Der IFA-Zug der letzten Tage und Woche hat mächtig an Fahrt aufgenommen. Jeden Tag ein neues Gerücht, eine neue Ankündigung, ein neues Modell – so auch heute. Der südkoreanische Smartphonehersteller LG hat nun sein nächstes Android-Gerät für die Premiere in Berlin angekündigt. Das dürfte Samsung-Nutzern seltsam vertraut vorkommen…
Mit dem G3 Stylus geht LG seinen Weg von Premium-Funktionen (UX) auf (fast) allen neuen Smartphone-Modellen, etwa dem LG L Bello und L Fino, konsequent weiter. Auffälligstes Merkmal des G3 Stylus ist der namengebende Touch-Pen, den man so von einigen Samsung-Geräten kennt. Dieser soll das Arbeiten auf dem 5,5 Zoll großen Display (mit moderater Auflösung von 960×540 Bildpunkten) komfortabel gestalten – wie auch die implementierten Software-Features. So wird es möglich sein, zwei App-Fenster simultan anzeigen zu lassen und eigene Gedanken wie Notizen mit der QuickMemo-Funktion schnell abzufassen und auf dem Gerät zu speichern. Das Smart Keyboard, Touch & Shoot (Ein-Klick-Kamera) und die Display-Entsperrung Knock Code sind ebenfalls mit an Bord des modifizierten Android 4.4.2 (KitKat).

Stylisch mit Stylus? Das LG G3 Stylus spricht eher Business-Leute denn Trendsetter an. (Bild: LG)
Die reinen Hardware-Daten sprechen für ein solides, aber wenige überraschendes oder gar innovatives Smartphone. Mit einer 1,3 GHz-Vierkern-CPU, einem Gigabyte Arbeitsspeicher, acht Gigabyte internen Speicher (der via microSD-Card aufgestockt werden kann) und der 13-MP-Rückseiten- wie 1.3-MP-Frontkamera ist das LG G3 Stylus aber immerhin bestens für mobiles Arbeiten ausgestattet – der 3.000 mAh starke Akku sollte dem Nutzer auch ausreichend Arbeitszeit ohne Steckdose ermöglichen.
Da das G3 Stylus zunächst nur in Brasilien, dann in Asien, dem Mittleren Osten und Afrika angeboten wird, beherrscht es noch kein LTE, sondern nur 3G. Über die unterstützten Wi-Fi-Standards wie Launchtermin und Preis für Europa schweigt sich LG noch aus. Vielleicht wird der Mantel des Schweigens auf der IFA 2014 in wenigen gelüftet.