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Veröffentlicht am Deutsche Apps · Top Apps 3 Min. Lesezeit

Lookout Mobile Security – Wer schnüffelt, fliegt raus!

Je mehr Android sich verbreitet, desto mehr wird das Betriebssystem Ziel von Malware. Inzwischen gibt es viele Apps, die Schutz vor digitalen Schnüfflern bieten wollen. Lookout gehört zu den beliebtesten. Zu Recht?

Funktionsumfang

Um alle Features der Sicherheitslösung nutzen können, muss bei der Einrichtung der App zunächst ein Lookout-Account angelegt werden. Lookout ist eine All-In-One-App, die als Antwort auf ein breites Spektrum an Sicherheitsfragen daherkommen möchte. Zu ihren grundlegenden Funktionen zählen:

  • Virenscanner („Privacy Advisor“)
  • Datenbackup („Backup“)
  • Gerätefinder („Missing Device“)

Der Virenscanner durchsucht alle installierten Apps nach Spyware. Der Scan ist schnell abgehakt, lediglich eine App moniert Lookout – ironischerweise die Konkurrenz von„Theft Aware“. Zu wünschen übrig ließ die Synchronisation mit dem Lookout-Account. Auch nach mehrmaligem Scan wird nirgends angezeigt, dass dieser überhaupt durchgeführt wurde.

Backup nur mit Premiumversion
Im Daten-Backup schließt die App Rufnummern, Anrufe und Bilder mit ein. Sie überträgt die Anwendung an einen Cloud-Server, dessen Inhalt über die Seite mylookout.com einsehbar ist.  Im Falle eines Datenverlustes können die Daten dann einfach erneut abgerufen werden. Allerdings birgt das Backup auch zwei erste Ärgernisse. Um Fotos und Anruflisten zu sichern, wird man zur Kassen gebeten. Das allerdings erfährt man erst, wenn man bereits mittendrin ist. Zweitens werden die Daten nur online und nicht auf dem Gerät gesichert.

Ähnlich verhält es sich mit der Lokalisierung des Geräts. Das Feature ist ohne Premiumzugang nur eingeschränkt nutzbar – worauf die App in diesem Fall aber frühzeitig hinweist. Über die Homepage lässt sich die Position des Gerätes dabei mittels des Kartenmaterials von Google Maps ermitteln. Zur Auswahl steht außerdem die Initiierung eines 60-sekündigen Alarmsignals.

Sperren via Remote-Zugriff
Wirklich überzeugen kann die Lokalisierung allerdings nicht. Zwar funktioniert sie während des Tests problemlos, doch ist das Feature sehr einfach auszuhebeln: SIM-Karte raus und Lookout läuft ins Leere. Ein einigermaßen cleverer Dieb hat von Lookout also nichts zu befürchten. Wer sein Handy verliert, dürfte für die Funktion dagegen dankbar sein. Die Funktionen, das Gerät zu sperren oder alle Daten via Remote-Zugriff zu löschen, müssen bezahlt werden.

Bedienbarkeit

Der Aufbau der App ist intuitiv erschließbar. Alle Menüpunkte sind selbsterklärend und auch mit der Lookout-Homepage kommt man gut zurecht. Alle Anwendungsoptionen stehen dem Nutzer allerdings nur als Premiumuser zur Verfügung.

Fazit

Auf den ersten Blick macht Lookout einen ausgezeichneten Eindruck. Beim näheren Hinsehen offenbart die App jedoch ein paar Schwächen. Grundsätzlich ist Lookout sehr einfach zu überlisten. Das Prinzip, eine Security-App an eine Rufnummer zu koppeln, ist grundsätzlich nicht besonders effektiv. An Theft Aware, die an die IMEI gebunden ist, kommt Lookout in Sachen Effizienz nicht heran. Allerdings bietet ersterer natürlich weder Backup-Funktion noch Virenscanner.

Zudem funktioniert Lookout nur mit einem aktiven Internetzugang. Eine Steuerung über SMS-Befehle ist nicht möglich. Im Ernstfall könnte das Probleme aufwerfen, etwa, wenn die Energie des Akkus aufgebraucht ist oder die SIM-Karte entfernt wird. Sauer stößt außerdem auf, dass auf die Kosten zu spät hingewiesen wird. Auf Preis-Angaben stößt man erst nach ein bisschen Recherche auf der Lookout-Homepage. Wer die App in ihrem vollen Umfang nutzen möchte, muss den Gegenwert von 2,99 US-Dollar monatlich berappen.

Als Testgerät kam ein G1 zum Einsatz. Die Standard-Version von Lookout Mobile Security ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.