das Gefühl, dass der falsche Spieler gesteuert wird. Pässe müssen nur in eine Richtung gespielt werden und kommen dann in den meisten Fällen beim nächsten Spieler an. Die Schussstärke kann bestimmt werden, die Schüsse gehen, wenn man halbwegs zielt, auch meistens direkt Richtung Tor.
Die gegnerischen Mannschaften haben von Beginn an ein recht hohes Niveau, was es zumindest für Anfänger schwierig macht, erste Erfolge zu erzielen. Insgesamt wirkt das Spielen aber sehr ausgewogen und flüssig. Für Tore, Siege oder auch Vorlagen bekommt man am Ende Bonuspunkte, die man dann im Manager-Modus wieder verbraten kann.
Grafik & Sound
Die Grafik auf dem Galaxy Nexus ist nicht gerade der Hammer, ob es auf anderen, leistungsstärkeren Geräten besser aussieht, dies kann an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Die Spieler wirken kantig und auch die Bewegungen sind nicht gerade eine Augenweide. Das soll nicht heißen, dass sie schlecht sind, aber Besseres wurde bereits auf Smartphones gesehen. Der Kommentar während der Spiele kann auf Englisch, Spanisch und Französisch eingestellt werden. Eine deutsche Kommentatorenstimme fehlt leider. Die Stadion-Sounds sind gut und passen sich den Aktionen auf dem Rasen an.
Steuerung
Die Steuerung ist bei einem Fußball-Spiel enorm wichtig. Die Grafik kann noch so toll sein, lassen sich die Spieler nicht vernünftig bewegen, hilft das keinem was. Hier hat Gameloft gute Arbeit geleistet. Bewegt werden die Spieler über ein Steuerkreuz, je nachdem, ob man sich in der Abwehr oder im Angriff befindet, tauchen verschiedene Action-Buttons auf. An diese wird sich sehr schnell gewöhnt und eine intuitive Bewegung im Spiel ist möglich. Durch Nutzung des Steuerungskreuzes in Verbindung mit leeren Flächen auf dem Display, lassen sich sogar spezielle Manöver auslösen. Das ist sehr gut gemacht und wenn es einmal begriffen wurde, lassen sich diese ebenso einfach nutzen.
Fazit
Real Football 2013 ist eine gelungene Mischung aus Fußball-Spiel und Fußball-Manager. Die fehlenden Lizenzen stören überhaupt nicht, ebenso wie die In-App-Käufe niemanden stören müssen. Die vielen Komponenten, die die eigene Mannschaft beeinflussen, bringen eine gewisse Tiefe in das Spiel. Die sehr gelungene Steuerung tröstet über die eher schwache Grafik hinweg. Das Spiel läuft flüssig und ohne Ruckler, das ist viel wichtiger als Hochglanzgrafik. Schön wäre eventuell noch ein deutscher Kommentar gewesen, aber bekanntlich ist nicht alles zu haben. Fußball-Fans, die gerne auch einmal hinter den Kulissen Entscheidungen treffen wollen, liegen hier genau richtig.
Real Football 2013 kann kostenlos im Google Play Store geladen werden. Als Testgerät kam ein Samsung Galaxy Nexus zum Einsatz.
| Real Football 2013 verlangt bei der Installation Zugriff auf: | |
| Netzkommunikation | uneingeschränkter Internetzugriff, Nahfeldkommunikation steuern |
| Telefonanrufe | Telefonstatus lesen und identifizieren |
| Speicher | Inhalt des USB-Speichers/SD-Karte ändern/löschen |
| System-Tools | Standby-Modus deaktivieren |

