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Veröffentlicht am Allgemein · Android-Apps · Android-Themen 6 Min. Lesezeit

Markttag No. 15: Fünf Android-Apps zum Mitnehmen (Querbeet-Edition)

Zum Markttag wurde der Android Market nach guter, frischer App-Ware durchforstet. Und natürlich wurde man fündig: Diese Woche bringt unter anderem die Android-Premiere von Spiegel Online, einen barcodegestützen Katalog für DVDs etc., Standort-Sharing für Datenschützer und Trainingstipps von einer Olympiateamärztin.

1. Spiegel Online

Vor ein paar Wochen wurde es gemeldet, jetzt ist es soweit. Spiegel Online hat nun endlich eine eigene App für Android Smartphones veröffentlicht. Nachdem SPON-Chefredakteur Rüdiger Ditz im März erklärt hatte, dass der Launch der iPhone-App vorgezogen würde, verwundert es nicht, dass die Android-App im typischen iOS-Design daherkommt.

In der App finden sich alle Inhalte, wie sie auch von der Interseite bekannt sind. Darüber hinaus bietet sie jedoch einige Vorzüge gegenüber dem Angebot der Website. So können Artikel mittels der Pack & go-Funktion offline verfügbar gemacht werden, am Fuß der Seite kann zwischen einer kompakten und einer klassischen Artikelansicht gewechselt werden.

Besonders praktisch ist die vereinfachte Blätterfunktion „Flip!“, die mit nur einem Klick zur Themenseite weiterleitet. Ein Beispiel: Wenn man einen Artikel zur Protesten in Athen liest und auf „Flip!“ klickt, wird automatisch die Themenseite „Finanzkrise in Griechenland“ mit allen Artikeln zu diesem Thema aufgerufen.

Wesentlich besser als in der Web-Version sind auch die Fotogalerien. Statt wie bei der Mobil-Version der Webseite viel zu kleine Buttons zu drücken, öffnen sich die Fotostrecken in einer Art Slideshow, die per Fingerwisch bedienbar ist. Besonders interessante Artikel können außerdem sehr schnell und einfach an Facebook, Twitter oder den E-Mail-Account weitergeleitet werden.

Wer Interesse an Deutschlands reichweitenstärksten (ernstzunehmenden) Nachrichtenportal hat, findet Spiegel Online kostenlos im Android Market.

  • Kategorie: Nachrichten & Magazine
  • Version: 1.0.0
  • min. SDK-Version: 1.6
  • Größe: 445 KB
  • Preis: kostenlos

2. Shelves

Da letzte Woche danach gefragt wurde, wurde nach einer App zum Archivieren und Verwalten des eigenen Besitzes gesucht. Dabei wurde Shelves gefunden. Shelves ist eine Anwendung mit der sich alle möglichen Besitztümer verwalten lassen können. Der Clou daran ist, dass die App es per Barcode-Scanner sehr einfach macht, Artikel zu erkennen. Sollte der Nutzer mal eine CD oder ein Buch verleihen, kann er es ganz einfach als „Verliehen“ melden und den Leiher als Kontakt aus dem Telefonbuch hinzufügen. Außerdem kann er sich eine Notiz in den Kalender schreiben, um daran zu denken, den Artikel rechtzeitig zurückzufordern.

Für die persönliche Habe gibt es neun unterschiedliche Kategorien. Diese sind:

  • Kleidung
  • Bücher
  • Gadgets
  • Filme
  • Musik
  • Software
  • Tools
  • Spielzeug
  • Spiele.

Alle Kategorien, die nicht gebraucht werden, können über die Menütaste deaktiviert werden. Leider ist es bislang nicht möglich, eigene Kategorien zu erstellen. Die Archivierung läuft folgendermaßen ab: Der Nutzer wählt beispielsweise die Kategorie Bücher aus und liest dann mittels eines Barcodescanners (muss extra installiert werden) seine Büchersammlung ein. Artikel, die Shelves nicht findet, können natürlich manuell mit Hilfe einer Suchfunktion hinzugefügt werden.

Hier wird aber auch ein Manko von Shelves erkennbar. Die App findet anhand der Barcodes leider längst nicht so viel wie erwartet. Was bei Büchern und DVDs noch ganz anständig funktionierte, scheiterte im Test mit CDs völlig. Hier erkannte die App im Test weder neue noch alte  und weder populäre noch unbekannte Alben. Diese ließen sich dafür aber manuell sehr gut hinzufügen.

Wer gern den Überblick über seinen Krempel behält, und es leid ist immer zu vergessen, wem er was geliehen hat, findet Shelves kostenlos im Android Market.

  • Kategorie: Lifestyle
  • Version: 2.8.5.1
  • min. SDK-Version: 2.1
  • Größe: 855 KB (App2SD)
  • Preis: kostenlos

3. Where Are You

Einerseits lässt sich das Potenzial von ortsbasierten Diensten à la Google Latitude oder Facebook Places nicht von der Hand weisen, andererseits fühlt sich nicht jeder wohl dabei, seinen Aufenthaltsort im Internet zu veröffentlichen, ohne zu wissen zu können, was noch alles mit den Daten passiert. Wer seine Position kontrolliert für bestimmte Personen abrufbar machen möchte, ist mit Where Are You gut bedient.

So funktioniert‘s:  Diejenigen Kontakte, die auf den eigenen Standort zugreifen können sollen, werden einer Whitelist hinzugefügt. Anschließend wird ein Kennwort eingerichtet. Empfängt das Gerät nun eine SMS mit dem Kennwort von einem der Kontakte auf der Whitelist, sendet Where Are You automatisch die Adresse des eigenen  Aufenthaltsorts zurück. Ob erst eine genaue Positionsbestimmung abgewartet werden soll, und falls ja, wie genau, kann man einstellen.

Vorteile: Der Empfänger des Standorts braucht keine zusätzliche Software, nicht mal ein Smartphone. Außerdem werden sämtliche Umwege gespart, es kann also kein Dritter sein Unwesen mit den Daten treiben. Nachteile: Die Position wird in Adressform angegeben. Fern der Zivilisation ist die App also nutzlos, dem Entwickler wurde aber vorgeschlagen, zukünftig Koordinaten und einen Link zu Google Maps zu integrieren. Außerdem spielen bei SMS natürlich die Kosten eine Frage. Where Are You kann kostenlos im Android Market runtergeladen werden.

  • Kategorie: Kommunikation
  • Version: 1.1
  • min. SDK-Version: 2.2
  • Größe: 419 KB
  • Preis: kostenlos

4. Sport Basics

In Deutschland verletzen sich jedes Jahr bis zu zwei Millionen Menschen beim Sport. Die Kosten, die das für die Versicherungen verursacht, sind sehr hoch. Daher ist es verständlich, dass eine große Unfallversicherung wie die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) ein Interesse daran hat, die Kosten durch Prävention zu reduzieren. Dazu hat die Suva die Sports Basic-App veröffentlicht, welche Anleitungen zu verschiedenen Übungen enthält, mit denen das Verletzungsrisiko besonders bei Ballsportarten verringert werden soll.

Die App ist sehr übersichtlich aufgebaut und beginnt mit einer Einführung der schweizerischen Sportmedizinerin Dr. med. Kerstin Warnke, die sowohl das Schweizer Tennis Fed-Cup Team betreut, als auch Teamärztin der Schweizer Olympia Manschaft ist. Das klingt doch nach geballter Fachkompetenz.

Die Übungen sind aufgeteilt in die Bereiche „Spannung“, „Basics“, und „Basics Plus“. Jede der Übungen ist ausführlich schriftlich beschrieben und zusätzlich mit einer Videoanleitung versehen. Um in den Genuss der Videos kommen zu können, muss allerdings erst ein etwa 25 MB großes Videopaket auf die SD-Karte geladen werden. Alle Übungen sind so konzipiert, dass sie sich gut zu Hause machen lassen.

Es wäre schön, wenn es den Entwicklern noch gelingen würde, die 13 MB große App mit App2SD aufzurüsten. Des Weiteren wäre es hilfreich, wenn in Zukunft die Anzahl der absolvierten Übungen in einem Trainingstagebuch gespeichert werden könnten.

Wer Verletzungsprävention betreiben oder ganz allgemein etwas für seine Fitness tun möchte, findet Sports Basic kostenlos im Android Market.

  • Kategorie: Gesundheit & Fitness
  • Version: 1.0
  • min. SDK-Version: 2.1
  • Größe: 13 MP + 25 MB Videodateien
  • Preis: kostenlos

5. Take Me Home

Bei Take Me Home muss der Spieler einen kleinen Ball durch verschiedene Level manövrieren, allerdings steuert man den Ball nicht aktiv. Stattdessen platziert man Beschleuniger, die den Ball bei Berührung in eine bestimmte Richtung katapultieren. Die Herausforderung liegt darin, den Ball mit den wenigen vorhandenen Teilchenbeschleunigern ins Ziel zu bringen und dabei möglichst viele Münzen einzusammeln.

Dabei muss man darauf achten, dass die Beschleuniger alle in eine bestimmte Richtung zeigen oder sogar rotieren.  In manchen der vielen, abwechslungsreichen Stages trifft man auf Portale, in anderen auf Fliegen oder Spinnen, die dem Ball meistens gute Dienste als Transportmittel leisten, manchmal auch nicht… Den perfekten Weg durch ein Level gibt es selten, stattdessen kommt es auf Vorstellungsvermögen, Timing und Fingerspitzengefühl an.

Sofern man das Levelende nicht erreicht, wird der Ball an den Startpunkt zurückgesetzt, die bereits platzierten Steinchen bleiben aber. So kann die Flugbahn Stück für Stück nachjustiert werden, ohne ständig von vorn anfangen zu müssen. Take Me Home gibt es kostenlos im Android Market, seit dem Release vor einer knappen Woche wurde es bereits über 50.000 Mal runtergeladen.

  • Kategorie: Medien & Videos
  • Version: 2.1
  • min. SDK-Version: 2.2
  • Größe: 6,5 mb (app2sd)
  • Preis: kostenlos