Die Web-Präsenz des Google Play Store hat ein neues Design – und einige praktische Funktionen weniger.
Auf der diesjährigen Google I/O war das neue Design angekündigt worden, jetzt ist es da: Google hat das Redesign der Web-Version des Google Play Store online gestellt – für deutsche User ganz passend zum Verkaufsstart der Google Play Guthabenkarten. Es bestätigen sich die Leak-Fotos, die Anfang Juni aufgetaucht waren.
Ab sofort präsentiert sich die Plattform also in komplett neuem Gewand – und mit Karten, Karten und noch mehr Karten. Apps, Filme, Musik werden künftig in Form von Karten dargestellt. Über die Navigationsleiste an der Seite erreicht man die verschiedenen Content-Bereiche.
Insgesamt wirkt die Bedienoberfläche bunter, weil mit größeren Icons und Bildern gearbeitet wird, gleichzeitig aber auch minimalistischer. Allerdings fehlen einige Features, die sich bei der alten Version als nützlich erwiesen haben. Bleibt zu hoffen, dass Google hier noch einmal nachbessert.
1. Download-Graph
Zwar wird weiterhin die Zahl der Downloads angezeigt, der kleine Download-Graph ist jedoch verschwunden. An ihm ließ sich mit einem Blick ablesen, ob eine App neu im Angebot war.
2. Review-Filter
Bislang war es möglich, alle Nutzerberichte zu einer App mit bestimmten Variablen zu filtern, zum Beispiel dem Gerät, auf dem die App verwendet wird. So konnte man herausfinden, ob andere Nutzer ähnliche Erfahrungen mit einer App gemacht oder einen Bug ebenfalls festgestellt haben. Weg. Dabei angesichts der Android-Fragmentierung eigentlich unerlässlich.
3. Remote Uninstalls
Unter “Meine Apps” werden alle Apps angezeigt, die Nutzer sich im Laufe ihrer Android-Karriere bereits auf ihre Geräte geschaufelt haben. Dort war es bislang möglich, sie mit einem Klick zu aktualisieren oder vom Gerät zu schmeißen. Dies ist nun nicht mehr möglich. Es ist nicht mehr möglich einzusehen, welche Apps auf welchem Gerät installiert ist. Stattdessen wird eine unübersichtliche Liste aller Apps angezeigt – und sie wird unübersichtlicher, je mehr Apps und Geräte genutzt werden.
4. Paginierung
Suchte man nach neuen Apps, kredenzte der Google Play Store bislang viele Seiten neuer Vorschläge. Durch die Seiten klickte man sich anhand einer Paginierung am unteren Bildschirmrand. Die ist hinfort, stattdessen gibt es eine Seite mit Vorschlägen und damit hat es sich. Angesichts der puren Menge an Apps, die es im Play Store gibt, ein Unding, weil Apps nicht mehr so einfach entdeckt werden können. Da dürften nicht nur die Entwickler gegen Sturm laufen.
Ein Update der Äußerlichkeit – zu Lasten der Usability.
