Niemand weiß aktuell so recht, ob Smartwatches ein kurzlebiger Trend sind oder doch auch in Zukunft von Relevanz sein werden. Doch dies hält Unternehmen nicht davon ab, ihre modernen Armbanduhren in den Handel zu drücken. Google hat Gerüchten zufolge ein eigenes Gem-Modell in Arbeit, die Sportprofis von Adidas sind da schon konkreter mit ihrer Micoach Smart Run.
Auf den ersten Blick sieht Micoach Smart Run wie eine typische Smartwatch der Gegenwart aus. Das ist sie auch, allerdings besitzt sie einige Besonderheiten. Da in dem Gadget ein vollwertiger Rechner mit Android 4.1.1 Jelly Bean und 4GB steckt, ist eine Smartphone-Anbindung nicht zwingend nötig. Sie kann also auf Wunsch auch regulär als (etwas wuchtige) Uhr verwendet werden – dann soll der Akku sogar stolze 14 Tage halten.
Der Fokus liegt aber auf sportlicher Ertüchtigung. Mittels GPS, Beschleunigungssensoren und der Möglichkeit, den Herzschlag zu messen, soll sich Micoach Smart Run prima zum Training eignen. Im entsprechenden Trainingsmodus werden Daten im Sekundentakt zur Uhr übertragen – für die spätere Auswertung. Dann hält der Akku jedoch nur noch vier Stunden. Im Marathon-Modus (alle 5 Sekunden Datenübertragung) muss Micoach Smart Run nach 8 Stunden an den Strom.
Zur Auswertung von Informationen wird dann ein Computer bzw. Smartphone benötigt, Verbindung nimmt Micoach Smart Run über WLAN oder Bluetooth 4.0 auf. Der kapazitive Display ist übrigens 1,45 Zoll groß und besitzt eine Auflösung von 184 x 184 Bildpunkten. Dank Gorilla Glass und Silikon-Band und Stainless Steel-Gehäuse ist für Stabilität gesorgt.
Knackpunkt der interessant klingenden Sportler-Uhr, die übrigens auch zum Musikhören geeignet ist, aber wohl keinen eigenen App-Store in dem Sinne besitzen wird, ist der Preis: 399 US-Dollar soll sie kosten, wenn sie am 1. November 2013 in den USA in den Handel kommt. Ob es Micoach Smart Run in hiesige Gefilde schafft? Derzeit unklar.