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Veröffentlicht am Android-Apps · Spiele · Teaser Top Spiele 5 Min. Lesezeit

Max Payne Mobile im ausführlichen Test – In Zeitlupe gegen das Böse

Max Payne, Undercover Agent bei der DEA (Drug Enforcement Administration), bekämpft eine Designer-Drogen-Mafia, die seine kleine Familie ausgelöscht hat. Um sein Ziel zu erreichen, geht er äußerst brutal vor und gelangt von einer tödlichen Szene in die nächste. Der Third-Person-Shooter bringt ein paar neue Spielelemente in das Genre, kann aber nicht wirklich mit Spielen wie Mass Effect Infiltrator oder N.O.V.A. 3 mithalten, wenn es um Grafik und Spielbarkeit geht. Lohnt sich der Download des PC Klassikers trotzdem?

Gameplay

Max Payne spielt in New York City. Die Umgebungen in denen der Spieler sich bewegt sind meist düster gehalten und vermitteln eine gute Atmosphäre. Der ständige Wechsel zwischen Schießereien, Videosequenzen und Erzählabschnitten ist eine der großen Stärken des Titels. Ab und zu würde man sich mehr Spielfluss wünschen, auf der anderen Seite können die Zwischenszenen auch sehr erholsam sein.

Hat man die Steuerung auf die eigenen Wünsche angepasst, wird man bereits direkt ins Geschehen geworfen. In der ersten Szene erlebt man aktiv mit, wie Killer der Drogen-Mafia die Familie auslöschen. Man hat noch das Gefühl, man könne die Familie retten, doch auch das Töten der Killer im eigenen Haus kommt zu spät. Das schreit nach Vergeltung und so schleicht sich Max Payne als Undercover Agent genau in den Personenkreis ein, der sein Leben zerstörte.

Hier beginnt das Spiel nun richtig. In einer 3D-Umgebung bewegt sich der Spieler vermeintlich frei, allerdings sind Laufwege durch Absperrungen, verschlossene Türen und diverse Aufgaben vorgegeben. Das bringt den Spieler zwar schnell ans Ziel, nimmt ihm aber gleichzeitig ein wenig die Freiheit, sich eigene Wege zu suchen. So linear wie die Wege sind, so vorhersehbar sind auch die Gegner. Man kann davon ausgehen, dass man hinter Türen oder Weggabelungen auf schießwütige Widersacher stößt und sollte dementsprechend vorbereitet sein.

Der Spieler kann auf ein ansehnliches Waffen-Arsenal zurückgreifen, um den Gegnern den Garaus zu machen. Sollte die Munition bei allen Waffen schon verballert sein, bleibt immer noch das gute Alu-Rohr, mit dem man direkt auf die Kontrahenten einprügelt.

Auch Bullet Time, das Feature mit dem Max Payne auf dem PC berühmt wurde, ist vorhanden. Mit dieser Funktion ist es möglich, das Spiel kurzzeitig in Zeitlupe laufen zu lassen. Gegner können dann während eines Hechtsprungs erledigt werden. Bullet Time ist nicht unbegrenzt verfügbar und lädt sich auf, wenn man andere abknallt.

Bedienbarkeit, Grafik und Sound

Die Video-Zwischensequenzen sind in Spiele-Grafik gehalten und verschmelzen so direkt mit dem aktiven Spiel. In vielen Spielen sind die Videosequenzen wesentlich besser als die direkte Spielegrafik, was hier aber keinen Nachteil bedeutet. So bleibt der Spielfluss erhalten und auch auf lange Ladezeiten muss man sich nicht einstellen.

Max Payne Mobile ist für Tegra 3 Prozessoren optimiert. Hier kann man eine überdurchschnittlich gute Grafik erwarten. Da das Spiel aber auch auf vielen anderen Geräten läuft, muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Grafik direkt proportional mit der Leistung des verwendeten Gerätes zusammenhängt. Sie ist zwar immer noch gut, kommt aber nicht an Grafik-Bomben wie die eingangs erwähnten Mass Effect Infiltrator oder N.O.V.A. 3 ran. Auf einem Sony Ericsson Xperia Ray, das wahrhaftig nicht zu den Android-Smartphones mit der stärksten Ausstattung gehört, wirkt das Spiel wie ein PlayStation One Game, also nicht wirklich schlecht.

Soundtechnisch hat Rockstar Games eigentlich alles richtig gemacht. Die deutsche Sprachausgabe, sowohl im Spiel, als auch in den Zwischensequenzen macht einen sehr guten Eindruck. In-Game Sounds ändern ihre Lautstärke, je nachdem in welche Richtung die Spielfigur schaut. Das sind kleine Details, die sehr positiv herausstechen. In den Soundoptionen, die Musik- und Effekt-Lautstärke unabhängig voneinander anpassen lassen, findet sich auch die Option, die Vibration zu aktivieren oder abzuschalten.

Die Steuerung ist anpassbar, das heißt, die verschiedenen Buttons können frei auf dem Display positioniert werden. Gerade auf Geräten mit kleinem Display macht das großen Sinn. Um die Spielfigur durch die Gegend laufen zu lassen, bedarf es dennoch etwas Fingerspitzengefühl. Es gibt ein Spiel-Einführungs-Kapitel, in dem man alles in Ruhe ausprobieren kann. Alternativ bietet sich die Steuerung über ein externes Gamepad an, falls man so eines in seinem Besitz hat. Das Spiel kann damit auf jeden Fall umgehen.

Wie man es auch von PC-Spielen kennt, hat man bei Max Payne Mobile die Möglichkeit, die Grafik anzupassen. Es gibt Regler für Textur-Schärfe, Bildschirmauflösung und Helligkeit. Außerdem kann man hochdetaillierte Effekte und den erweiterten Kontrast aktivieren und deaktivieren. Diese Einstellungen haben direkten Einfluss auf die Spielbarkeit auf schwächeren Geräten. Wer starke Ruckler feststellt oder merkt, dass alles irgendwie sehr hakelig ist, sollte einfach ein wenig in diesen Einstellungen rumspielen.

Fazit

Max Payne Mobile setzt keine neuen Maßstäbe im Bereich Mobile Gaming. Auf die anfängliche Frage, ob sich ein Download lohnt, lautet die Antwort trotzdem “Ja”. Max Payne ist ein Klassiker, der sich auch auf einem Smartphone sehr gut spielen lässt. Fakt ist: Max Payne Mobile für Android bietet eine gut aufgebaute Story mit sehr viel Action. Die großartige Story, die teilweise auch mit Überraschungen aufwartet, ist es definitiv wert, durchgespielt zu werden.

Die technische Umsetzung weiß zu gefallen, auch wenn man es nicht mit einem neuen Grafik-Blockbuster zu tun hat. Wer Action-Shooter mag, wird auch an Max Payne Mobile Gefallen finden. Nicht zuletzt ist auch der niedrige Kaufpreis ein gutes Argument für dieses Spiel.

Max Payne Mobile kann für 2,82 Euro im Google Play Store geladen werden. Als Testgerät kam ein Sony Ericsson Xperia Ray zum Einsatz.

Wie gefällt Euch die mobile Umsetzung des PC Klassikers, der seinerzeit für großes Aufsehen sorgte?

Max Payne Mobile verlangt bei der Installation Zugriff auf:
 Netzkommunikation Uneingeschränkter Internetzugriff, Bluetooth Verbindungen herstellen
 Speicher Inhalt des USB-Speichers und der SD-Karte ändern/löschen
 System-Tools Standby-Modus deaktivieren, dauerhaften Broadcast senden
 Telefonanrufe Telefonstatus lesen und identifizieren
 Hardware-Steuerelemente Vibrationsalarm steuern
 Netzkommunikation Überprüfung der Market-Lizenz, WLAN-Status anzeigen, Netzwerkstatus anzeigen