Groovesharks Rückzug vom deutschen Markt hat gezeigt, dass es kostenlose Musikstreaming-Dienste aufgrund der hohen Gema-Gebühren in Deutschland sehr schwer haben. Seit Januar versucht es nun der aus den USA stammende digitale Musikservice rdio mit einer Art Musik-Flatrate und bietet mit der komplett überarbeiteten, dazugehörigen App ideale Bedingungen, um dies auch mobil und offline auf dem Smartphone nutzen zu können. Die frisch überholte App wurde getestet.
Installation
Bei der Installation verlangt rdio folgende Berechtigungen:
- Speicher: SD-Karten-Inhalt ändern/löschen
- Netzwerkkommunikation: Bluetooth-Verbindungen herstellen, Uneingeschränkter Internetzugriff
- Anrufe: Telefonstatus lesen und identifizieren
- System-Tools: Laufende Anwendungen abrufen, Netzwerkkonnektivität ändern, Standby-Modus deaktivieren, System-Protokolldateien lesen, WLAN-Status ändern
Funktionsumfang
Anders als der Name vermuten lassen würde, ist rdio keineswegs eine Radio-App wie zum Beispiel TuneIn. Rdio ist ein Musikdienst und bietet als solcher über 12 Millionen Songs zum Streamen an. In der neu gestalteten Anwendung wurden alle Funktionen übersichtlich auf dem Startbildschirm angeordnet. So erreicht der Nutzer mit einem Klick die Sammlung seiner gespeicherten Songs und kann diese über den integrierten Player abspielen.
Zu Beginn ist die Sammlung natürlich leer. Um die Sammlung zu füllen, gibt es verschiedene Wege. Zum einen können Interpreten, Playlists oder einzelne Tracks über eine Suchfunktion gefunden werden, und zum anderen kann sich der Nutzer von den Rubriken „Top Charts“ oder der Rubrik „Heavy Rotation“ inspirieren lassen. Mit einem Tap auf das kleine Plus neben jeder Datei, können die Tracks dann der Sammlung hinzugefügt oder direkt mit dem Smartphone synchronisiert werden.
Zur Schonung des Datenvolumens ist es möglich, in den Einstellungen anzuweisen, dass die Synchronisation nur über WLAN erfolgt oder die Tracks im mobilen Internet nur mit reduzierter Qualität abgespielt werden. Neu an der App ist auch, dass man andere rdio-User adden und so deren Playlists und Aktivitäten folgen kann. So wird rdio zu einem sozialen Netzwerk für Musik.
Bei Musikdiensten aus anderen Ländern stellt sich immer die Frage, ob das Angebot auch die nationalen Interpreten einschließt oder ob nur international bekannte Künstler zu finden sind. Im Test, der zwangsläufig etwas subjektiv ausfiel, wurden viele, aber längst nicht alle relevanten deutschen Künstler gefunden. Wenn der Musikgeschmack etwas spezieller ist, stößt rdio also schnell an seine Grenzen. Allerdings ist rdio aber auch gerade erst in Deutschland an den Start gegangen. Es ist deshalb vielleicht noch etwas zu früh ist, dies abschließend zu bewerten.
Rdio kann zum Kennenlernen die erste Woche kostenlos genutzt werden. Danach werden für unbegrenztes Streamen auf dem Smartphone 9,99 € pro Monat fällig. Wer rdio nur browsergestützt nutzen möchte, kommt schon mit 4,99 € hin, kann dann aber eben die App nicht nutzen.
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