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Veröffentlicht am News · Features 1 Min. Lesezeit

Projekt Ara: Motorola kündigt modulare Baustein-Smartphones an

Mit dem Project Ara will Motorola gemeinsam mit Phonebloks eine offene Hardware-Plattform für modulare Smartphones schaffen.

Modulare Smartphones? Böhmisches Dorf? Die Grundidee: Ein Smartphone-Skelett kann mit Modulen nach Wahl bestückt werden. Als Modul kann dabei alles mögliche eingesetzt werden – vom Prozessor über das Display oder Tastatur bis hin zum Akku. Ist ein Teil veraltet oder kaputt, kann es einfach abgeklemmt und ersetzt werden. Phonebloks-Macher Dave Hakkens hatte vor einigen Wochen einen Film dazu veröffentlicht. Damals vorherrschender Tenor: Zukunftsmusik. Nicht machbar. Unmöglich.

Motorola hält das Prinzip offenbar für umsetzbar und will es gemeinsam mit Hakkens angehen. Das kündigte der zu Google gehörende Hersteller im offiziellen Motorola-Blog an. Man teile eine gemeinsame Vision, heißt es da: die Schaffung eines Geräts, das modular, offen und anpassbar sei. Dem Nutzer sollte die Macht gegeben werden, was das Gerät tue, wie es aussehe, wo und aus welchen Materialien es produziert werde, wieviel es koste und wie lange er es behalten wolle.

Über ein Jahr dauern die Arbeiten an dem Projekt bereits an, wie Autor Paul Eremenko schreibt. Projekt Ara lautet der interne Name des Vorhabens. Passt, ist die Papageiengattung der Aras doch für ihr buntes Gefieder bekannt, das sich von Vogel zu Vogel stark unterscheiden kann. Einladungen für Entwickler kündigt Eremenko für einen Zeitpunkt “in einigen Monaten” an. Der erste  Alpha-Release eines Entwicklerkits soll noch in diesem Winter veröffentlicht werden.

Immer noch Zukunftsmusik also, aber schon ein Stückchen näher gerückt. Was haltet Ihr von Motorolas Plänen? Wäre ein modulares Gerät interessant für Euch?