Im Vorfeld bereits angekündigt, wurde das 7,9 Zoll Tablet Cat Firefly von Cat Sound einmal genauer unter die Lupe genommen.
Da sich einige Leser für das Firefly als Weihnachtsgeschenk interessierten, eine kleine Ankündigung des Cat-Teams vorweg: Wer das Cat Firefly bis Dienstag, den 20.12.2013 bestellt und bezahlt, bekommt es noch bis Weihnachten geliefert (wenn verfügbar)!
Design und Verarbeitung
Gleich beim Auspacken fällt auf, dass das Cat Firefly mit knapp 202 x 135 x 8 Millimetern (im Test nachgemessen – Herstellerangabe: 210 x 135 x 8 mm) wirklich superschlank und mit gerade mal 310 Gramm auch angenehm leicht ist. Auf der silbernen (es gibt das Firefly jetzt auch in Schwarz) Alu-Rückseite sieht man die kleine Linse der 5 Megapixel-Kamera, eine Öffnung für den Reset-Knopf sowie zwei Lautsprecher-Gitter. Am oberen Rand schließt die Rückseite an ein Kunststoff-Element an, in welches die Anschlüsse für MicroUSB/OTG/DG, MiniHDMI, das Headset und die MicroSD/TF-Karte eingelassen sind. Zwischen den Anschlüssen sitzt eine kleine Mikrofon-Öffnung.

Der Abschluss zwischen beiden Elementen ist nicht ganz perfekt gelungen, da sich die Alu-Rückseite hier etwas nach oben wölbt. An der Oberkante gibt es außerdem den Ein-/Ausschalter und eine Lautstärkewippe. Die Front wird vom Display beherrscht, über dem lediglich die Linse der Frontkamera zu sehen ist. Der Rand rund um das Display ist relativ schmal gehalten. Bis auf den kleine Spalt zwischen Kunststoff und Alu auf der Rückseite gibt es, besonders angesichts der niedrigen Preisklasse, nichts an der Verarbeitung zu kritisieren: Die Spalmaße sind gering und gleichmäßig, festeres Zupacken steckt das Firefly ohne Knarzer weg, und dank abgerundeter Kanten liegt das Tablet gut in der Hand.

Zubehör
Das Cat Firefly kann man in drei verschiedenen Paket-Versionen kaufen: Im Bronze-Paket für 149 Euro, das lediglich das Tablet in einer schlichten Verpackung sowie 18 Monate Servicedauer beinhaltet, dem Silberpaket für 199 Euro, das neben dem Tablet eine schickere Verpackung, mehr Zubehör (beispielsweise HDMI-Kabel und hochwertigere Kopfhörer) und 24 Monate Service bietet und dem Gold-Paket für 259 Euro, das sich vom Silber-Paket unter anderem durch eine 36-monatige Servicezeit unterscheidet.
Beim Testgerät handelte es sich offensichtlich um die Silber-Version. Der Zubehörkarton des Cat Firefly fällt dementsprechend für ein Gerät dieser Preisklasse ziemlich edel und stabil aus. Alle Zubehörteile sind einzeln in kleinen schwarzenKartons verpackt. Mitgeliefert werden: Ein komplettes Netzteil, ein USB-Datenkabel, ein MicroUSB-USB-Adapter für USB-OTG (zum Anschluss externer USB-Sticks, Festplatten, Maus oder Tastatur), ein MiniHDMI-HDMI-Adapter, ein In-Ear-Headset mit Ersatzohrstöpseln, ein Putztuch, eine Cat Unique Service-Card, ein 10% Rabattschein auf Original-Zubehörteile von Cat, eine Schnellstart-Anleitung und eine Garantie-Karte.

Die wichtigsten Daten des Cat Firefly im Überblick:
| Betriebssystem: | Android 4.2.2 (Jelly Bean) |
| Prozessor: | 1,6 Gigahertz Quad-Core Rockchip RK3188 Cortex-A9 |
| Display: | 7,9 Zoll (20 cm) IPS 1024 x 768 Pixel (160 ppi) |
| Arbeitsspeicher: | 2 GB |
| Interner Speicher: | 16 GB |
| MicroSD | bis 32 GB |
| Kamera: | 5 Megapixel |
| Videoaufnahme: | 720p |
| Frontkamera: | 2 Megapixel |
| Konnektivität: | WiFi 802.11 b/g/n, Bluetooth |
| Schnittstellen: | 3,5 mm Klinkenanschluss, MicroUSB, USB OTG, Mini-HDMI |
| Akku: | 4.000 mAh (vermutlich) |
| Maße: | 202 x 135 x 8 mm |
| Gewicht: | 310 g |
Display
Mit 1024 x 768 Pixel (160 ppi) ist das 7.9 Zoll (20 cm) große IPS-Display zwar nicht super hoch aufgelöst, bietet aber dennoch eine sehr gute Darstellung. Klar, wenn man mit Adleraugen ganz dicht herangeht, sieht man einzelne Pixel, was die Ablesbarkeit bei einem normalen Sichtabstand jedoch nicht beeinflusst. Farben werden angenehm kräftig dargestellt, und der Screen ist hell und gleichmäßig ausgeleuchtet. Bei direkter Sonneneinstrahlung stört die spiegelnde Display-Oberfläche, bei Innenbeleuchtung lässt sich die Anzeige jedoch auch bei Seitenansicht noch sehr gut ablesen. Der Touchscreen des Testgerätes reagierte angenehm sensibel und punktgenau auf die Fingereingabe.

Kamera
Die 5 Megapixel-Kamera auf der Rückseite kommt ohne Blitz daher. Wie viele in Tablets verbaute Kameras erzielt sie keine überragenden Bildergebnisse. Auch bei optimalen Lichtverhältnissen und ruhig gehaltener Kamera wirken besonders Nahaufnahmen stets leicht verrauscht – etwas bessere Bilder knipst die Cam ab einem Abstand von etwa 30 Zentimetern. Landschaftsaufnahmen fehlt es besonders zu den Rändern hin an Detailschärfe. Dämmerlichtaufnahmen werden sehr dunkel und unscharf und sind demnach überhaupt nicht zu gebrauchen. Für den Gelegenheitsschnappschuss in heller Umgebung reicht es, will man Bilder für Fotoabzüge schießen, sollte man besser auf eine gute Digitalkamera oder bessere Handykamera zurückgreifen.
Ebenso verhält es sich bei der 2 Megapixel-Kamera auf der Front, die weniger zur Aufnahme qualitativ hochwertiger Fotos taugt, ihre Arbeit als Cam für Videochats aber einigermaßen gut verrichtet. Mit der rückwärtigen Kamera lassen sich Videos bis zu 720p aufnehmen – auch diese haben aufgrund durchweg verrauschter Bildqualität eher einen Spaßfaktor.



Software und Alltagstauglichkeit
Auf dem Cat Firefly läuft zum Testzeitpunkt Android 4.2.2 Jelly Bean, das durch die “Cat: Droid Android 4.2 Firefly 1.0 Schrödinger” – Firmware nur sehr leicht modifiziert wurde. Bis auf eine App mit Direktlink auf die Cat-Firefly-Produktseite hat Cat bei der Ausstattung seines Tablets erfreulicherweise auf Vorinstallation überflüssiger Anwendungen verzichtet. Neben dem Google Play Store, einem Standard-Browser und den üblichen Google-Apps gibt es lediglich einen vorinstallierten Explorer (Dateimanager) und den RKMultiPlayer.
Vorteil der von Cat angepassten Firmware: Die Ausstattung mit der Multi-Window-Funktion, über die sich bis zu vier Anwendungen in Fenstern nebeneinander öffnen lassen. Nachteil: Bei Updates ist man auf die Update-Politik von Cat Sound angewiesen.


Ins Internet gelangt der Nutzer über WLAN 802.11 b/g/n. Einen Simkartenslot für GSM-, UMTS- oder gar LTE-Verbindungen gibt es nicht, außerdem ist kein GPS-Empfänger verbaut – als Navi taugt das Cat Firefly also nicht.
Der Klang der beiden kleinen Lautsprecher auf der Rückseite ist eher dünn, es fehlt sowohl an Höhen als auch an vollen Bässen, so dass es angeraten ist, zum Musikhören das mitgelieferte (zumindest im Silber-Paket gar nicht mal so schlechte) oder ein eigenes Headset anzuschließen.

Speicher und Akku
Mit seinem 1,6 Gigahertz Quad-Core Rockchip RK3188 Cortex-A9 Prozessor mit Mali-400 MP GPU und 2 Gigabyte (2048 MB) RAM ist das Firefly für seine Preisklasse außerordentlich gut ausgestattet. Im Test leistete es sich, trotz nahezu unverbautem Stock Android, Miniruckler beim Scrollen durch ladeintensive Menüs oder Seiten – Apps öffneten sich allerdings zügig, und auch Videos ließen sich flüssig abspielen. Auch mit Benchmark-Tests konnte sich das Testgerät zunächst nicht so recht anfreunden: Während Quadrant Standard schon beim Öffnen der App den Dienst quittierte, brachte AnTuTu Benchmark gleich drei Mal das ganze System zum Absturz, um beim vierten Mal fehlerfrei durchzulaufen und dann auch ein recht gutes Ergebnis anzuzeigen (siehe Screenshot).
Der interne Speicher ist mit insgesamt 16 Gigabyte bemessen (aufgeteilt in ca. 1 GB internen- und ca 15 GB Nand Flash-Speicher) und lässt sich mit MicroSD-Karten um bis zu 32 Gigabyte aufrüsten. Zur Akku-Kapazität gibt es keine klare Aussage auf der Cat Sound-Seite – da das Firefly nahezu baugleich zum Vido M1 Mini one ist, darf von einer 4.000 mAh-Kraftzelle ausgegangen werden. Im Test hielt der Akku im Dauerstandby rund 10 Stunden durch (siehe Screenshot), wobei 5 Stunden mit Stromfressern wie Kamera, Internet oder MP3-Player gearbeitet wurde.
Fazit
Insgesamt überzeugten Formfaktor (iPad Mini lässt grüßen) und Verarbeitung des Cat Firefly, bis auf die kleine Lücke zwischen Alu-Cover und Kunststoff-Element auf der Rückseite, sehr gut. Das Tablet liegt schlank und leicht in der Hand, so dass es sich nicht nur gut zum Spielen oder Surfen im Internet eignet, sondern auch als eBook-Reader. Der 7,9 Zoller leistete im Test eine flüssige Performance, von Minirucklern beim Scrollen durch ladeintensive Seiten mal abgesehen. Nicht so gut gefallen hat die Qualität der Kamera, ein Merkmal, das sich das Firefly jedoch mit sehr vielen anderen Tablets teilt. Trotz seiner relativ geringen Auflösung bietet das Display eine durchaus gute Darstellung.
Klar gibt es andere günstige Tablets auf dem Markt, die zum gleichen Preis GPS oder sogar einen Simkarten-Slot bieten – der Vorteil des Firefly liegt allerdings gegenüber direkt aus China gelieferter Ware darin, dass es von Cat Sound aus Berlin versandt wird, und es demnach im Servicefall weitaus weniger umständlich sein dürfte, das Gerät zur Reparatur oder zum Umtausch einzuschicken. Hier muss jeder für sich selbst abwägen, was für ihn oder sie wichtig ist.
Pro
- Sehr leicht und schlank
- Insgesamt gute Performance und Verarbeitung
- Umfang der Serviceleistungen wählbar / Versand aus Deutschland
Contra
- Unterdurchschnittliche Kamera
- Kein GPS / 3G


