Für das Moto X von Motorola und Google geht es in die heiße Phase. Die neuesten Gerüchte klingen aber (noch) nicht nach einem großen Wurf.
Schön, dass Motorola und Google in Sachen Moto X jetzt endlich in medias res gehen. Heißt: Endlich wird es konkret. Den Anfang machte die offizielle Werbekampagne, mit der Googlerola das Amerikanische im Moto X betonen. Gebaut von Amerikanern in Amerika für Amerikaner, so der Tenor der Anzeige, mit der heute großflächig in US-Medien geworben wird. Jetzt ist auch die offizielle Support-Seite für weitere Informationen online gegangen.
Der weitere Fokus der Kampagne liegt auf den Anpassungsmöglichkeiten des Modells. “The first smartphone that you can design yourself”, heißt es in der Anzeige. Angeblich sollen die Kunden bestimmte Komponenten des Telefons vorab über ein Online-Portal selbst zusammenstellen können. Gestern kam die Frage auf, wie weit das gehen könnte.
Taylor Wimberly von androidandme sprach bei Google+ von Speichergröße, Farbe und Gehäusematerial, darunter Holz, Metall und Plastik. In die gleiche Kerbe haut ABC mit einem aktuellen Bericht: Demnach wird es verschiedene Farbvarianten geben, die Nutzer würden zudem die Möglichkeit bekommen, auf der Rückseite eine Gravur anbringen zu lassen und ein persönliches Foto als Wallpaper festzulegen.
Das bestätigt ein erster Foto-Leak der Abdeckungen für die Rückseite, der auf nowherelese aufgetaucht ist. Auf den beiden Fotos sind Gehäuseschalen in verschiedenen Farben zu sehen. Offenbar soll es möglich sein, auf der Front eine andere Farbe zu wählen, als auf der Rückseite.
Wählbare Farbe? Wählbare Speicherkapazität? Das ist doch nicht neu. Eine Gravur? Ein persönliches Bild als Wallpaper? Das ist doch langweilig! Eigens zur Herstellung des Geräts haben Google und Motorola in Texas eine Fabrik von 500.000 Quadratmetern Größe aus dem Boden gestampft. Sie soll ermöglichen, das Telefon nach der Bestellung in wenigen Tagen ausliefern zu können. Aber klingt das Paket bis jetzt spannend oder revolutionär?
Es wird auf die weiteren Specs ankommen. Angeblich hat das Moto X ein 4,3 Zoll HD-Display, einen 1,7 GHz Snapdragon S4 Pro und 2 GB RAM an Bord, womit es in die gehobene Mittelklasse einordnen ließe. Ein großer Akku wäre zum Beispiel etwas. Dank seiner Maxx-Modelle hat Motorola viel Erfahrung mit leistungsfähigen Akkus. Laut ABC wird das Gerät derzeit mit Android 4.2.2 getestet. Es wird spannend zu sehen sein, wie schnell und von wem es seine Updates erhält.
Natürlich: Der Preis wird auch eine tragende Rolle spielen. Hinter vorgehaltener Hand wird von 299 US-Dollar als Richtwert gesprochen. Für das beschriebene Gerät wäre das insgesamt fair, sehr wahrscheinlich wird das Moto X auch ein fein laufendes Gerät, vor allem die bei ABC erwähnten Sensor-Tricks klingen spannend. Die bis jetzt genannten Anpassungsmöglichkeiten wirken bislang aber nur wie ein poppiges Gimmick.