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Ouya: Android-Konsole expandiert nach Asien

Die Ouya kann durchaus als eine Erfolgsgeschichte auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter herhalten – unter andere Gesichtspunkten ist das Projekt aber grandios gescheitert. Denn die Android-Konsole für den Anschluss an den heimischen Bildschirm hat nicht nur mit mieser Firmware und einem billig verarbeiteten Gamepad zu kämpfen, auch die Spielebibliothek ist überschaubar. Nach all der negativen Presse fliegt Ouya unterm Radar der öffentlichen Wahrnehmung. Aber vielleicht ändert sich das bald (wieder).

Auf Kickstarter ein Erfolg - im Handel ein Flop: Die Android-Spielkonsole Ouya wird auf Xiamo-Geräten ihr Revival geben. (Bild: Ouya)

Auf Kickstarter ein Erfolg – im Handel ein Flop: Die Android-Spielkonsole Ouya wird auf Xiamo-Geräten ihr Revival geben. (Bild: Ouya)

Denn in Fernost, genauer in China, möchte Ouya seine eigene Gamingplattform etablieren. Und hat hierzu den derzeit stark gehypten Elektronikhersteller Xiaomi ins Boot geholt, so die Nachrichtenagentur Reuters. Dabei geht es nicht um den Export der US-Hardware nach China (was aufgrund der herrschenden Gesetzeslage auch mit enormen Schwierigkeiten verbunden wäre), sondern um die Verfügbarkeit des Ouya-Gamecenters auf den Set-Top-Boxen und Smart-TVs von Xiaomi. Über die Ouya-Anwendung sollen sich Demos größerer Titel und insbesondere Indie-Spiele downloaden lassen – all das funktioniert Controller-basiert und ist somit eher am klassischen Konsolenkonzept orientiert. Xiaomi spielt hierbei auf Zeit und wird versuchen, den Ouya-Kanal als ein zusätzliches Feature zu bewerben.Spätestens Ende des Jahres wird dann Android TV von Google und seinen Partnern auf den Markt gebracht und dürfte Xiaomi wieder große Marktanteile abluchsen.

Ouya-Chefin Julie Uhrmann will in den kommenden Tagen Details zum Deal bekannt geben – eine Pressemitteilung im Rahmen der IFA, die vom 5. bis 10. September 2014 stattfindet, wird erwartet.