Ein Nachtrag zur Google I/O 2016, von der ausführlichst berichtet wurde: Googles Ingenieure unter dem Genius Johnny Chung Lee zeigen in einem Video, wie Project Tangto funktioniert – die digitale Raumvermessung mittels Tablet.
Johnny Chung Lee ist vielen unbekannt? Kein Wunder, seine größten „Aufreger“ liegen nun schon einige Jahre zurück und befassen sich unter anderem mit dem Headtracking der Wii-Fernbedienung, was eindrucksvoll in diesem Video vorgestellt wird. Nach Odysseen quer durch die IT-Landschaft ist Lee mittlerweile federführend beim Project Tango angestellt. Ein Prestige-Projekt, zweifelsohne. Denn mit einem Project Tango-kompatiblen Gerät, etwa einem Tablet, können Räume dreidimensional vermessen werden, ohne zusätzliche Hardware. Die Scans werden dann aufbereitet und dienen zum Beispiel als Vorlage für Architekten, als 3D-Abbild einer archäologischen Stätte oder – man denke es weiter – als Aufnahme eines Tatorts, der später von der Polizei nochmals virtuell begangen werden kann, um weitere Beweise zu finden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind schier unendlich, aber die Bereitschaft von Programmierern und Studios, in solche Apps zu investieren, dürfte gering sein.
Wie Project Tango funktioniert, zeigt das folgende Video:
Ob dies für Endkunden lukrativ ist? Man wird es sehen, denn in wenigen Wochen soll Lenovo ein erstes Tablet mit den Tango-Fähigkeiten auf einer eigenen Messe präsentieren. Wann das Gerät dann im Markt startet, wird sich vermutlich dann zeigen.
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