Was aus der Marke Motorola in Zukunft wird? Geht es nach Lenovo, wird diese bald verschwinden. Das jetzt in Deutschland erhältliche Moto X Force könnte demnach zu den letzten Top-Smartphones mit dem prominenten Namen sein.
Vielleicht kommt das Moto X Force ein klein wenig zu spät , denn es ist technisch dem Samsung Galaxy S6, dem Sony Xperia Z5 oder dem HTC One M8 an sich recht ähnlich. Auffällig ist ganz klar das 5,4 Zoll große Amoled-Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten. Ein Qualcomm Snapdragon 810 sorgt für genügend Tempo, der Octacore-Chip gehört gegenwärtig zu den schnellsten seiner Art – auch wenn der Snapdragon 820 bereits in den Startlöchern steht. Es bleibt nur zu hoffen, dass Motorola die Hitzeprobleme des 810er in den Griff bekommen hat, OnePlus beispielsweise kämpft beim hauseigenen OnePlus 2 nicht mehr mit Schwierigkeiten.
Dezentes Design. (Foto: Motorola)
Ansonsten ist das Moto X Force auf der Höhe der Zeit: 3GB RAM, 32GB Flash-Speicher, microSD-Kartenslot (maximal 2TB), Dual-Band-WLAN (802.11ac), Bluetooth 4.1 LE, GPS und NFC gehören zu einer Selbstverständlichkeit. Wichtig war den Verantwortlichen die Kameras: 21 Megapixel (f/2.0, zweifacher LED-Blitz) für die Rückseite, sogar mit 4K-Videuaufnahme – nicht übel. Die 5 Megapixel-Cam für die Front eignet sich gewiss mehr als nur für Selfies dank Kameralicht und einer f/2.0 Blendenöffnung. Android 5.1.1 ist vorinstalliert, ein Update auf Android 6.0 ist sehr wahrscheinlich.
Das Moto X Force ist zu teuer!
Aber da ist der Preis: Mit 32GB Flash-Speicher werden rund 700 Euro fällig, für die 64GB-Variante sogar 745 Euro. Und damit siedelt man sich in einem Segment an, in dem die mittlerweile seit Monaten erhältlichen Konkurrenten einfach sehr viel günstiger sind. Das OnePlus 2 mit 4GB RAM und 64GB Flash-Speicher bekommt man für 399 Euro, die ähnlich gearteten Xperia Z5 oder das Galaxy S6 erhält man für 500 Euro oder auch etwas mehr – nur eben für sehr viel weniger, als Motorola für das Moto X Force verlangt. Eigentlich sehr untypisch für den Hersteller. Zumindest dürften der 3760 mAh starke Akku, das bruchsichere Displayglas mit vier Jahre Garantie, der Schutz vor Wasser und die Individualisierungsoptionen dank des Moto Makers den Preis kaum rechtfertigen.
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