Auf den ersten Blick ist das i-FlashDrive A ein Gadget, das man nicht gerade als sexy bezeichnen würde. Ein USB-Stick für Android- und iOS- Geräte sowie stationäre Computer? Doch wer die Vorzüge einmal kennengelernt hat, möchte so schnell nicht auf den kleinen Begleiter verzichten.
Was ist das?
Kacmaz Entertainment und PhotoFast sehen in dem i-FlashDrive A eine einzigartiges 2-Wege-Speichersystem, bei dem Besitzer Daten bequem zwischen iOS- und Android- Geräten austauschen können. Für beide mobile Betriebssysteme stehen entsprechende Apps bereit, die den Zugriff auf den Speicher des Sticks ermöglichen. Erhältlich ist das Zubehör in unterschiedlichen Kapazitäten – 8, 16, 32 und 64GB. Im besten Fall fühlt sich das i-FlashDrive A wie ein zusätzlicher Flash-Speicher für Smartphones und Tablets an, die nicht über Speicherkarten erweitert werden können. Und auch ohne WIFI soll der bequeme und plattformübergreifende Austausch großer Datenmengen wie Videos, Dokumente, Fotos oder Musik gar kein Problem darstellen.

Die größte Besonderheit ist die Bauweise des i-FlashDrive A. Auf der einen Seite befindet sich ein 30-Pin für iOS-Geräte wie das iPad oder das iPhone, mittels eines kleinen Steck-Adapters (auch als Bundle erhältlich) verwandelt sich dieser in einen Lighning-Port für die neuesten Telefone und Tablets des Apfel-Konzerns. Auf der anderen Seite befindet sich ein Micro USB-Stecker für Touchscreen-Maschinen mit Android und OTG. Auch hier gibt’s einen Adapter, der aus Micro USB einen regulären USB-Anschluss für einen Rechner macht. Oder gar für andere Mediaplayer wie Receiver, Spielkonsolen, Autoradios etc.
Knackpunkt ist sicherlich eines: Das i-FlashDrive A ist alles andere als günstig. Die 8GB-Variante ohne Lighning-Adapter liegt bei 69,95 Euro (UVP), die 16GB-Fassung inklusive Adapter, die für den Test verwendet wurde, kostet 124,95 Euro (UVP). Der 64GB Stick mit Adapter ist mit 249,95 Euro (UVP) wahrlich kein Schnäppchen.
In der Praxis
Sobald das i-FlashDrive A das erste Mal an das Telefon oder Tablet gesteckt wird, geht’s an die Installation der App aus dem AppStore bzw. dem Google Play Store. Das klappt flott und unkompliziert. Egal ob Android oder iOS – die Apps sind quasi identisch und bieten keine gravierenden Unterschiede. Ein Aspekt ist das Backup der Kontaktlisten. Mit zwei Berührungen auf den Touchscreen kreiert man eine Sicherungskopie oder stellt diese wieder her – und das ebenfalls plattformübergreifend. Wer möchte, bringt so innerhalb einer Minute alle Kontakte vom iPhone auf ein Android-Telefon – oder umgekehrt. Sicherlich erfolgt die Nutzung nicht alle Tage, eine aktuelle Kopie aller Freunde und Geschäftspartner dagegen schadet nie. Die Datei kann auf Wunsch direkt auf dem Stick verschlüsselt werden, um so Missbrauch zu vermeiden.

Weiterhin erfolgt der Zugriff auf den internen (Telefon, Tablet) und externen (Stick) Speicher direkt über die App. Oder der Zugriff auf die eigene Dropbox erfolgt, um gewünschte Daten auf den i-FlashDrive A zu schieben. Hier macht die Anbindung an den beliebten Cloud-Service auf jeden Fall Sinn, sofern eine flotte Internetverbindung parat ist. Diese ist nicht nötig, wenn lediglich Bilder oder Videos vom Telefon auf den Stick transferiert werden sollen oder aber Fotos und andere Medien direkt vom zusätzlichen Speicher abgespielt werden.

Zugegeben: Die Bedienung ist zu Beginn doch sehr gewöhnungsbedürftig. Das Markieren von Dateien ist umständlich, genauso das Anlegen neuer Ordner und das Organisieren dieser. Vor allem diejenigen, die sich mit solchen Strukturen ungern beschäftigen, müssen sich etwas orientieren und ggf. herumprobieren. Aber: Recht schnell ist die Funktionsweise verstanden und kann genutzt werden. Denn das Verschieben oder Kopieren von Objekten geht zügig, und so wird ohne gewaltigen Aufwand das eigene Telefon geleert. Oder es wird etwas auf dieses geladen bzw. Musik direkt vom Stick gehört. Die Verbindung ist schnell genug, um ohne ein vorheriges Transferieren Videos direkt vom i-FlashDrive A abzuspielen – super!
Bei den Tests bereiteten zahllose Dateien-Typen gar keine Probleme. Getestet wurden AVI-, MP3-, PDF-, Doc(x)-, XLS-, MP4- und TXT- Dateien.
Makel
Die Hardware selbst ist wirklich gut durchdacht und ein sinnvolles Zubehör für all diejenigen, die einen flexiblen Datentransfer benötigen. Der Stick selbst ist sehr solide verarbeitet, das Plastikgehäuse wirkt dabei gar nicht mal billig. Minimal wackelig sitzen dagegen die Adapter, was glücklicherweise nicht stört. Schwerwiegender ist jedoch die Software. Für iOS ist die App deutlich ausgereifter und läuft stabiler, unter Android kam es zu sporadischen Abstürzen. Auf einem Cat Galactica X stürzte das Programm beim Zugriff auf den externen Speicher ab – suboptimal. Bei anderen Androiden (Samsung Galaxy S3, Samsung Nexus) klappte es sichtlich besser, aber nicht vollends zufriedenstellend. Und wie gesagt: Gerade die Verwaltung größerer Datenmengen könnte etwas intuitiver erfolgen.

Auf einem Windows- oder MacOS-Rechner verhält sich die Peripherie wie ein handelsüblicher USB-Stick. Das ist soweit fein, nur kann es auch hier zu Problemen kommen. Wird ein Ordner mit Umlauten angelegt, werden diese mit Pech gar nicht auf dem iPhone oder Android-Telefon erkannt. Hier ist eine Nachbesserung nötig.
Fazit
Das i-FlashDrive A ist eine verhältnismäßig teure, aber überaus praktische Speicherlösung, die keinen Unterschied macht, ob Daten unter Android (OTG!), iOS, Windows, MacOS oder gar auf der PlayStation 3 übertragen werden sollen. Mit (Micro)USB, 30-Pin und Lighning-Port zeigt sich der Stick offen für nahezu alle aktuellen Geräte, bei denen der Transfer von Bildern, Videos und Dokumenten von Relevanz ist.

Aber: Perfekt ist die App für Android (und iOS) leider nicht. Seltene Abstürze und ein nicht gerade perfekter Bedienkomfort schmälern etwas die Freude. Da dies ein Software-Problem ist, kann noch auf Besserung gehofft werden. Aber auch so erhalten Käufer mit dem i-FlashDrive A einen sinnvollen externen Speicher für alle Lebenslagen. Eine gute, aber auch sehr teure Sache!
Weitere Details zum i-FlashDrive A sind auf der offiziellen Webseite zu finden.