Das LG Nexus 4 ist nicht Bestandteil des Android Open Source Projects (AOSP). Verliert die Nexus-”Marke” nun an Wert?
Jean-Baptiste Queru hat eine pikante Information bekannt gegeben. Das Nexus 4 wird (vorerst) nicht Bestandteil des AOSP. Was bedeutet dies für Nexus? Nexus war bisher eine entwicklerfreundliche Sache, alle Source Codes für die Geräte waren für jeden zugänglich. Deshalb waren Nexus-Geräte auch eigentlich Entwickler-Geräte. Dieser Schritt macht zumindest das Nexus 4 für Entwickler auf einen Schlag ziemlich uninteressant.
Aber auch die normalen Nutzer, die gerne mit Custom-ROMs experimentieren, werden schwere Zeiten haben. Durch die fehlende Bereitstellung der Hardwaretreiber bedeutet die Entwicklung einer Custom-ROM einen ungleich höheren Aufwand oder macht sie gar unmöglich.
Es scheint, als wolle Google aber in der Tat die Marke “Nexus”, die Nutzer mit zuverlässigen Software-Updates verbinden, weiter stärken und auf den Massenmarkt zu bringen. Weg vom Entwickler-Klischee, hin zum Geld bringenden Massenmarkt. An sich ist das eine gute Sache, allerdings könnte man sich ab sofort nicht mehr sicher sein, dass auch Nexus drin steckt, wo Nexus drauf steht. Zumindest aus Entwicklersicht.
Als Übeltäter wird übrigens Quallcomm herangezogen. Es scheint, als wären die Lizenzen für die Mobilfunkschnittstellen nicht freigegeben und dürften deshalb nicht Open Source veröffentlicht werden. JBQ sagt aber auch, dass man bemüht sei, auch das Nexus 4 in das AOSP aufzunehmen. Es kann aber niemand sagen, ob dies über kurz oder lang auch tatsächlich geschieht. Sorgen um verzögerungsfreie Updates muss man sich beim Nexus 4 wohl trotzdem nicht machen. Diese sind unabhängig vom AOSP und sollten auch auf einem LG-Gerät ankommen. (via)