Der Chiphersteller Nvidia ist bemüht, seine Prozessoren anderen Unternehmen schmackhaft zu machen. Der Tegra 3-Prozessor fand in etlichen Tablets und auch in der Android-basierten Spielkonsole Ouya Verwendung. Genauso soll der Tegra 4 nicht nur in eigenen Produkten wie der Handheld-Konsole Shield verbaut werden, sondern vorzugsweise in Tablets vieler Elektronikkonzerne. Mit dem jetzt vorgestellten Tegra Note hat das Unternehmen ein Referenz-Gerät parat, das in dieser Form veröffentlicht werden könnte – nur nicht von Nvidia selbst.
Vielmehr soll das Tegra Note genannte Tablet in dieser Form von anderen Firmen hergestellt und unter deren Namen in den Handel gebracht werden. Anvisiert wird hier wohl das niedrigere Preissegment, denn um die 200 US-Dollar könnte das 7-Zoll-Tablet mit dem Tegra 4-SoC kosten. Im Preis inbegriffen wäre ein IPS-Panel mit einer Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten – aus heutiger Sicht nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Dafür unterstützt der Touchscreen Eingabestifte dank der von Nvidia entworfenen DirectTouch-Technologie. Hinzu würden sich 16GB Flash-Speicher, ein microSD-Kartenslot und ein micro-HDMI-Ausgang gesellen. Viel Wert legt Nvidia ferner auf die Stereo-Lautsprecher mit Bassreflex-Gehäuse. Diese sollen den besten Klang in einem Tablet garantieren. Eine 5-Megapixel-Kamera (Rückseite) sowie eine VGA-Cam (Vorderseite) gehören ferner zum Standard.
Besonders interessant klingt außerdem, dass Nvidia gewillt ist, die auf dem Tegra Note basierenden Tablets anderer Firmen mit Android-Updates zu versorgen. Die Aktualisierungen sollen zentral und unabhängig vom Hersteller ausgeliefert werden. Das wäre in vielerlei Hinsicht reizvoll. Zum einen müssten sich die Produzenten nicht mehr um das Betriebssystem kümmern, zum anderen wäre Nvidia sicherlich bemüht, neue Android-Ausgaben gleichermaßen und schnell anzubieten.
Jetzt fehlen nur noch Firmen, die das Konzept vom Tegra Note aufgreifen wollen. Genannt wurden bisher nur ZOTAC und EVGA für den europäischen Markt. In den nächsten Monaten soll es mit den ersten Geräten soweit sein – interessant klingt die Alternative zum Nexus 7, das ja auch ein Referenzmodell darstellt, durchaus.
