Wer mit den Videospielen der vergangenen 15 Jahre nichts anfangen kann, sollte jetzt weiterlesen. Kontrastarme Farben, pixelige 2D-Grafik und ein eingängiges Spielprinzip: Meganoid ist das richtige Spiel für Retro-Fans.
Gameplay
Genau wie seine Vorbilder verfügt auch dieses Jump’n'Run über eine ziemlich lebensnahe Story: Es gilt, die Welt vor einer Invasion blutrünstiger Aliens zu retten und dabei natürlich möglichst viele Diamanten einzusammeln.
Dazu stehen beim Zocken nur zwei Mittel zur Verfügung: Springen und Laufen – Jump’n'Run eben. Dementsprechend sind die Levels gestaltet: Da drohen mit Spießen gespickte Gräben, rotierende Morgensterne, Plattformen, die im Sekundentakt auftauchen und wieder verschwinden, oder locken Geheimgänge, die zu versteckten Diamantenlagern führen. Genau wie früher.
Geschossen wird bei Meganoid nur mit Steinen, die auf dem Weg liegen und aufgesammelt werden müssen. Sie hebt die Spielfigur beim Drüberlaufen automatisch auf und wirft sie auch automatisch, sobald ein Alien in Wurfweite ist.
Mit der Zeit werden die Levels zunehmend kniffliger – hier zeigt sich ein zentraler Aspekt des Games: Es ist hart. Manche Levels erscheinen schier unmöglich, dutzende Fehlversuche sind an der Tagesordnung. Wenn es dann klappt, sind die Erfolgserlebnis umso größer. Ohne ausreichend Geduld und Ehrgeiz wird man mit Meganoid auf lange Sicht keinen Spaß haben. Wer aber die Herausforderung sucht, ist genau richtig.
Bedienbarkeit
Grundsätzlich gibt es nur drei Befehle bei Meganoid: links, rechts, springen. Wie gesteuert wird, darf sich der Spieler aussuchen. On-screen-Buttons, Neigungssteuerung, Hardwarebuttons oder per WiiMote. Die Neigungssteuerung ist leider viel zu unpräzise und die Steuerung mit dem optischen Trackball des Testgeräts (HTC Desire) hat nicht funktioniert. Empfehlenswert ist die Steuerung per on-screen-Buttons, die auch als Standard eingestellt ist.
Werbung wird nur im Hauptmenü und bei Dialogen eingeblendet, die Anzeigen tun dem Spielvergnügen aber keinen Abbruch. Meganoid unterstützt App2SD und verfügt über eine Schnittstelle zum Gamer-Netzwerk OpenFeint.
Fazit
Meganoid ist nichts Neues. Und genau darum geht es den Entwicklern auch: Spielen wie früher. Wer sich das wünscht und mit dem hohen Schwierigkeitsgrad zurechtkommt, wird Meganoid lieben. Jump’n'Run Fans können auch 2011 noch voll auf ihre Kosten kommen.
Meganoid kann kostenlos im Android Market runtergeladen werden. Als Testgerät kam ein HTC Desire (Android 2.2) zum Einsatz.