Heise.de berichtet von einer spannenden neuen Technik, die es erlaubt, euer Smartphone ganz ohne Displayberührungen zu bedienen. Was steckt dahinter und wozu soll es gut sein?
Grundlage des neuen Display-Überzugs ist der Einsatz von Antimon-Phosphorsäure. Diese liegt bei Raumtemperatur in kristalliner Form vor und reagiert binnen Millisekunden auf Wasserdampf. Das ist der Clou, denn der menschliche Finger sondert beständig Schweiß und Wasserdampf ab, auf den die neuartige Struktur reagieren. Klar, Samsung bietet eine ähnliche Technologie, die es dem Nutzer erlaubt, ohne Berührung den Touchscreen zu nutzen. Während bei Geräten der Südkoreaner aber ein minimaler Abstand eingehalten werden muss, um zu scrollen oder zu pinchen, reichen beim Max-Planck-Material einige Millimeter Abstand.
Der Einsatz verspricht Nutzern ein weniger stark verkeimtes Display – schließlich sind die kleinen Berührungsbildschirme wahre Dreckschleudern und dank ihrer Wärmeabstrahlung auch Brutgrund für Erreger. Von der Massenfertigung sind die Forscher um Prof. Bettina Lotsch noch weit entfernt. Zum einen fehlt ein preiswertes Verfahren, mit dem sich diese Oberfläche herstellen lässt, zum anderen fehlt eine Schutzschicht, die das Display vor mechanischen Schäden schützt und die Wasserdampf-Moleküle passieren lässt. Spannend ist dieses Verfahren dennoch…
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