Die Entwickler von Project Ara müssen ihr Pilotprojekt abermals verschieben – der für Ende 2015 geplante Release des modularen Smartphones kann nicht bewerkstelligt werden. Laut eines Tweets des Entwicklerteams konnten die verbauten Elektropermanentmagneten dem Falltest nicht standhalten – traurige Wahrheit oder nur ein schlechter Witz?
In den letzten Wochen war das ursprünglich ambitionierte Project Ara immer wieder in den Medien präsent, jedoch nie mit guten Neuigkeiten. Nachdem auf Googles Entwicklerkonferenz 2015 der erste bootfähige Prototyp des modularen Smartphones präsentiert wurde, musste der angepeilte Release-Termin in den letzten Wochen immer wieder verschoben werden – Hoffnung auf ein baldiges Ende der Entwicklungsphase kam, trotz des vorgestellten Gerätes, nicht auf. In einem Tweet begründeten die Entwickler die erneute Verzögerung des Projektes lapidar mit der Durchführung unerwarteter Testläufe.
In Zukunft nimmt Project Ara Abstand von der Modulbefestigung via Elektropermanentmagnet. (Bild: giga.de)
Wie später publik gemacht wurde, soll das Gerät schlicht und ergreifend die Anforderungen des Falltests nicht bestanden haben. Beim Aufprall habe sich die Module aufgrund zu schwacher Elektropermanentmagneten vom Endoskelett gelöst und die Funktionalität des Smartphones nicht weiter sichergestellt. Abgesehen davon, dass die Magneten für dieses Anwendungsfeld, zumindest in der Theorie, prädestiniert sind, wäre ein derartiges Versagen des Gerätes im Falltest definitiv eine Bankrotterklärung an die schier unendlich lange Entwicklungszeit.
Inzwischen haben die Entwicker von Project Ara in eine weiteren Tweet offenbart, dass es sich bei der Meldung vom misslungen Falltest nur um einen Witz gehandelt haben soll. Was dieser schlechte „Scherz“ nun genau zu bedeutet hat und ob das Team damit Öffentlichkeit und Investoren zu beschwichtigen versucht, ist unklar – sicher ist: Project Ara wird von Tweet zu Tweet immer undurchsichtiger. Nichtsdestotrotz: von den Elektropermanentmagneten haben sich die Entwickler inzwischen verabschiedet. Mit Informationen zur fortwährenden Befestigung der Module am Endoskelett halten sich die Mitarbeiter von Project Ara im Moment noch bedeckt.
Wie viel Zeit die Weiterentwicklung des unfertigen Prototypen in Zukunft noch in Anspruch nehmen wird, können wahrscheinlich nicht einmal die Mitverantwortlichen mit Gewissheit sagen. Wenn überhaupt, scheint ein Release des modulare Smartphones in der zweiten Hälfte 2016 realistisch zu sein.
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