Smartwatches sollen einer der großen Trends der nächsten Jahre werden, bislang waren sie aber eher unbeholfene, Energie zehrende Anhängsel „echter“ Smartphones. Der 20 Jahre junge Simon Tian will das ändern – und die Gadgets im Alleingang revolutionieren.
Simon Tian hat große Pläne: Er will die Smartwatch-Branche revolutionieren. Mit seiner Neptune Duo kann das tatsächlich gelingen, denn sie stellt all die „etablierten“ Nutzungskonzepte großer Firmen infrage und kommt stattdessen mit einem Konzept, das frisch, überraschend und doch sehr logisch ist. Smartwatches wie die Moto 360 oder Apple Watch sind lediglich Zusatzbildschirme für die Smartphones ihrer Nutzer. Und leistungstechnisch stark eingeschränkt. Schwerer noch als die verminderte Rechenkraft oder grob aufgelösten Bildschirme wiegt aber, dass sie kaum einen Tag durchhalten, ohne komplett neu geladen werden müssen. Dem Allgemeinverständnis von „Uhr“ läuft dies zuwider.
(Bild: Simon Tian)
Neptune Duo ist wahrlich kein kleines, schmales Gerät. Schon auf den Pressebildern fällt auf, wie klobig die mit Android 5.0 betriebene Smartwatch im Vergleich zu ihren Mitbewerbern wirkt. Die Dimensionen haben aber ihren Grund. In der Neptune Duo werden all die Komponenten vereint, die auch moderne Smartphones auf ihre Platine gesteckt bekommen: Vierkern-Prozessor, LTE-Chip, NFC und Bluetooth. Selbstverständlich wird auch der Akku (mit 1.000 mAh) integriert sein. Doch was tun, wenn der Strom knapp wird?
Dafür hat Simon Tian ein Peripheriegerät designt, das zusammen mit der Neptune Duo ausgeliefert wird und frappierend an ein Smartphone erinnert. Doch es ist kaum mehr als ein Zusatzbildschirm, der genutzt wird, wenn ihr längere Texte schreiben wollte, kurz im Internet zu surfen müsst oder Fotos schießen wollt. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Daten von der Smartwatch auf diesen Bildschirm gestreamt werden. Da die Peripherie technisch weniger stark ausgestattet ist, bleibt viel Platz für den 2.800 mAh großen Zusatzakku, der bei Bedarf die Neptune Duo auflädt. Bei „normaler Nutzung“, so Tian, würde das Duo einige Tage ohne Ladevorgang auskommen.
(Bild: Simon Tian)
Das sind große Töne eines so jungen Menschen. Doch lasst euch vom Alter nicht täuschen – bereits mit 18 Jahren brachte er sein erstes Gerät auf den Markt. Die Neptune Pine war anno 2013 eine hässliche und wenig komfortable Smartwach, die den Design-Weg Tians aufzeigte. Doch während die Presse das Gadget mit eher bescheidenen Kritiken bedachte, konnte Tian immerhin 800.000 US-Dollar einsammeln und das Gerät tatsächlich ausliefern. Es wird angenommen, dass auch die Neptune Duo ähnlich erfolgreich sein wird, und es bleibt zu hoffen, dass er seine Versprechen halten kann. Zu diesen gehört auch, dass alle beliebten und unter Android 5.0 Lollipop lauffähigen Apps auch auf der Duo laufen werden – die Pine wurde auch wegen der wenigen verfügbaren Apps von der Presse abgestraft.
Ihr möchtet Simon Tian und die Neptune Duo unterstützen? Dann geht einfach auf getneptune.com und spendet. Ihr könnt – je nach Spendenbeitrag – bis zu 300 US-Dollar sparen, ohne entsprechende Vorauszahlung wird die Neptune Duo um die 800 US-Dollar kosten, zzgl. MwSt. und Zoll.
(Quelle: getneptune.com)