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Veröffentlicht am Allgemein · Android-Themen 6 Min. Lesezeit

Markttag No. 20: Fünf Android-Apps zum Mitnehmen

Im Android Market wurden die App-Schönheiten der Woche entdeckt. Diese Woche beim allwöchentlichen Markttag: das Android-Smartphone als Walkie-Talkie, Streamen auf dem Handy, endlich eine App für Frauen, Kündigen mal weniger nervig und ein tauchender Pinguin.

1. Veetle

Vergangene Woche war es endlich soweit, www.veetle.com hat eine eigene Android-App veröffentlicht. Bei dem Video-Streaming-Service kann jedermann einen eigenen Kanal mit Serien, Filmen, Sportereignissen oder was auch immer füttern, die dann über die Website – und jetzt auch die App – von überall auf der Welt angesehen werden können. Kostenlos und ohne Anmeldung.

Veetle eignet sich nicht dafür, gezielt nach Videomaterial zu suchen, sondern eher zum Zappen. Wird beispielsweise ein Kanal namens Southpark gewählt, findet man sich mittendrin in irgendeiner Episode wieder, die der Kanal eben gerade streamt. Außer dem Kanal lässt sich also nichts aussuchen, dafür entfällt die Qual der Wahl. Die Sprache hängt natürlich davon ab, wer was in seinen Kanal packt, dies ist aber erfahrungsgemäß zum größten Teil auf Englisch.

Die Veetle-App strotzt nicht gerade vor Funktionsumfang. Sie zeigt die ca. 40 beliebtesten Channels (zum Testzeitpunkt z.B. James Bond Filme, DC/Marvel Trickfilmserien, Big Bang Theory, My Name is Earl, Tennis, Fußball, etc.). Sortieren oder Suchen ist (noch) nicht möglich. Per Klick auf einen Channel startet der Stream sofort, eine brauchbare Internetverbindung vorausgesetzt. Über einen Button lassen sich verschiedene Bildformate (4:3, 16:9, 16:10 etc.) durchwechseln, das war’s im Grunde. Auf dem HTC Sensation war die Videoqualität meist hervorragend, manchmal zeigten sich am rechten und unteren Bildrand farblich abweichende Balken (das hängt nicht zwangsweise mit der App zusammen). Die Veetle-App gibt es kostenlos im Android Market.

Legal Notice: Rechtlich bewegt sich die Nutzung von solchen Streams in einer Grauzone und liegt in der Verantwortung des Nutzers.

  • Kategorie: Medien & Videos
  • Version: 1.0
  • min. SDK-Version: 2.2
  • Größe: 24 kb (App2SD)
  • Preis: kostenlos
Die leichten Verschiebungen im Bild entstehen beim Anfertigen der Screenshots und tauchen in der App nicht auf.

2. Aboalarm Kündigungsmaschine

Abonnements sind eigentlich eine praktische Angelegenheit. Den Kunden bieten sie den regelmäßigen Bezug einer Leistung, zu einem meist günstigeren Preis und den Unternehmen einen kontinuierlichen Umsatz. Der Haken für den Kunden ist allerdings, dass viele Abos rechtzeitig gekündigt werden müssen, wenn sich der Vertrag nicht automatisch verlängern soll. Mit der Aboalarm-App gibt es dazu nun einen kleinen Helfer, mit dem Verträge jederzeit und einfach per Fax gekündigt werden können.

Die App besteht im wesentlichen aus einem Kündungsformular, in welches die nötigen Angaben eingetragen werden müssen. Dazu steht eine große Auswahl von etwa 750 typischen Abo-Anbietern zur Verfügung. Hier finden sich beispielsweise die Deutsche Bahn, alle Kommunikationsunternehmen, Versicherungen, Verkehrsclubs, Energieversorger und vieles mehr. Ist ein Vertragspartner mal nicht dabei, kann dieser selbst hinzugefügt werden.

Wenn ein Vertrag gekündigt werden soll, müssen die Daten (i.d.R. nur Anbieter, Vertragsnummer, Unterschrift) in das Formular eingetragen werden und Aboalarm verschickt dieses per Fax an den Anbieter. Die Unterschrift erfolgt per Finger, was zwar etwas ungewohnt ist, aber ganz gut funktioniert. Im Anschluss wird das Sendeprotokoll per Email zugesandt, damit die Kündigung im Zweifel auch bewiesen werden kann.

Desweiteren bietet die App an, alle laufenden Verträge zu verwalten und schickt dem Nutzer eine Email wenn sich die Kündigungsfrist nähert. Das Angebot ist sehr interessant, weil sich so sehr einfach bares Geld sparen lässt. Aboalarm findet sich wie immer kostenlos im Android Market.

  • Kategorie: Finanzen
  • Version: 1.0.0
  • min. SDK-Version: 1.6
  • Größe: 2,4 MB
  • Preis: kostenlos

3. Brigitte.de

Seit 1954 beliefert die Brigitte den vornehmlich weiblichen Teil der Bevölkerung mit Infos rund um die Themen Mode, Kultur, Psychologie, Partnerschaft, Medizin, Umwelt, Beruf und Politik. Mit einer Reichweite von rund 3,4 Millionen Leserinnen pro Ausgabe (AWA 2011), ist die im Zwei-Wochen-Rhythmus erscheinende Brigitte die erfolgreichste Frauen-Zeitschrift Deutschlands und folgerichtig auch die erste, die eine eigene Android-App veröffentlicht.

Das Informationsangebot der App ist in die vier Kategorien Liebe, Leben, Balance und Style unterteilt. Dort finden sich Tipps zu Frisuren, Styling, Diäten, Wohnen und Sport sowie Promi- und Society-News. Über die Menütaste kann außerdem noch in Bildergalerien, Quizzen, Rezepte-Ideen und im Brigitte.de Online-Shop gestöbert werden.

Positiv fällt bei der App auf, dass bei der Entwicklung an die Bedürfnisse der Nutzer gedacht wurde. Statt einfach nur die mobile Interseite zu übernehmen, ist das Programm sinnvoll an Smartphones angepasst worden. So zum Beispiel mit einem Slide-In-Menü das beim Scrollen verschwindet und in dem fix die Schriftgröße angepasst werden kann, wenn das Lesen Probleme macht. Alle Artikel können auch via Twitter, Facebook und Email versendet werden.

Negativ viel auf, dass die App noch etwas träge reagiert und es nicht möglich ist, Artikel zu highlighten oder offline verfügbar zu machen. Hier hat die App noch ein paar kleine Macken, die hoffentlich mit zukünftigen Updates behoben werden. Alle Android-Nutzerinnen und -Nutzer) mit Interesse an den Themen der Brigitte, finden die Brigitte.de-App kostenlos im Android Market.

  • Kategorie: Lifestyle
  • Version: 1.3
  • min. SDK-Version: 1.6
  • Größe: 430 KB
  • Preis: kostenlos

4. Loudtalks (Beta)

Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung. Mit der Loudtalks-App verwandelt sich jedes Android-Smartphone in ein Walkie-Talkie.

Bevor es mit Funkerei losgehen kann, muss das Programm natürlich auf beiden Geräten installiert sein. Daher ist es praktisch, dass Loudtalks als Multiplattform-App gedacht und auch für Blackberry, PC und Windows Mobile zu haben ist. Das dürfte den Nutzerkreis deutlich vergrößern. Desweiteren ist eine Registrierung mit Name, Passwort und Email-Adresse nötig. Leider müssen Kontakte noch selbständig über Namen oder Email-Adresse gesucht und hinzugefügt werden. Schöner wäre es, wenn die App selber erkennen könnte, welche Kontakte aus dem Adressbuch sich bereits registriert haben.

Um jemanden anzufunken, muss lediglich der gewünschte Kontakt angeklickt werden und der „Hold and Speak“-Button bis zum Ertönen eines Pieptons gedrückt werden. Danach einfach sprechen und wieder loslassen. Zum Testen hat die App einen Echo-Kontakt, der den Funkspruch wieder an den Sender zurückschickt. Um einen Austausch mit mehreren Personen zu ermöglichen, werden sogenannte Channels genutzt. Diese können entweder neu eingerichtet werden, oder es lässt sich einfach in bereits bestehende einsteigen und neue Leute kennenlernen.

Die Soundqualität war im Test sehr ordentlich, wohingegen die Oberfläche der App etwas sehr spartanisch ausgefallen ist. Aber das stört nicht, denn die App macht echt Spaß. Wer mal wieder Geheimagent spielen will, oder ernsthaftes Interesse an Push-to-Talk hat, findet Loudtalks kostenlos im Android Market.

  • Kategorie: Kommunikation
  • Version: 1.4
  • min. SDK-Version: 1.6
  • Größe: 888 KB
  • Preis: kostenlos

5. Diver Dave

Diver Dave ist ein kleiner Pinguin mit großen Ambitionen: Er taucht leidenschaftlich gern nach Schätzen, bevorzugt in besonders gefährlichen Gewässern. Das Spielprinzip ist genauso altbekannt wie erfolgreich: Es geht einfach nur immer weiter nach unten, gesteuert wird per Neigungssensor.

Wie alle Lebewesen braucht auch Diver Dave unter Wasser vor allem eines: Sauerstoff. Seine Vorräte werden ständig knapper (Balken am rechten Bildschirmrand), lassen sich aber zum Glück durch Aufsammeln von Luftblasen wieder auffüllen. Damit der Pinguin so schnell wie möglich Richtung Meeresboden absinkt, müssen alle möglichen Hindernisse gemieden werden. Da wären Strömungen, Felsen, Algen, Schwämme und allerlei Getier, die ihm in die Quere kommen. Zur Zeit gibt es zwei Schatzkarten mit jeweils neun Levels, aber die nächste Karte wurde bereits angekündigt.

Von den 31 MB des Installationspakets bleiben gute 15 MB auf dem Telefonspeicher, die auf dem Testgerät HTC Sensation nicht auf die SD-Karte verschoben werden konnten. Bei akutem Speicherplatzmangel sollte besser abgewartet werden, ob sich das in einer zukünftigen Version des nagelneuen Games ändert.

Insgesamt sicher keine Revolution der Handyspielewelt, aber das Unterwassersetting und die damit verbundene Physik verleihen Diver Dave seinen besonderen Reiz. Wer auf Abduction, Rain Drop und derlei Spiele steht, wird ganz bestimmt auch hier sein Vergnügen haben. Download kostenlos im Android Market.

  • Kategorie: Arcade & Actionspiele
  • Version: 1.0
  • min. SDK-Version: 2.2
  • Größe: 31 mb / 15mb auf T.speicher
  • Preis: kostenlos