Die Urlaubszeit ist die beste Zeit des Jahres, heißt es. Ob sich das noch steigern lässt? Zum Markttag wurden ein paar sinnvolle Apps zusammengetragen, die den Urlaub intensiver, verständlicher und billiger machen. Länger leider nicht.
1. tripwolf
Ein guter Reiseführer ist die beste Basis für einen gelungenen Urlaub. Wo sonst findet der Reisende schließlich geprüfte und gut aufbereitete Informationen über Gastronomie, Sehenswürdigkeiten, Strände und vielem mehr?
Mit tripwolf gibt es seit Kurzem eine App im Android Market, mit der eine große Menge Reiseführer heruntergeladen und offline verfügbar gemacht werden kann. Das spart Roaming-Gebühren und gegebenenfalls auch Strom. Das Angebot zielt vor allem auf Städtetouristen ab, da sich die bisherigen Auswahlmöglichkeit auf etwa 72 Städte-Guides für die angeblich beliebtesten Städte der Welt begrenzt. Bis auf den ersten zum Testen, gibt es die Reiseführer aber nicht umsonst. Jede weitere Stadt kostet 3,99 €. Zukünftige Updates sind im Preis enthalten.
Zum Vergleich: Der Marco Polo Reiseführer für Mallorca, der kostenlos verfügbar war, kostet als Buch bei Amazon derzeit etwa 9,95 €. Mobilfunkkunden der Telekom bekommen übrigens die ersten 5 Guides bis Ende Juli umsonst.
Zum Leistungspaket der Reiseführer gehören Informationen zu Kultur, Nachtleben, Essen, Unterkünften, Strände, Verkehrsmittel und Einkaufsmöglichkeiten. Hinzu kommen jede Menge Tipps zur Urlaubsregion und thematische Tourenvorschläge in Form sogenannter tripwolf-Guides. Durch die tripwolf-Community, kann der Nutzer Orte, die er besucht hat, bewerten und kommentieren. Damit Sehenswürdigkeiten bequem erfasst werden können, verfügt die App zudem über einen Augmented Reality-Viewer.
Klingt ziemlich interessant. Für Städtereisende empfiehlt es sich, mal kostenlos einen Blick auf tripwolf – dein Reiseführer im Android Market zu werfen.
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2. Jourist Weltübersetzer
Ohne Kenntnisse der jeweiligen Landessprache hat man es schwer. Immer ein einfaches Wörterbuch zur Hand zu haben, ist mühselig und endet trotzdem gern in Missverständnissen. Eine Sammlung gängiger Redewendungen und häufig benötigter Sätze ist da sinnvoller. Genau so eine Sammlung mit über 2000 Einträgen beinhaltet der Jourist Weltübersetzer – in 29 Sprachen.
Die Phrasen sind in Kategorien unterteilt, so dass möglichst wenig Zeit auf der Suche nach dem passenden Eintrag verloren geht: Grundlagen, Reisen, Hotel, Stadtverkehr, Sehenswürdigkeiten, Bank, Kommunikation, im Restaurant, Speisen und Getränke, Einkaufen, Reparaturen und Wäscherei, Sport/Freizeit, Gesundheit/Apotheke, Schönheitspflege, die Polizei rufen.
Alle Kategorien sind wiederum in Unterkategorien unterteilt, über die man sich schrittweise zum richtigen Satz durchklickt, zum Beispiel „Hotel -> Beschwerden -> Die Klimaanlage funktioniert nicht“. Die Übersetzung wird auf einen Klick hin vorgelesen – und zwar von echten Menschen und nicht der synthetischen Sprachausgabe. Außerdem sind alle Kategorien und Sätze bebildert, deshalb lädt die App zu Anfang auch erst mal knapp 90mb Bilddateien auf die SD-Karte. Pro heruntergeladene Sprache kommen dann nochmal gute 20 MB dazu.
Das Interface wurde direkt von der iOs-Version übernommen. Nicht cool, aber es erfüllt auf jeden Fall seinen Zweck. Ansonsten funktionierte die App tadellos und sollte sich im Einsatz als sehr hilfreich erweisen. Der Preis von 7,99 € für die Vollversion mag hoch erscheinen, jedoch sind hier alle 29 Sprachen (siehe Screenshot-Gallerie) mit inbegriffen. Eine kostenlose, voll funktionsfähige 5-Tage-Trial-Version steht auch zum Download im Android Market bereit.
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3. Trip Journal lite
Ein kluger Mensch sagte einmal: „Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.“ Diesem Motto folgend wäre es doch nett, alle Stationen einer Reise in Text, Bild, Video und mit GPS-Daten versehen und auf dem Smartphone speichern zu können. All das kann die Trip Journal-App von iQapps.
Um eine Reise aufzuzeichnen, muss über das Menü „New trip“ auf dem Startbildschirm, eine neue Datei angelegt werden. Danach gelangt der Nutzer zu der „Current trip“-Übersicht. In dieser lassen sich Fotos, Videos und Notizen von der Reise speichern, und es können Wegpunkte gesetzt werden. Wegpunkte, wie beispielsweise Sehenswürdigkeiten, werden in Google Maps lokalisiert und können dann ebenfalls mit Bildern und Texten versehen werden.
Die Fotos für den Reisebericht werden entweder gleich über die App geschossen, oder aus der Galerie übernommen. In der „Trip View“-Übersicht findet sich eine Übersicht aller Wegpunkte, Notizen, Bilder und Videos sowie die Daten (Geschwindigkeit, Dauer, Entfernung, etc.) zu dem Trip. Während der Reise läuft eine GPS-Routenaufzeichnung, die aber zu Schonung des Akkus ab und zu unterbrochen werden sollte.
Wer seine Urlaubserinnerungen nicht nur für sich behalten möchte, kann mit der Lite-Version der App seine Daten bei Facebook und Google Earth veröffentlichen. Die Vollversion für 0,99 € unterstützt außerdem noch Picasa, Flickr, Youtube und Twitter. Besonders gut gefällt an der App das stilvolle Design. Klar kann ein Reisebericht auch anders gespeichert werden, aber wohl nur selten so schön. Trip Journal Lite findet sich kostenlos im Android Market.
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4. Wechselkurse
Wer seinen Urlaub üblicherweise an Europas Stränden verbringt, wird kaum noch wissen, was es bedeutet, die Übersicht über Wechselkurse in Ländern mit anderer Währung zu behalten. Wer allerdings regelmäßig beispielsweise in die Schweiz, Großbritannien, Polen oder die Türkei reist, wird sich über App-Hilfe freuen, um unnötige Kosten im Urlaub zu vermeiden. Die Wechselkurse-App ist da genau die richtige Wahl.
Die App zeigt einfach und übersichtlich die Wechselkurse anderer Währungen im Verhältnis zum Euro an. Zu welchen Währungen der Vergleich gezogen wird, kann der Nutzer völlig frei einstellen. Mit einem langen Tap auf den gewünschten Eintrag kann eine Währung gelöscht, ein Kursdiagramm angezeigt oder eine andere Währung als Referenz ausgewählt werden. Wer ein tiefergehendes Interesse hat, kann hierüber auch die Wikipedia-Seite zu der Währung aufrufen. Ein kurzer Tap auf die Referenzwährung öffnet den Währungsrechner, der gleichzeitig auch ein pfundiger Taschenrechner ist. Das könnte sich bei komplizierteren Rechnungen als praktisch erweisen.
Die Daten übernimmt die App von Yahoo!-Finanzen. Diese können über die Menütaste der App entweder manuell oder automatisch aktualisiert werden. Die Wecheslkurse-App ist kinderleicht zu bedienen und dadurch der ideale Begleiter für unterwegs. Die deutschsprachige Wechselkurse-App ist kostenlos im Android Market erhältlich.
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5. Pocket Plane
Damit im Flieger/Bahn/Bus/Auto keiner unter Langeweile leiden muss, hier noch eine ordentliche Portion Unterhaltung: Bei Pocket Plane schlüpft der Spieler in die Rolle eines Kampfpiloten, der dazu verdammt ist, ständig bewuchterte und mit altertümlichem Zeugs zugemüllte Landebahnen anfliegen zu müssen. Kein Problem, sofern er die Hindernisse rechtzeitig wegbomben kann.
Solange der Flieger über Munition verfügt, bleibt er gerade in der Luft. Wenn er über das rechte Ende des Bildschirms hinaus fliegt, taucht er links wieder auf, aber ein Stückchen tiefer. Die Palmen und die Steinmonumente müssen mit Bomben im Boden versenkt werden, das benötigt einige Treffer – je nach Größe. Beim Bombenwerfen kommt es vor allem auf ein gutes Timing an. Verballert man zu viel Munition, geht der Jet automatisch in den Landeanflug. Boni und Specials in manchen Levels sorgen für Abwechslung.
Schon in der ersten von insgesamt vier Sections mit jeweils 12 Landebahnen sind ein paar wirklich knifflige Levels dabei. Kleiner Tipp: Wenn die Palmen noch hoch genug sind, kann man bei der Landung unter ihnen durch rollen, ohne daran zu zerschellen.
Die 2D-Grafik ist nicht aufwändig, aber nett anzusehen. Auf die Dauer wäre in der Hinsicht vielleicht etwas Abwechslung ganz gut – Pocket Plane gibt es aber auch erst seit einer Woche, daher ist Optimismus angebracht. Kostenloser Download im Android Market.
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