Musik und Smartphones passen einfach zusammen. Music Hero macht Musik zum Spiel und lässt die Finger über das Display tanzen. Dabei kommt es vor allem auf Rhythmusgefühl und Fingerferigkeit an. Ist dieses Spiel ein Welthit oder Underground?
Gameplay
Viele Optionen findet man nicht auf dem Startscreen des Spiels. In den Einstellungen kann man Sound- und Musiklautstärke getrennt voneinander anpassen, man kann die Vibration ein- und ausschalten und die Grafikqualität zwischen High und Low wechseln. Bei langsameren Geräten empfiehlt es sich hier ein bisschen zu experimentieren, es kann durchaus Auswirkungen auf das Rhythmusgefühl der zu spielenden Level haben.
Ziel ist es, wie man es von ähnlichen Spielen schon kennt, Lieder auf drei Bahnen zu spielen. Passend zu einem Song kommen Discs die Bahnen entlang, sind sie am Ende werden sie per Tap entfernt. Je nach Genauigkeit gibt es Punkte, schafft man mehrere hintereinander, werden die Kombos auf dem Screen mitgezählt.
Natürlich muss man sich erst einmal für einen Song entscheiden. Drei kommen mit der App, es können aber auch sehr einfach eigene Songs, die sich auf dem Smartphone befinden, zum Spielen herangezogen werden. Lieder werden automatisch erkannt, alternativ kann man auch einen Ordner festlegen, der durchsucht werden soll. Ist das Lied gewählt, muss man sich noch für die simple oder klassische Spielvariante entscheiden. Während die simple Variante bereits sehr anspruchsvoll ist, kommt man bei der klassischen kaum hinterher.

Hat man ein Lied beendet, sieht man in einer kleinen Statistik, wie oft man daneben lag, und in welche Klassen sich die Treffer aufteilen. Hat man einen eigenen Song gewählt, hat man auch gleich die Möglichkeit, diesen als Klingelton zu setzen. Ein nettes Feature, das allerdings keinen Einfluss auf das Spiel hat.
Das große Problem ist jedoch, dass so recht kein Spielspaß aufkommen will, wenn man sich nicht mit dem Audio-Offset in den Einstellungen befasst. Lässt man dies weg, kommen die Buttons völlig asynchron zur Musik und man findet nie richtig in einen Song hinein. Man muss nur auf das Display schauen, der Rhythmus der Musik ist nicht erkennbar. Hat man das mit dem Audio-Offset perfektioniert, macht auch das ganze Spiel auf einmal mehr Spaß. Schade, dass hier keine bessere Lösung vorhanden ist.
Bedienbarkeit, Grafik und Sound
Das gesamte Spiel ist recht einfach gehalten. Die Steuerung ist entsprechend der gestellten Aufgabe sehr einfach. Immerhin werden Touch-Eingaben verzögerungsfrei erkannt. Die Grafik ist recht einfach gestrickt. Es gibt zwar ein paar kleinere Effekte, die sind aber nicht der Rede wert. Die blauen, grünen und roten Bahnen bleiben das ganze Spiel über so, Abwechslung sucht man hier vergebens. Immerhin ist der Sound perfekt. Liegt aber daran, dass man seine eigene Musik auswählt.
Fazit
Music Hero hat einen netten Ansatz, die Umsetzung lässt aber sehr viel Potential nach oben. Es sind nicht nur die mitgelieferten Songs und die fehlenden Möglichkeit, über die App weitere Songs zu beziehen. Auch die deutlich spürbare „Unperfektheit“ des gesamten Spiels trübt den Spielspaß enorm. Hat man jedoch das Spiel so angepasst, dass es für einen selber passt, eignet es sich durchaus, um aktiv Musik zu hören. Immerhin kommt das Spiel kostenlos daher, so kann sich jeder selbst ein Bild davon machen.
Music Hero kann kostenlos im Google Play Store geladen werden. Als Testgerät kam ein Samsung Galaxy Nexus zum Einsatz.
| Music Hero verlangt bei der Installation Zugriff auf: | |
| Netzkommunikation | uneingeschränkter Internetzugriff |
| Speicher | Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen |
| Hardware-Steuerelemente | Vibrationsalarm steuern |
| Netzkommunikation | Netzwerkstatus anzeigen, WLAN Status anzeigen |
| System-Tools | UI-Einstellungen ändern, Allgemeine Systemeinstellungen ändern |