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Veröffentlicht am Android-Apps · Musik · Top Apps 4 Min. Lesezeit

PowerAMP Music Player – Bass, Bass, wir brauchen Bass

Dass der Standard Android-Music Player OK ist, aber nicht viel kann, ist hinlänglich bekannt. Erfreulicherweise gibt es gute Alternativen. Eine davon: der PowerAMP Music Player, der im Test auf Herz und Nieren geprüft wurde.

Konfiguration

Die App verlangt Zugriff auf:

Netzwerkkommunikation: uneingeschränkter Internetzugriff

Speicher: SD-Karten-Inhalt ändern/löschen

Anrufe: Telefonstatus lesen und identifizieren

Hardware-Steuerelemente: Audio-Einstellungen ändern

System-Tools: Allgemeine Systemeinstellungen ändern, Standby-Modus deaktivieren

Zur Installation muss zunächst die Trial-Version heruntergeladen werden. Wer die Vollversion kaufen möchte, schaltet die App mit der zusätzlichen Anwendung PowerAMP Full Version Unlocker frei.

Funktionsumfang

Zur Sortierung und Anzeige von Musikstücken gibt es sowohl eine Ordnerliste als auch eine Bibliothek. Beim ersten Zugriff auf die Ordnerliste müssen die entsprechenden Musik-Dateien von der SD-Karte ausgewählt und in die Liste eingescannt werden, wo sie mit Albumcover (wenn vorhanden), Ordnertitel und Anzahl der Musikstücke angezeigt werden.

Verschiedene Titel-Sortierungen
Beim ersten Öffnen der Bibliothek erscheint die Meldung, dass diese nur Standard-Dateien anzeigt, da sie vom Scanner des Android-Systems gefüllt und verwaltet wird. Die Bibliothek unterteilt Musiktitel in die Kategorien: alle Songs, Albums, Künstler, Genres, Playlist, Folder-Playlists und dynamic Queue (Titel werden in Reihe abgespielt).

Klickt man in der Titelliste auf ein einzelnes Musikstück, öffnet sich eine Menüleiste zum Einordnen in eine Wiedergabeschleife oder Playlist, Öffnen von Detailangaben, Löschen oder Abspielen im Player. Über die Detailanzeige ist es zudem möglich, Tags zu setzen und im Web nach weiteren Infos zum Musikstück oder Interpreten zu suchen.

Bei Anwahl des Players wird ein Bild des Covers eingeblendet unter dem sich die klassischen Bedienelemente, ein Repeat- und ein Shuffle-Button sowie der Name des Interpreten, Musiktitel und Abspieldauer befinden. Auf Wunsch sucht der Player fehlende Albumcover im Netz und lädt diese herunter.

Eigener Equalizer
Über die Menü-Taste lassen sich Titel zur Playlist hinzufügen, als Klingelton einstellen, löschen, Ordner anwählen und das Einstellungsmenü öffnen. Außerdem gelangt man von hieraus ins Highlight des Players: den Equalizer. Dieser kommt optisch wie ein echtes Mischpult daher und lässt sich auch ebenso bedienen. Schieberegler regulieren einzelne Frequenzen, und über virtuelle Drehschalter sind Bass, Höhen und Lautstärke einstellbar. Wer es gerne etwas einfacher mag, findet unter der Taste „Pre“ am unteren Player-Rand eine Auswahl an vorkonfigurierten Klangeinstellungen wie beispielsweise Bass, Classical, Dance, Rock oder Pop.

Ob beim Öffnen des Players die Ordnerstruktur, die Bibliothek oder doch lieber gleich der Player angezeigt werden soll, lässt sich in den Einstellungsoptionen festlegen. Dort findet sich auch die Möglichkeit, das Layout des Players mit vier verschiedenen Themes dem eigenen Geschmack anzupassen, weitere Einstellungen zur Ordnerstruktur, Headsetnutzung, Albumcover-Download oder Widgets einzustellen und einen Sleeptimer zu aktivieren. Auch Scrobbling ist in Verbindung mit den Apps Official Last.fm, Simple Last.fm und Scrobble Droid möglich.

Für den Startbildschirm stehen mehrere Widgets im 4×1- (no album art), 4×1- (with album art), 4×2- und Large-Format zur Verfügung. Der Player soll laut Entwicker MP3-, MP4/M4a-, OGG- WMA-, FLAC-, WAV-, APE-, WV- und TTA-Formate abspielen. Sowohl MP3- als auch WMA-Formate wurden im Test ohne Probleme wiedergegeben.

Bedienbarkeit

Die Hauptelemente des PowerAMP Music Players sind trotz des großen Funktionsumfangs sehr übersichtlich aufgebaut: Über die Ordner- oder Bibliotheksansicht gelangt man zu einzelnen Titeln, über diese zur Titelverwaltung und zum Player. Soll vom Player zurück in die Ordneransicht gewechselt werden, genügt ein Klick auf die Interpreten- und Titelinfos. Die Einstellungsoptionen öffnen sich über die Menütaste.

Vorkonfigurierte Klangeinstellungen und der Equalizer ermöglichen eine Optimierung der Klangqualität. Der Equalizer lässt sich direkt über einen Button im Player aktivieren oder deaktivieren. Einziges kleines Manko ist das ausschließlich englischsprachig gehaltene Menü. Gerade in den zum Teil sehr verzweigten Einstellungsoptionen könnte das für Nutzer, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, zum Problem werden.

Einstellungsmenü

Fazit

Auf einem ZTE Blade mit Android 2.2 lief der PowerAMP Music-Player ohne Abstürzte oder sonstige Probleme. Sowohl in punkto Aufbau als auch in Sachen Bedienbarkeit liefert der Player so ziemlich alles, was das Musikliebhaber-Herz begehrt.

Praktisch ist die Aufteilung der gespeicherten Musik in eine Ordnerstruktur und eine Bibliothek. Dadurch, dass Musikordner von der SD-Speicherkarte in den Player geladen werden können, erscheinen hier auch nur jene Dateien, die gerade benötigt werden. Zusatz-Features wie ein integrierter Sleep-Timer, ansprechende Homescreen-Widgets und komfortable Equalizer komplettieren das positive Bild, das der PowerAmp im Test hinterlässt. Den einzigen kleinen Kritikpunkt stellt das ausschließlich englischsprachig gehaltene Menü dar.

Der Power AMP Music Player kostet im Android Market 3,59 €. Zum Testen gibt es eine kostenlose Trial-Version, die über alle Funktionen verfügt, aber nur 15 Tage benutzt werden kann.