Immer wissen was los ist, egal, wo man sich gerade befindet: Eine tolle Vorstellung – und ein Versprechen, mit dem die meinestadt-App hausieren geht. Das selbsternannte „mobile Umkreisradar“ liefert – auf Basis des GPS-Standorts – Locationtipps aus der jeweiligen Region. Im Test überzeugte die App vor allem durch ihr breites Informationsangebot und die gute technische Umsetzung. Allerdings hinkte die Datengrundlage beizeiten der Wirklichkeit hinterher, im Klartext: Einige Angaben waren fehlerhaft.
Konkurrenz
Einige Apps im Android Market verfolgen denselben Ansatz wie die Anwendung von meinestadt.de. Als Beispiel sei auf die vor kurzem getestete Aloqa-App verwiesen.
Funktionsumfang
Das Städteportal meinestadt.de bietet dem Nutzer hilfreiche Informationen zu allen 12.241 Städten in Deutschland. Mit der App möchte das Portal diese Infos auch unterwegs schnell und einfach verfügbar machen.
Nach der Aktivierung der App wird zunächst der eigene Standort abgefragt. Die Standortbestimmung erfolgt entweder per manueller Eingabe oder über GPS. Im Anschluss gelangt man zum Startbildschirm, auf dem die vielfältigen verfügbaren Infobereiche mit jeweils eigenen Symbolen und Buttons dargestellt sind. Derzeit bietet die App Informationen zu folgenden Themen:
• Wetter
• Kinoprogramm
• Veranstaltungshinweise
• Restaurants
• Imbisse
• Cafes und Kneipen
• Geldautomaten
• Fotos
• Sehenswertes
• Schwimmbäder
• Wellness-Einrichtungen
• Pizza-Bringdienste
• Hotels
• Apotheken
• Tankstellen
• Friseure
• Kaufhäuser
• Taxiunternehmen
• Banken
• Bahnhöfe
• Mode und Boutique
• Werkstätten
• Notdienste
• Spielhallen
• Krankenhäuser
• Postfilialen
• Schlüsseldienste
Den Bereich Veranstaltungen unterteilt die App in verschiedene Untergruppen. Hier finden sich beispielsweise Festivals, Konzerte, Kinderveranstaltungen, Kurse und Seminare und vieles mehr. Inhalt oder Thema kultureller Veranstaltungen liefert die Applikation zum Teil gleich mit. Deren Qualität ist allerdings immer sehr unterschiedlich – von umfangreichen Inhaltsangaben bis hin zu wenig hilfreichen Stichwörtern ist hier alles dabei.
Nach der Auswahl der gewünschten Rubrik werden die Auskünfte nicht nur einfach aufgelistet, sondern auch nach der Entfernung zum Standort sortiert. In den Ergebnissen wird von der meinestadt-App stets ein Werbebanner eingeblendet. Das Banner ist jedoch klein und stört daher nicht wesentlich. Zu jedem ausgegebenen Ergebnis stehen in einer Detailansicht genaue Kontaktdaten zur Verfügung.
Weitere praktische Funktionen in der Detailansicht: Über Google Maps kann man sich nicht nur das Ziel auf der Karte zeigen, sondern auch gleich die passende Wegbeschreibung berechnen lassen. Außerdem ist es möglich, die Kontaktdaten mit einem Klick in das Adressbuch des Smartphones zu übernehmen. Darüber hinaus können die Positionen der Buttons auf dem Dashboard genannten Startbildschirm frei festgelegt und die Städte- und Suchwort-Historie deaktiviert werden.
Als bedauerlich wird empfunden, dass ein Tap auf den Web-Button nicht auf die Webseiten einer Institution oder eines Veranstaltungsortes, sondern lediglich auf den jeweiligen Eintrag im meinestadt.de-Webportal führt. Zudem zeigten sich die Datenbanken als sehr lückenhaft. Denn dort ist nur verzeichnet, wer seine Daten an das Branchenbuch meldet und auf dem aktuellen Stand hält. Das tun scheinbar die wenigsten: Neue Läden fehlen manchmal ganz oder die Kontaktdaten sind veraltet und/oder unvollständig.
Bedienbarkeit
Die App erwies sich im Test als ziemlich übersichtlich, einfach und intuitiv zu verstehen. Im Wesentlichen beruht die Bedienung auf dem Anwählen einer Rubrik und der anschließenden Auswahl der favorisierten, nächsten oder einfach interessantesten Veranstaltung oder Einrichtung. Die Einfachheit der Bedienung macht übermäßiges Technikverständnis wahrscheinlich überflüssig.
Fazit
Seinen Job als mobiler Hinweisgeber für Veranstaltungen und Points of Interest aller Art füllt die meinestadt.de-App spielend aus. Die App ist klar empfehlenswert, da sie die Bedürfnisse der Nutzer nach schnellen und klaren Informationen zu ihrer direkten Umgebung sehr gut befriedigt.
Über den Rang eines guten ersten Ratgebers kommt die Anwendung jedoch nicht hinaus. Nicht immer liefert sie aktuelle und höchst selten umfassende Informationen. Alternative Informationsquellen sollten daher berücksichtigt werden. Insgesamt ist meinestadt.de aber sehr hilfreich. Abstürze oder sonstige Instabilitäten gab es während des Tests nicht zu vermelden.
Als Testgerät kam ein HTC Desire zum Einsatz. Meinestadt.de ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.