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Patentklage von morgen: Apple wird wichtiges Multitouch-Patent zugesprochen

Apple ist ein weiteren wichtiges Patent zugesprochen worden: Dieses Mal geht es um die Multitouch-Funktionalitäten des iPhone-Displays.

Auch 2012 dürften Patentverfahren zu den ständigen Begleitern der Konsumenten gehören. Wie androidandme meldet, sprach die US-Patentbehörde Apple das Patent für eine wichtige Multitouch-Eingabemethode zu, die dem Unternehmen aus Cupertino im Kampf gegen die Android-Konkurrenz neue Munition verschaffen könnte. Mit anderen Worten: Voraussichtlich ist mit vielen neuen Gerichtsterminen zu rechnen.

Apple hat mittlerweile viele Konkurrenten, die Android-Smartphones herstellen, vor den Kadi gezerrt, u.a. Samsung und HTC. Natürlich ist es Apples gutes Recht, sein geistiges Eigentum sowie das Kapital seiner Aktionäre zu schützen, für die Verbraucher bedeuten die steten Auseinandersetzungen um Patente und Verkaufsverbote vor allem eins: Verunsicherung – die allerdings mehr und mehr in Gleichgültigkeit umschwingen dürfte.

Marktbeobachter rechnen derweil ebenfalls mit weiteren Gerichtsverfahren. Christopher Merlett, Co-Gründer der MDB Capital Group, sagte im Interview mit Bloomberg: “Apple hat die Patente, das Geld und die Expertise, um in den Krieg zu ziehen.” Bis auf weiteres sei deshalb nicht damit zu rechnen, dass es in den Verhandlungen um die Vereinbarung von Lizenzgebühren gehe. Erst wenn Samsung oder Google ihrerseits ernstzunehmende Verfügungen gegen Apple anstrengen, dürfte es ihm zufolge um Lizenzen gehen.

Darauf, die unliebsame Konkurrenz vom Markt zu drängen, dürfe Apple jedoch nicht hoffen. Die Historie der Patentverfahren spreche nicht für das Unternehmen, gab Marshall Phelps, einst bei IBM und Microsoft für das geistige Eigentum verantwortlich, zu Protokoll: “Niemandem ist es bis jetzt gelungen, Konkurrenten mit Patenten von einem Markt fernzuhalten.” Grund: Es sei immer möglich, Software leicht so zu modifizieren, dass sie anschließend kein Patent mehr verletzt. In Lizenzen steckt für Apple dagegen ein gewaltiges Potenzial: Bis zu zehn Euro pro Android-Gerät könnte der Konzern einstreichen.