Erst vergangene Woche wurde vom Freedom 251 berichtet, einem Smartphone, das mit 3,22 Euro so günstig ist wie kein zweites auf diesem Planeten. Nun bekommt der niedrige Preis ein Geschmäckle – ist das einfach nur eine riesige Betrugsmasche?
Nur Betrug? Das hier gezeigte Telefon stammt wohl von einem Konkurrenten. (Foto: unbekannt)
Vorsichtig formuliert: Es gibt Zweifel am Geschäftsmodell des Freedom 251-Produzenten Ringing Bells. Zwar hat das Unternehmen bereits einige Smartphones und Tablets auf den Markt gebracht, das Freedom 251 wäre aber das mit Abstand günstigste. Die Erklärung für den niedrigen Preis von gut 3,22 Euro war plausibel: Die indische Regierung subventioniert die Komponenten massivst, damit wesentlich mehr indische Staatsbürger in den Genuss eines internetfähigen Handys kommen und sich digital vernetzen können.
Laut Times of India beschätigt der Fall mittlerweile das Ministerium für Elektronik und Informationstechnik, auch Steuerbehörden wollen wissen, wie der günstige Preis zustande kommt. Denn Untersuchungen des Verbands der indischen Smartphone-Industrie kamen nach Aufaddierung der Einzelkomponenten des Smartphones zu dem Schluss, dass dieses nicht günstiger als 30 Euro sein könnte. Die Ringing Bells-Chefs Ashok Chaddha und Mohit Goel wurden einbestellt, um das Geschäftsmodell detailliert darzulegen.
Wie User zuerst bemerkten, sind die Freedom 251-Abbildungen höchst unterschiedlich und zeigen verschiedene Smartphones. Mittlerweile hat Ringing Bells bestätigt, dass die auf den Fotos gezeigten Geräte von der Konkurrenz stammen und nur illustrieren sollen, wie das Telefon aussehen könnte. Android 5.1, 4-Zoll-Display, Vierkern-CPU und 8 GB Flashspeicher für weniger als ein Happy Meal bei McDonald’s? Klingt zu gut um wahr zu sein – die Entwicklungen in diesem Fall werden weiter verfolgt.