Wäre Weihnachten ein Samsung-Fest, es würde alle halbe Jahre stattfinden. Kann positiv sein, aber auch negativ. Alle sechs die Erwartungen von Millionen Kunden zu erfüllen und zu übertreffen – das ist ein Kraftakt. Umso erstaunlicher, dass die Südkoreaner mit dem Galaxy S7 ein Smartphone an der Spitze präsentieren, das den noch jungen Vorgänger vergessen macht. Und das teils mit Features, die das Unternehmen noch vor einem Jahr für antiquiert erklärte.
Ersteindruck, Design und Verarbeitung
Schwarzer Karton, silberner Schriftzug und blau schimmernde Modellnummer: Die Umverpackung des Galaxy S7 ist edel und ein erster Fingerzeig darauf, was mit dem eigentlichen Gerät erwartet werden kann. Dieses aus seinem Pappgefängnis befreit wirkt zunächst massig, geradezu schwer. Ein Nachteil? Nicht wirklich, denn das etwas höhere Gewicht gegenüber Budget-Smartphones macht die Fertigung wett. Metallrahmen, rückseitige Aluminiumabdeckung mit Gorilla Glass-Überzug, frontseitig ein großes Display mit dezenten Rahmen links und rechts. Eine Design-Revolution mag das Galaxy S7 nicht sein, es führt jedoch die bewährte Samsung-Linie fort und kann damit schon einmal die hartgesottenen Fans gewinnen, während Neueinsteiger von der perfekten Verarbeitung überzeugt sein dürften.
Freilich nicht ohne Einschränkungen: Der Home_Button wirkt doch etwas veraltet (die Konkurrenz vertraut auf eingeblendete Icons auf dem Display) und der vorder- und rückseitige Glanz in Klavierlackoptik sieht edel aus, nur sieht man darauf leider jedes Staubkorn und jeden Fingerabdruck. Dass das Handy staub- und wassergeschützt ist – geschenkt.
Zubehör
An Zubehör liegt dem Galaxy S7 ein USB-Kabel (kein Typ C) bei, ein Netzadapter mit Schnellladefunktion und ein Adapter zum Verbinden zweier Micro-USB-Geräte. Um an den SIM-Karten-Schlitten zu kommen, liegt ein entsprechendes Werkzeug bei, für Audiophile packt Samsung auch Kopfhörer dazu, die dem Textexemplar aber entnommen waren.