Kaufen, kaufen, kaufen – beim Online-Prospekte-Anbieter kaufDA dreht sich alles nur um das eine. Während die Plattform aber normalerweise eher als Mittler zwischen Kunden und Produkten auftritt, ist sie jetzt selbst zum Objekt der Begierde geworden: Der Axel Springer-Konzern hat sich in das Unternehmen eingekauft und mit 74,9 % der Anteile gleich eine dicke Mehrheit erworben.
25-30 Mio. Euro haben die Springers für den Deal auf den Tisch gelegt und sich damit gegen angebliche Mitbewerber wie die Deutsche Post, Otto und Tengelmann durchgesetzt. Dabei klingt das Konzept von KaufDA auf den ersten Blick eher unspektakulär: Der Online-Dienst bietet einen Überblick über die Prospekte lokaler Händler, macht diese vergleichbar und berücksichtigt den Aufenthaltsort der User.
Öffnungszeiten und Preise, Schnäppchen und Sonderangebote können so über mobile Apps direkt vom Smartphone aus gecheckt werden, und das kommt bei den preisbewussten Deutschen anscheinend gut an. So gut, dass Springer den Wert des Unternehmens sogar auf 40 Mio. Euro geschätzt hat.
KaufDA gibt es erst seit 2009, doch die Gründer Christian Gaiser, Tim Marbach und Thomas Frieling scheinen wirklich einen Nerv getroffen zu haben: Mittlerweile sind über 120 große Unternehmen mit ihren Prospekten bei kaufDA vertreten, rund 200.000 Einzelhändler haben ihre Öffnungszeiten in dem Online-Dienst hinterlegt, das Portal erreicht nach Auskunft der Axel Springer AG über 11 Mio. Nutzer in 12.000 deutschen Städten und Gemeinden.
Dabei entfallen rund 30 Prozent des Traffic auf die mobile Nutzung: Die Navigator-App von kaufDa wurde auf 15 % aller iPhones und 20 % aller iPads in Deutschland installiert. Im Android Market hat die kostenlose App bisher Download-Zahlen von 10.000-50.000 erreicht.
[via TechCrunch]