Jede Woche werden im Rahmen des Markttags die besten neuen Apps der Woche vorgestellt. Auch in dieser Woche wurden Entdeckungen gemacht. Die Entdeckungen der letzten Woche heißen CloudMagic, AppAware, App Permission Watcher, Boycott SOPA und Paper Pinball.
1. CloudMagic
Wer eine Vielzahl von Online-Services nutzt, kann schon mal durcheinander kommen, woher welche Info eigentlich stammt. Eine einzige Suchmaschine für alles wäre schön. CloudMagic geht die ersten Schritte.
Bis jetzt werden Twitter und einige Google-Dienste, nämlich Mail, Docs, Calendar und Contacts unterstützt – Facebook und Google+ stoßen hoffentlich bald dazu. Nach der Registrierung und der einmaligen Eingabe der Account-Daten sammelt CloudMagic die jeweiligen Daten auf die eigenen Server – datenschutztechnisch sicherlich problematisch, die Privacy Policy macht aber einen fairen Eindruck.
Die Suchfunktion überzeugt durch Komfort und Schnelligkeit: Nach dem Eintippen der ersten Zeichen erscheinen sofort – und zwar sofort – Ergebnisse, die mit jedem weiteren Buchstaben verfeinert werden. Aus jedem Service werden erst mal die passendsten Funde präsentiert, die mit einem Klick auf „get more“ erweitert werden können. Ein Fingertipp auf einen Listeneintrag offenbart das Dokument in einem Texteditor, Aktionen wie Antworten, Retweeten etc. lassen sich über die Menütaste aufrufen.
Wer übrigens mehrere Google- oder Twitter-Accounts parallel verwendet, kann problemlos alle anmelden. Sofern die Bandbreite der unterstützten Dienste bald erweitert wird, wird CloudMagic großes Zukunftspotenzial im Kampf gegen das Datenchaos bescheinigt. Kostenloser Download im Android Market.
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2. AppAware Beste Apps und Spiele
Jede Woche werden im Markttag fünf neue und interessante Apps vorgestellt. Was sich aber leider nicht vorhersagen lässt ist, wie sich die Apps in Zukunft entwickeln oder welche davon zum Beispiel im Freundeskreis populär werden. Dafür gibt es aber jetzt AppAware, das soziale Netzwerk für fleißige User von Android-Apps.
AppAware hilft dem Nutzer dabei, in der Flut von neuen und oft sinnfreien Apps nicht unterzugehen. Die Anwendung verwaltet nicht nur die bereits installierten Apps, sondern präsentiert auch Rankings über die beliebtesten Apps bei Freunden oder insgesamt in der Community. Wirklich interessant, weil neu, ist auch die Rubrik „Um mich herum“, denn diese zeigt an, welche Apps derzeit in der geografischen Umgebung installiert oder deinstalliert werden.
Das ist sehr interessant und taugt bestens dafür, sich für weitere Recherchen inspirieren zu lassen. Die Anmeldung bei AppAware erfolgt per Registrierung oder über den Twitter-, Facebook- oder Google-Konto. Im Zweifelsfall kann AppAware auch mit allen drei Netzwerken gleichzeitig verbunden werden.
Die App hat viele sinnvolle Funktionen für alle Alle, die ständig auf der Suche nach neuen Apps sind und wirkt obendrein erstklassig programmiert und ansprechend designt. AppAware gibt es kostenlos im Android Market.
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3. App Permission Watcher
Tausend Apps auf dem Smartphone und keine Ahnung, was die eigentlich alle so machen und dürfen? Der App Permission Watcher zeigt, welche Berechtigungen schon erteilt wurden und warnt vor verdächtigen Berechtigungen.
Die Anwendung bietet dem Nutzer drei Listen an: eine Liste aller installierten, systemfremden Apps, eine Liste aller verdächtigen Apps sowie eine Übersicht aller Berechtigungen und welche Apps diese verwenden. Apps, die verdächtige Berechtigungskombinationen nutzen, listet der App Permission Watcher auf.
Unter den verdächtigen Apps finden sich allerdings einige, bei denen eigentlich keine Gefahr besteht. Anwendungen, denen man vertraut, können mit einem langen Fingertipp aber dauerhaft aus der Liste entfernt werden. Als Teil einer Uni-Abschlussarbeit ist sie komplett werbefrei.
Eine gute Gelegenheit mal zu überprüfen, wem man eigentlich welche Berechtigungen ausgesprochen hat und ob sich etwas dazwischen gemogelt hat, was nicht zu vertreten ist. Den App Permission Watcher findet Ihr kostenlos im Android Market.
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4. Boycott SOPA
Viele haben gestern sicher mitbekommen, dass eine Reihe großer Webseiten, wie etws Google, Wikipedia, WordPress und die Huffington Post, gegen die beiden US-amerikanischen Gesetzesentwürfe SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (PROTECT IP Act) protestiert haben. Im Rahmen des sogenannten „Blackout Day“ schwärzten einige Anbieter Teile ihrer Webseite oder gingen, wie Wikipedia, gleich ganz offline. Wer diese Sorge um die Freiheit des Netzes teilt, kann den Boykott im Kleinen, mit der „Boycott SOPA“-App fortsetzen.
Die beiden Gesetzesentwürfe wurden von der republikanischen Partei eingereicht, beruhen aber auf einer Initiative, die im Wesentlichen von Branchenverbänden der US-amerikanischen Medien- und Unterhaltungsindustrie ausging. Daher haben die Entwickler der Anwendung ganz einfach eine Datenbank jener Unternehmen angelegt, die SOPA unterstützen und diese mit einem Barcode-Scanner verbunden, der dem Nutzer mitteilt, welche Produkte von einer solchen Firma stammen und welche nicht. Es lässt sich verraten, dass Unternehmen wie Sony, Warner Bros., L’Oreal, Universal Music und Marvel Comics dabei sind.
Das Für und Wider dieser politischen Debatte kann hier nicht ausreichend diskutiert werden. Es wird daher allen empfohlen, die sich für dieses Thema interessieren, sich selbst eine Meinung zu bilden und anschließend zu entscheiden, ob eine Boykottbeteiligung in Frage kommt. Weiterführende Infos gibt es bei der Digitalen Gesellschaft und dem Netzpolitik-Blog.
Bei Interesse findet Ihr die Boycott SOPA-App kostenlos im Android Market.
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5. Paper Pinball HD
Android-Gamer dürfen sich über den Release von Paper Pinball freuen. Flipper als das analoge Singleplayer-Spiel schlechthin hat ja schon einige eher weniger überzeugende Videospiel-Auftritte erlebt, Paper Pinball integriert dagegen die unbegrenzten Möglichkeiten eines virtuellen Flippers und setzt neue Maßstäbe.
Zunächst zu den Gemeinsamkeiten mit dem Kneipenklassiker: Es gilt mit Hilfe der Flipperarme zu verhindern, dass eine Kugel von der abschüssigen Spielfläche rollt. Je länger das klappt, desto mehr Punkte gibt es. Das war‘s.
Nun zu den Unterschieden: Die Spielfläche bei Paper Pinball kennt nach oben hin kein Ende: fliegt die Kugel nach oben, rücken die Flipperarme am unteren Bildschirmrand nach. Die immer neu erscheinenden Hindernisse, Federungen, Bonuspunkte etc. werden zufällig generiert und sorgen durch neue Kombinationen stets für Überraschungen. Verschiedene Specials von umgekehrter Schwerkraft über lenkbare Kanonen bis zum Beam-Portal bringen innovative Elemente ins Spiel, die mit den guten, alten Automaten schlicht nicht möglich wären.
Je nach Displaygröße gibt es Paper Pinball als normale und als HD-Version (große Smartphones und Tablets). In der werbefreien Lite-Version ist bei 900 Punkten Schluss, endlosen Spielspaß gibt es für 0,79 Euro (normal) oder 1 Euro (HD) im Android Market.
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