Android verfügt über eine Foto-Galerie, warum also einen zweiten Bildbetrachter installieren? QuickPic gibt die Antwort: um Bilder ruckzuck zu sortieren, zuzuschneiden oder durch ein Passwort vor neugierigen Blicken zu schützen.
Funktionsumfang
Auf den ersten Blick ist QuickPic der Default-Galerie sehr ähnlich: Beschriftete Bilderordner werden in einer Miniaturvorschau wahlweise als Liste oder Raster angezeigt.
Kein Bilderchaos mehr
Der Komfort steckt jedoch im Detail. Soll nicht jedermann Zugriff auf alle Bilder haben, lassen sich einzelne Ordner verbergen oder sogar durch ein Passwort vor unberechtigtem Zugriff schützen. Einzelne Aufnahmen können umbenannt, zugeschnitten oder als Gruppensymbol, Hintergrund und Kontaktsymbol festgelegt werden. Wurden Fotos mit Geo-Tags versehen, wird der Ort, an dem ein Bild aufgenommen wurde, auf einer Karte angezeigt.
Bildern innerhalb eines Ordners spielt die App nach Datum oder Namen sortiert oder als Diashow ab. Zum Vergrößern oder Verkleinern der Bildansicht reicht ein Fingertipp, aber auch mit Multitouch-Gesten weiß QuickPic etwas anzufangen. Eine Multiauswahl ermöglicht es, gleich mehrere oder alle Inhalte eines Ordners zu kopieren, zu versenden, zu löschen oder in andere Ordner zu verschieben.
Automatische Bildausrichtung
Der Nutzer entscheidet selbst, welche Ordner in die Anzeige eingeschlossen oder von der Ansicht ausgeschlossen werden sollen. In den erweiterten Einstellungsoptionen finden sich die automatische Bildausrichtung, verschiedene Zeitintervalle für die Diashow, eine automatische Regelung für die Bildschirmhelligkeit und eine Möglichkeit, die Statusbar des Systems während der Bildbetrachtung auszublenden.
Bedienbarkeit
Der Aufbau der QuickPic-App ist sehr übersichtlich. Am oberen Bildschirmrand gibt es einen Button, über den die Bilderordner-Ansicht als Liste oder Raster generiert wird sowie ein Kamera-Symbol zur Direktanwahl der Kamerafunktion.
Über die Menütaste lassen sich verschiedene Einstellungsoptionen öffnen. Diese variieren je nach Menüebene und beinhalten Funktionen wie beispielsweise das Verbergen von Dateien, Senden an, Drehen, Diashow, Löschen oder die Kartenansicht.
Fotos öffneten sich im Test fast verzögerungsfrei und auch die Diashow lief flüssig und ohne Ruckler. Auf Werbebanner wurde in dieser Android-App erfreulicherweise komplett verzichtet.
Fazit
QuickPic vereint in einer übersichtlichen App alles, was ein guter Bildbetrachter bieten sollte – und noch ein bisschen mehr. Wer gerne mal sein Handy verleiht, wird für die Funktion, Bilderordner verbergen oder durch ein Passwort schützen zu können, dankbar sein – schließlich soll ja nicht gleich die ganze Firmenbelegschaft an den persönlichen Aufnahmen vom letzten Date Anteil haben. Insgesamt ist QuickPic als nützliche Ergänzung oder sogar als Ersatz für die werkseitig installierte Galerie wärmstens zu empfehlen.
Als Testgerät kam ein T-Mobile Pulse (Android 2.1) zum Einsatz. QuickPic ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.