Das Phonest ist nun offiziell und punktet mit seiner Transparenz.
Phonest Logo. (Bild: Phonest)
Anfang der Woche wurde davon berichtet, dass ein junges Startup-Unternehmen aus dem beschaulichen Erfurt am heutigen Tag ein zu 100 Prozent transparentes Smartphone vorstellen wird. Um die Spannung zu halten, hat das Team außer einigen Teaser-Bildern und Clips, nahezu keine technischen Daten offengelegt. Was aus dem Ganzen am meisten hängen blieb ist der Fokus auf die Transparenz des Geräts. Nun könnte man meinen, dass dem Startup quasi ein Geniestreich gelungen ist und tatsächlich ein physisch transparentes Smartphone zum Kauf anbieten wird. Nun ist das Gerät offiziell und es zeigt sich, dass dies (vorerst) nur ein Traum bleibt. Aber das Phonest ist trotzdem einen genaueren Blick wert.
Denn das Innenleben des Phonest kann sich durchaus sehen lassen. So befindet ein 5 Zoll großes AMOLED-Display auf der Frontseite mit einer QHD-Auflösung von 2560 mal 1440 Pixeln. Die Pixeldichte beträgt 587 ppi. Als Taktgeber dient ein Snapdragon 810 Octa-Core-Chipsatz, dem 4 GB an Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Das smarte Device wird in drei unterschiedlichen Speichervarianten zu haben sein. Interessierte Käufer haben die Wahl zwischen einer Speichergröße von 32 GB, 128 GB oder 256 GB.
Phonest. (Bild: Phonest)
Der interne Speicher dürfte somit ausreichend Platz bieten für Fotos und Videos, die man entweder mit der 24 MP auflösenden Hauptkamera mit einer F2.2-Blende sowie optischem Bildstabilisator aufnimmt, oder mit der Frontkamera mit 8 MP und einer F2.2-Blende. Außerdem sollen Video-Aufnahmen in 4K möglich sein. Das 6,5 Millimeter dünne und 132 Gramm leichte Gerät ist ausgestattet mit einem USB Typ-C-Anschluss, 3,5-mm-Klinkenstecker sowie einem Fingerabdrucksensor. Als Betriebssystem läuft Android 6.0 Marshmallow und der Akku umfasst 3.450 mAh an Kapazität.
Phonest. (Bild: Phonest)
Nun zum eigentlichen Highlight des Phonest. Das Smartphone wird zu 100 Prozent transparent sein, jedoch auf eine andere Art und Weise. Denn das Startup versucht gegenüber dem Kunden offen und ehrlich zu sein. Diese Ehrlichkeit macht sich unter anderem im Firmennamen bzw. dem Logo bemerkbar. Denn dort wird das Wort „honest“ hervorgehoben. Außerdem wird die versprochene Transparenz mit der Offenlegung der Produktionskette des Geräts eingelöst. Auf der Webseite ist man in der Lage zu erfahren, wo die nötigen Rohstoffe gewonnen werden und unter welchen Bedingungen die Montage stattfindet. Einer der Gründer und Produktdesigner ist Benjamin Witte. Er teilt dazu folgendes mit:
„Smartphones bestehen aus vielen Bauteilen. Dazu braucht es verschiedene Zulieferer und Rohstoffe. Wir gehen den großen Schritt und zeigen unsere gesamte Lieferkette. Jeder Kunde hat das Recht zu erfahren, wo das Phonest herkommt.“
Wer am Phonest interessiert ist, kann sich ab sofort auf phonest.net ein Exemplar vorbestellen. Für die Variante mit 32 GB Speicher werden 499 Euro verlangt, für das Modell mit 128 GB ganze 599 Euro und für die Version mit 256 GB stolze 699 Euro. Die Auslieferung der Erstauflage von 5.000 Geräten soll im ersten Quartal 2017 beginnen.
Phonest. (Bild: Phonest)
Die Spezifikationen des Phonest:
| Produktseite | Phonest |
| Betriebssystem | Android 6.0 (Marshmallow) |
| Display | 5 Zoll AMOLED QHD (2560 x 1440 Pixel), 587 ppi |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 810 Octa-Core (4x @1,5 GHz, 4x @2,0 GHz) |
| Arbeitsspeicher | 4 GB |
| Interner Speicher | 32/128/256 GB |
| Hauptkamera | 24 MP, F2.2, Optischer Bildstabilisator |
| Frontkamera | 8 MP, F2.2 |
| Netze | 4G LTE (Micro-SIM) |
| Schnittstellen | Bluetooth 4.1, WiFi 802.11 ac, NFC, USB Typ-C, 3,5mm-Audio, Fingerabdrucksensor |
| Sound | Dolby Sound |
| Maße | 144 x 70,4 x 6,5 mm |
| Gewicht | 132 g |
| Akku | 3.450 mAh |
| Preise | 32 GB: 499 Euro 128 GB: 599 Euro 256 GB: 699 Euro |
(Quelle: Pressemitteilung)