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Veröffentlicht am Android-Apps · Deutsche Apps · Kostenlose Apps 3 Min. Lesezeit

IKEA Katalog – Installieren, ausprobieren, deinstallieren

Das alte Sofa ist durchgesessen und ein neues muss her, aber es bleibt leider keine Zeit, dem schwedischen Möbelhaus persönlich einen Besuch abzustatten? In diesem Fall kann die IKEA Katalog-App eine Alternative zum dicken Möbelkatalog-Wälzer darstellen.

Installation

Die App verlangt Zugriff auf:

Standort: Ungefährer (netzwerkbasierter) Standort, genauer (GPS-) Standort
Netzwerkkommunikation:
Uneingeschränkter Internetzugriff
Telefonanrufe:
Telefonstatus lesen und identifizieren

Nach der Installation aus dem Android Market lädt die App den 50 MB großen deutschen Katalog auf das Telefon – was besonders denjenigen Usern nicht schmecken dürfte, die über ein Android-Handy mit wenig Speicherplatz verfügen.

Funktionsumfang

Die IKEA Katalog-Startseite begrüßt den User mit einer Menüleiste am unteren Bildschirmrand, welche über vier Menü-Buttons verfügt: Der erste Button dient der Anwahl von Lesezeichen, die innerhalb des Kataloges gesetzt werden können und der zweite dem Öffnen und Verwalten heruntergeladener Kataloge.

Der dritte Menüpunkt ermöglicht den Download weiterer Kataloge aus verschiedenen Ländern – zum Testzeitpunkt waren es 36 an der Zahl. Das vierte Symbol schlussendlich verbirgt die Liste der Ikea-Einrichtungshäuser mit Angabe der Entfernung zum eigenen Standort. Den Standort der Einrichtungshäuser kann man sich mit genauer Adresse und Anfahrtsplan auf einer Karte anzeigen lassen.

Warum auf der großen freien Fläche der Startseite lediglich der zuletzt angeklickte landesspezifische Katalog in sehr kleiner Ansicht angezeigt wird, egal, ob dieser letztendlich auf das Handy geladen wurde oder nicht, erschloss sich im Test nicht vollends. Sinnvoller wäre eine Anzeige aller vollständig heruntergeladenen Kataloge.

Ein Klick auf das angezeigte Katalogbild öffnet die eigentliche Katalogansicht. Diese beinhaltet einen Button zur Anwahl des Startscreens und eine Suchfunktion zum Aufstöbern bestimmter Produkte oder Kapitel. Über weitere Symbole lässt sich in den Katalogseiten und Kapiteln blättern oder direkt zu einer bestimmten Seite springen.

Außerdem gibt es einen Button für das Inhaltsverzeichnis. Zum Merken einer Seite können über die Menütaste Lesezeichen gesetzt und abgerufen oder an eine E-Mailadresse sowie Freunde bei Facebook und Twitter versandt werden. Die virtuelle E-Mail-Taste wurde im Test zwar eingeblendet, ließ sich jedoch nicht anwählen.

Bedienbarkeit

Die Bedienbarkeit der IKEA Katalog-App lässt an einigen Stellen zu wünschen übrig: Zum einen dürften das erwähnte 50 MB große Downloadpaket nicht jedermann schmecken. Ein weiterer Kritikpunkt ist die schon erwähnte, etwas verwirrende Miniaturkataloganzeige auf dem Startscreen.

Damit nicht genug, werden Menübuttons verhältnismäßig klein dargestellt und lassen sich somit auf kleineren Displays schlecht anwählen. Umlaute präsentiert die App dem User als Kauderwelsch. Die Katalogseiten können im Hoch- oder Querformat betrachtet und durch Pinch-to-Zoom größer gezogen werden. Trotzdem erscheint die Schrift auf einem Handydisplay auch in größter Ansicht immer noch relativ klein.

Eine praktische Funktion gibt es aber: Innerhalb der Katalogbilder werden die zum Verkauf stehenden Einrichtungsgegenstände durch ein Plus gekennzeichnet. Ein Klick darauf öffnet eine Detailansicht des Gegenstandes mit Beschreibung.

Fazit

Die IKEA Katalog-App bietet einige nützliche Funktionen wie beispielsweise die genaue Standortanzeige von Einrichtungshäusern auf einer Karte oder Detailbeschreibungen von Einrichtungsgegenständen.

Während der eine User sich über die Offline-Nutzbarkeit der App freuen wird, dürfte dem anderen das mindestens 50 MB  große Download-Paket pro Katalog wurmen. Warum diese App außerdem den Telefonstatus lesen und identifizieren können muss, ist nicht ersichtlich – zumal es bei der Adressangabe der Einrichtungshäuser keine Telefonnummern zur Direktanwahl gibt, die diese Berechtigung zumindest irgendwie begründen könnte.

Wenig Spaß macht die Navigation durch die App, da Bedienelemente sehr klein dargsstellt werden und teilweise erst nach mehrmaligem Antippen reagieren. Für den Fall, dass der Einkauf des neuen Sofas tatsächlich ganz dringlich und der Print-Katalog nicht zur Hand sein sollte, stellt die App eine gewisse Notfall-Alternative dar. Ansonsten müsste seitens der Entwickler noch einiges nachgebessert werden, um das Shoppen über diese Anwendung zu einem positiven Erlebnis werden zu lassen.

Als Testgerät kam ein ZTE Blade mit Android 2.3.4 zum Einsatz. Die Android-App IKEA Katalog kann kostenlos aus dem Android Market heruntergeladen werden.