Zugegeben, der Winter ist ja nun (hoffentlich) bald zuende, aber auch im Frühjahr kann es noch den einen oder anderen frostigen Tag geben. Damit die Lauscherchen auch dann nicht kalt werden, wird die hi-Head-Mütze vorgestellt, die radbag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Jetzt gibt es was auf die Ohren!
Dieses praktische Käppi gibt nicht nur warmen Strickstoff auf die Ohren, sondern, dank eingenähtem Headset, auch gleich die passende Musikbeschallung. Die hi-Head kommt in einer Plastiktasche mit Zip-Verschluss. Das Testmodell ist schwarz, laut Tütenaufdruck soll es die Mütze noch in neun weiteren Farbvarianten von Lila über Braun oder bunt gemustert geben.
Die doppelwandige Strickmütze besteht zu 40 Prozent aus Acryl und zu 60 Prozent aus Baumwolle und lässt sich bei 40 Grad waschen. Dass Kopfhörer eingenäht wurden, sieht man nur an zwei Nähten dort, wo das Käppi über den Ohren sitzt. Diese Nähte halten die Ohrhörer an ihrem Platz zwischen den beiden Stofflagen, sind praktischerweise aber so gestaltet, dass man die Lautsprecher daran vorbei aus einer Öffnung an der hinteren inneren Naht schieben kann, falls die Mütze mal in die Wäsche muss. Insgesamt macht diese trendige Kopfbedeckung qualitativ einen recht guten Eindruck.
… und wie klingt sie nun, die Mütze?
Nachdem der modische und wärmetechnische Teil der hi-Head abgeklärt wurde, wird zu ihrer zweiten Bestimmung übergegangen: Musikwiedergabe und Telefonieren. Beim integrierten Headset handelt es sich um einen Stereo-Kopfhörer mit Kabel, Klipper und einem Bedienelement mit eingebautem Mikrofon, Lautstärkeregler und einem Knopf zum Starten und Stoppen von Musik oder Telefongesprächen. Die Lautsprecherkabel führen zwischen den beiden Stofflagen der Mütze entlang, treffen bei der Öffnung am Hinterkopfteil aufeinander und laufen in einer Klinkenbuchse zusammen. Mit einem Klinkenstecker verbindet man das 1 Meter lange Kabel inklusive Mikrofon mit dieser Buchse – das zweite Ende des Kabels wiederum lässt sich wie üblich via 3,5 Millimeter Klinke mit dem Audio-Anschluss des MP3-Players oder Handys verbinden.
Gespart wurde offensichtlich bei der Qualität der Headset Verkabelung, denn sowohl an einem LG G Flex (übrigens demnächst im Test) als auch an einem Wiko Darkmoon und einem LG Optimus 4x gab es leichte Kontaktprobleme in der Steckverbindung vom Headset-Stecker zur Klinkenbuchse der Handys, die sich bei Bewegung des Handys oder Headsets durch gelegentliches Knacken oder Aussetzer äußerten. Das Problem verschwand beim Drehen der Steckverbindungen in eine Position mit gutem Kontakt. Dieser Umstand erschwerte leider auch Telefongespräch über das Headset, da der Mützenträger vom Gesprächspartner beim Einsatz des Mikrofons gegebenenfalls nur abgehackt wahrgenommen wurde.
Ob es sich beim mitgelieferten Headset um ein Montagsteil handelt oder ob das eher die Regel ist, lässt sich an dieser Stelle natürlich schlecht beurteilen. Gegebenenfalls sollte hier dringend seitens hi-Fun nachgebessert werden.
Wenn der Stecker des Headsets guten Kontakt hat, klingen die Lautsprecher tatsächlich auch recht brillant und ausgewogen. Das Mikrofon ist zwar kein Klangwunder, zum Telefonieren aber ausreichend.
Fazit
Ein nettes Gadget ist die hi-Head allemal, wenngleich hi-Fun offensichtlich mehr Wert auf eine qualitativ hochwertige Mütze als auf eine richtig gute Verkabelung des Headsets gelegt hat. Die Kopfbedeckung ist mollig warm, trotzdem leicht und sitzt bei einem mittelgroßen Kopf sehr gut, ohne dass die eingenähten Lautsprecher drücken oder stören. Die Tatsache, dass sich die Hörer zum Waschen der Mütze herausnehmen lassen, ist einem gut erdachten Nahtsystem zu verdanken.
Eigentlich alles prima, denn auch die Klangwiedergabe erwies sich als brillant und ausgewogen, wenn … ja, wenn da nicht die eher mittelmäßige Qualität des Headset Kabels wäre, das zumindest bei der Testmütze Kontaktprobleme bei den Steckverbindungen aufwies.
Die trendige hi-Head Mütze gibt es bei radbag für 29,95 Euro.