Es ist klein, schick, handlich und überaus vielseitig – das F.R.E.Q. M Wireless Mobile Gaming Headset ist keineswegs nur für Spieler geeignet, sondern vielmehr für alle, die Wert auf eine sehr gute Qualität bei Bluetooth-Kopfhörern legen. Die Peripherie wurde genauer betrachtet.
Ausgepackt
Es bereitet immer wieder Freude, schöne Verpackungen behutsam zu öffnen und das Innere zu entdecken. Auch die Hülle des Mad Catz-Headsets macht etwas her, auffällig hier: Die erstaunlich kleinen Ausmaße des Headsets. Reichhaltiges Zubehör gibt’s hier nicht, sondern „nur“ ein USB-Kabel (1,5m) zum Aufladen des integrierten Akkus oder Anschluss an einen PC, ein 3,5mm Audiokabel (1,4m), das ausführliche Handbuch, eine Transporthülle und überflüssige Sticker. Das genügt in jedem Fall.
Die Kopfhörer lassen sich schnell falten und ausklappen. Auch bei häufiger Verwendung entsteht nicht das Gefühl, als würde etwas zerbrechen. Ohnehin wirkt F.R.E.Q.M sehr wertig, robust und kompakt. Die 40mm Treiber sind klein, sitzen aber gut auf den Ohren. Nur der Bügel könnte für große Köpfe nicht ausreichen – der Bügel musste auf ein Maximum ausgefahren werden, obwohl keine außergewöhnliche Kopfform vorliegt.

Die Anleitung erklärt in drei Schritten ebenfalls, wie die erste Bluetooth-Verbindung zu einem Smartphone oder Tablet – egal ob Android oder iOS – hergestellt werden. Schneller geht’s kaum. Dabei ist die eigentliche Hardware doch dezent komplizierter, als es zu Beginn den Anschein hat.
Viele Möglichkeiten, ein Ziel
Am rechten Speaker befinden sich diverse Tasten. Das große Mad Catz-Logo ist zugleich ein Button, mit dem das Headset ein- und ausgeschaltet wird. Ferner dient dieser als Pause- und Play- Funktion, mit ihm kann ein Anruf abgelehnt oder angenommen werden. Aufgrund des mangelnden Platzes auf dem Lautsprecher sind die Tasten für Lautstärke, Mikrofon (Ein/Aus), Bluetooth-Kopplungsmodus sowie Vor/Zurück recht winzig geraten. Mit etwas Gewöhnung lassen sich die Elemente auch blind finden. Weniger schön: Der USB-Anschluss verbirgt sich unter einem Gummi-Verschluss, der jedoch nicht perfekt eingesteckt werden kann. Sporadisch rutscht er aus der Befestigung und offenbart den USB-Port. Nicht dramatisch, aber störend.

Eine Status-LED verrät den aktuellen Kopplungszustand sowie den Lade-Status. Das F.R.E.Q. M kann mit bis zu zwei Geräten gleichzeitig über Bluetooth 2.1 verbunden werden. Die Wahl zwischen einem iOS-Telefon, zwei Androiden oder gar dem Laptop ist flexibel. Besonders reizvoll: Wird Musik vom Tablet gehört und das ebenfalls mit dem Headset gekoppelte Smartphone klingelt, wird selbständig die richtige Priorität gewählt: Musik leise, Anruf laut. Das ist eine echte Bereicherung.
Zusätzlich kann das Headset auch über ein USB-Kabel an den PC bzw. Mac angeschlossen werden. Und ganz klassisch mittels 3,5mm-Klingenstecker ist auch kein Problem. Die Flexibilität ist in jedem Fall die Stärke der Kopfhörer. Der fest verbaute Akku wird innerhalb von rund zwei Stunden aufgeladen und hält maximal 24 Stunden. Im Rahmen des Tests klappte es zwar nicht ganz mit den Angaben, aber fast 20 Stunden waren ohne Schwierigkeiten erreichbar. Dabei wurde pausenlos Musik abgespielt.
Moderner Audio-Codec
Seit rund drei Jahren ist der aptX-Codec verfügbar, der Audio-Übertragungen über Bluetooth in CD-Qualität bei möglichst geringer Verzögerung ermöglicht. Sofern das Smartphone oder Tablet aptX unterstützt, profitiert der Nutzer von dem tatsächlich wahrnehmbaren Vorzug, ansonsten kommt der „Vorgänger“ A2DP zum Einsatz, der von quasi allen für F.R.E.Q.M geeigneten Geräte verwendet wird. Letztlich sollte versucht werden, aptX einzusetzen, was jedoch keine Schwierigkeit darstellt. Denn mittlerweile unterstützen sehr viele Telefone den Standard. Welche, das verrät die Webseite aptx.com.
So oder so kann über die Akustik wirklich nicht genörgelt werden. Die Speaker schirmen zum einen Außengeräusche teils ab, zum anderen wirkt die Balance zwischen Höhen, mittleren Tönen und Bass sehr ausgewogen. Auf Wunsch können vorgegebene Equalizer-Einstellungen ausgewählt werden – für Games, Musik, Gespräche oder Filme. Allgemein fühlt sich der Sound sehr klar und authentisch an.

Auch die Sprachqualität gibt kaum Grund zur Klage. Das Mikrofon ist direkt im rechten 40mm-Treiber integriert, dennoch gibt’s keine Schwierigkeiten beim Gegenüber mit der Verständlichkeit. Ob das an der sogenannten Clear Voice Capture-Software liegt, die Paketverlust und Bitfehler vermeidet sowie Klänge verbessert? Denkbar.
In der Praxis
Im Alltag wird das F.R.E.Q. M Wireless Mobile Gaming Headset mit großer Wahrscheinlichkeit für zwei, drei Dinge eingesetzt. Unterwegs Musik am Smartphone lauschen, in Ruhe auf der Couch mit der Handheld-Konsole zocken oder am Tablet im Bett einen Film gucken – alles gar kein Problem. Gerade draußen oder in der Bahn zeigt der Kopfhörer seine Alltagstauglichkeit. Zugegeben: Die kleinen Lautsprecher setzen die meiste Gewöhnung voraus, hat man doch zu Beginn das Gefühl, als würden sie nicht richtig sitzen. Glücklicherweise relativiert sich das schnell. Die Abschirmung der Treiber verbessert das Hörerlebnis.

Gut ist, dass sich die App für Android (und iOS) auf das Wesentliche konzentriert und nicht mit zahllosen Optionen überfordert. Das wird Experten vielleicht stören, der normale Mensch dagegen kann somit schnell und unkompliziert loslegen. Auch lässt sich schnell erkennen, wo sich die nötigen Tasten am Headset befinden, ohne dass es abgenommen werden muss.
Technische Daten
Die wichtigsten Daten des F.R.E.Q.M Wireless Mobile Gaming Headset im Überblick:
| Lautsprecher: | 40mm |
| Ankopplung: | Ohraufliegend |
| Magnettyp: | Neodym |
| Übertragungsbereich: | 20 Hz-20 kHz |
| Klirrfaktor: | <1% |
| Widerstand | 16 Ohm |
| Energie: | Lithium-Ionen-Akku |
| Bluetooth-Profile: | A2DP,aptX |
| Lieferumfang: | USB-Ladekabel, Audiokabel (3,5mm), Tragetasche, Handbuch |
Fazit
Es ist zugegeben Liebe auf den zweiten Blick gewesen. Das F.R.E.Q. M Wireless Mobile Gaming Headset ist ein kleines, faltbares Headset, das in den ersten Minuten nicht so ganz passen mag. Der Bügel ist (und bleibt leider) wirklich etwas kurz geraten, die Speaker sind recht winzig. Aber sehr flott zeigen sich die Vorzüge: Sehr guter, sauberer Klang, ein hochwertiges Mikrofon, ausreichende Einstellungen und ein komplett logisches Design zeigen: Hier hat sich Mad Catz wirklich Mühe gegeben.

Dass die Peripherie an die 100 Euro kostet (UVP lag sogar zu Beginn bei knapp 200 Euro), ist in jedem Fall nachvollziehbar und gerechtfertigt. Hier erhalten Käufer ein wirklich cleveres, flexibles Produkt für Bluetooth-Geräte, PCs, Handheld-Konsolen etc. Wieso der Hersteller hier speziell Gamer ansprechen möchte, ist nicht ganz klar. Aber die kommen freilich auch auf ihre Kosten. Das F.R.E.Q.M ist übrigens in mehreren Farbvarianten erhältlich.
Weitere Details gibt’s auf der offiziellen Webseite.