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Veröffentlicht am Android-Apps · Spiele 3 Min. Lesezeit

Pudding Monsters – Wabern, Brabbeln und massiv Werbung

Entwickler eines erfolgreichen Spiels haben es nicht leicht. Bringen sie ein neues Spielkonzept, wird dieses sehr kritisch beäugt und muss sich mit dem Vorgänger vergleichen lassen, egal ob die Games überhaupt vergleichbar sind. ZeptoLab geht es hier nicht anders. Mit Cut the Rope haben sie ein sehr populäres Spiel geschaffen und wollen nun mit Pudding Monsters an den Erfolg anknüpfen. Ob das gelingt?

Gameplay

Pudding Monsters hat nur eine Gemeinsamkeit mit Cut the Rope. Es geht um Naschwerk. Anstatt angeleinter Zuckerbonbons gibt es diesmal verschiebbare Puddingelemente. Diese müssen gekonnt vereinigt werden, um das ultimative Wackelpudding-Monster zu erschaffen. Natürlich nicht irgendwie, sondern so gekonnt, dass am besten alle drei Sterne-Felder eines Levels mit Pudding bedeckt sind.

Jede neue Form von Pudding (schlafender Pudding, bremsender Pudding) wird dem Spieler langsam näher gebracht. Durch die neuen Puddings und weitere Levelgegenstände wird der Schwierigkeitsgrad langsam gesteigert. Irgendwie ist er aber nie so hoch, dass man nicht mehr weiter kommt. So passiert es, dass man bereits nach kurzer Zeit die drei vorhandenen Welten durchgespielt hat und traurig auf das „Coming Soon…“ Hinweisschild starrt. Hat man zu diesem Zeitpunkt noch nicht in allen Leveln drei Sterne, hat man wenigstens etwas zu tun, sind die drei Sterne jedoch schon vorhanden, beginnt das Warten.

Pudding Monsters Donut Pudding Monsters Treppe Pudding Monsters flach

Der Levelaufbau ist meist recht strukturiert und die Lösung recht einfach ersichtlich. Eine richtige Herausforderung will nicht aufkommen, zumal man ein Level auch beendet (und damit das nächste freischaltet), wenn man keinen einzigen Stern erhält, aber alle Pudding-Elemente per Wischgeste zusammenführt. Um den Bogen wieder zu Cut the Rope zu schlagen, es ist wesentlich weniger anspruchsvoll als das Seile schneiden bei Cut the Rope.

Um die Spielzeit in die Länge zu ziehen, hat man sich bei ZeptoLabs dazu entschlossen, massiv mit Werbung zu nerven. Klar, das Spiel ist kostenlos, die Werbung kann man per In-App-Kauf entfernen, aber irgendwie nervt es trotzdem. Es handelt sich hierbei nicht um kleine Werbebanner, die irgendwo auf dem Display kleben, sondern um ganzseitige App-Werbungen, die zudem immer häufiger auftreten, je weiter man im Spiel voran schreitet.

Grafik und Sound

Grafisch und soundtechnisch wurde bei dem Game alles richtig gemacht. Niedliche Zeichnungen, wabernde Puddingteile und ein sehr süßes Brabbeln der fertigen Puddingmonster schaffen es sofort, den Spieler in die Pudding Welt zu entführen. Hier darf auch der Vergleich zu Cut the Rope herhalten, die beiden Spiele nehmen sich nicht viel in Sachen Grafik.

Steuerung

Bewegt werden die Puddingteile per Geste. Oben, Unten, Rechts und Links auf einem gedachten Gitter bewegen sie sich, bis sie an ein Hindernis stoßen. Da es keine weiteren Eingaben zu machen gibt, funktioniert dies tadellos. Bei einem Puzzle-Spiel kommt es aber auch wirklich nicht auf die Steuerung an.

Fazit

Pudding Monsters ist ein typischer Puzzler für zwischendurch. Der Schwierigkeitsgrad ist leider nicht allzu hoch, was aber auch an der Natur der gestellten Aufgaben liegen kann. So viele Möglichkeiten gibt es da leider nicht, um den Spieler zu fordern. In der jetzigen Form lassen sich die 72 vorhandenen Level in ca. einer Stunde durchspielen, das ist keine sehr lange Spielzeit.

Die Jagd nach drei Sternen ist manchmal zum Glück etwas kniffliger, hat man aber einmal das Prinzip verstanden, ist dies auch ein Kinderspiel. Man kann nur hoffen, dass mit weiteren Pudding-Arten und neuen Leveln der Schwierigkeitsgrad etwas angehoben wird, so ist Pudding Monsters eher leichte Kost für jedermann.

Pudding Monsters kann kostenlos im Google Play Store geladen werden. Eine kostenpflichtige HD Version steht ebenfalls zur Verfügung. Als Ttestgerät kam ein ASUS Nexus 7 zum Einsatz.