Auf der IFA 2014 wurden wieder einmal viele neue Smartphones vorgestellt. Alle Handys in einem Artikel genau unter die Lupe zu nehmen, würde den Rahmen sprengen, aber die folgenden Geräte stachen entweder durch eine besonders gute Hardware-Ausstattung oder ein ausgefallenes Design hervor.
Samsung Galaxy Note Edge und Note 4
Das wohl optisch spektakulärste Gerät dürfte das Galaxy Note Edge aus dem Hause Samsung sein. Dieses verfügt nämlich über ein “Wraparound” Display, das sich über die rechte Ecke hinweg fast bist zur Rückseite zieht. In dem 160 Pixel bietenden, sogenannten “Edge”- Bereich an der rechten Displaykante befindet sich eine scrollbare Leiste, die sich frei mit Shortcuts belegen lässt, welche beispielsweise über das Wetter, Facebook- oder Twitter-News informieren oder einen Schnellzugriff auf häufig benutzte Apps bieten. Dabei ist das 5,6 Zoll (14,2 Zentimeter) große Super-Amoled Display mit seiner 2.560 x 1.440 Pixel (524 PPI) - Auflösung ohnehin schon ein Hingucker. Die Ausleuchtung des Screens soll bis zu 550 cd/m² betragen.
Bis auf das Screen-Design ist das Edge nahezu baugleich mit dem ebenfalls vorgestellten Samsung Galaxy Note 4, das ein Display mit gleicher Auflösung und 5,7 Zoll bietet. Beide Devices lassen sich Note-typisch mit dem Stylus bedienen und stecken in einem Gehäuse mit Kunstleder-Optik und Alu-Rahmen. Angetrieben werden Galaxy Edge und Note 4 von einer 2,7 Gigahertz Quad-Core Qualcomm Snapdragon 805 CPU. Vom Note 4 soll es außerdem noch eine Variante mit dem 64-Bit-fähigen Exynos 5433 Octa-Core Prozessor geben, in dem zwei Vierkern-CPUs mit jeweils 1,9 Gigahertz und 1,3 Gigahertz für stromsparendes Arbeiten sorgen. Der Arbeitsspeicher beläuft sich in beiden Geräten auf starke 3 Gigabyte, der interne Speicher auf 32 Gigabyte, die sich mittels MicroSD aufrüsten lassen. Außerdem gibt es den Samsung-typischen Fingerabdrucksensor im Homebutton.
Zur übrigen Ausstattung gehört eine 16 Megapixel-Knipse von Sony auf der Rückseite sowie eine 3,7 Megapixel-Kamera mit Panoramafunktion auf der Front. Außerdem haben die Smartphones sowohl NFC als auch LTE , Infrarot und einen wechselbaren 3.000 mAh Akku beim Note Edge sowie einen 3.220 mAh Akku beim Note 4 an Bord und laufen bei Auslieferung mit Android 4.4 und TouchWiz-Oberfläche. Media Markt listet das Note 4 bereits für satte 699 Euro, mit dem 01.11.214 als Erscheinungsdatum (Stand 05.09.2014). Ob es das Note Edge offziell in hiesige Gefilde schafft, bleibt abzuwarten.
Huawei Ascend P7 “Saphir Edition”mit Keramikrückseite
Das Ascend P7 ist an sich kein Neuling mehr, jedoch wird es das Device jetzt in einer neuen Version mit besonders kratzfestem Saphirglas über dem 5 Zoll großen und mit 1.080 × 1.920 Pixel (441 ppi) auflösenden IPS-Screen, geben. Geschützt wird die neue P7 Edition außerdem von einem Metallrahmen und einer Keramik-Legierung auf der Rückseite. Im Inneren des 68,8 × 139,8 × 6,50 Millimeter schlanken und 124 Gramm leichten Smartphones taktet ein 1,8 Gigahertz Quad-Core HiSilicon Kirin 910T Prozessor mit Unterstützung von 2 Gigabyte RAM.
Ansonsten hat das Ascend P7 Saphir Edition LTE und NFC, einen 2.500 mAh Akku, eine 13 Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie eine 8 Megapixel starke Frontcam zu bieten. Der 16 Gigabyte große interne Speicher kann mit MicroSD-Karten aufgerüstet werden. Ob das Sondermodell wohl auch in Deutschland auf den Markt kommen wird?
Sony Xperia Z3 – Wasserfest, gut ausgestattet … und teuer
Sony Freunde dürften bereits auf die Vorstellung des Xperia Z3 gewartet haben, welches von Sony mit einer höchsten Wasser- und Staubdichtigkeit nach IP65 und IP68 sowie als das einzige Smartphone mit PS4-Gaming beworben wird. Der Nutzer schaut auf ein 13,2 cm (5,2 Zoll) großes Display mit 1.920 x 1.080 Pixel (424 ppi) Auflösung. Angetrieben wird das Z3 von einem 2.5 Gigahertz Quad-Core Qualcomm Snapdragon 801 Prozessor, dem 3 Gigabyte RAM zur Seite stehen.
Der interne Speicher beläuft sich auf 16 Gigabyte und lässt sich mit MicroSD-Karten um bis zu 128 Gigabyte erweitern. Ins Volle greift Sony beim Z3 bezüglich der verbauten 20,7 Megapixel-Kamera mit gepulstem LED-Blitz, deren ISO-Wert sich im manuellen Modus auf maximale ISO 3200 hochregeln lässt. Für Selfies gibt es eine 2,2 Megapixel Frontcam. LTE gehört beim Z3 ebenso zur Ausstattung wie NFC und ein 3.100 mAh Akku. Das Ganze steckt in einem 146.5 x 72 x 7.3 Millimeter großen Gehäuse und wiegt 152 Gramm. Klingt insgesamt sehr interessant, allerdings lässt sich Sony sein Z3 mit einer UVP von 649 Euro auch recht üppig bezahlen.
Lenovo Vibe X2 – Im coolen Mehrschicht-Design
Neben dem Samsung Galaxy Note Edge ist das Lenovo Vibe X2 auf der diesjährigen IFA ein zweiter Hingucker in puncto Design. Der Rahmen des 140,2 x 68,6 x 7,27 Millimeter schlanken und 120 Gramm leichten Smartphones kommt im schicken Mehrschicht-Design daher und wirkt ansprechend. Das 5 Zoll IPS-Display des Androiden löst mit ordentlichen 1.920 x 1.080 Pixeln (441 ppi) auf.
Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören ein 2 Gigahertz MediaTek MT6595m True8Core Prozessor mit LTE-Unterstützung, 2 Gigabyte RAM, ein 2.300 mAh Akku und ein 32 Gigabyte großer interner Speicher. Bei Auslieferung läuft auf dem Vibe X2 Android 4.4 (KitKat) mit Vibe UI 2.0 Oberfläche. Mit der rückwärtig verbauten Kamera lassen sich Bilder mit maximal 13 Megapixel knipsen, die Frontkamera macht Selfies mit maximal 5 Megapixel. In China gibt es das Lenovo Vibe X2 ab Oktober für 399 Euro, ob es auch nach Deutschland kommen wird, ist derzeit noch unbekannt.
HTC Desire 820 und Huawei Ascend Mate 7 – Haben die abgeguckt?
Auf den ersten Blick sehen sich Desire 820 und Ascend Mate 7 – beide neu auf der IFA vorgestellt – so ähnlich, das man meinen könnte, sie kämen vom selben Hersteller. Bei genauerem Hinsehen unterscheiden sie sich jedoch beträchtlich: Während das Mate 7 1920 x 1080 Pixel auf einem 6 Zoll Display darstellt und somit etwa in die Größenordnung eines HTC One MAX fällt, schaut man beim HTC-Neuling auf 5,5 Zoll mit 720p Auflösung.
Im Inneren des Desire 820 taktet ein Octa-Core (4 x 1,5 GHz, 4 x 1 GHz) Qualcomm Snapdragon 615 Prozessor mit 64 Bit, der somit schon gut auf Android L vorbereitet ist. Allerdings wird auf dem Device zum Marktstart noch Android 4.4 (KitKat) installiert sein. Außerdem verfügt das Desire 820 über 2 Gigabyte RAM und 16 Gigabyte internen Speicher mit MicroSD-Erweiterungsmöglichkeit, NFC- sowie LTE-Unterstützung und einen 2.600 mAh Akku. Der Polycarbonat-Unibody des Desire 820 misst 157,7 x 78,74 x 7,74 Millimeter. Nach dem Marktstart in Asien kommt das Desire 820 Ende des Jahres auch nach Deutschland und soll 329 Euro kosten.
Das Ascend Mate 7 hingegen wartet mit einem Octa-Core (4 x 1,8 GHz, 4 x 1,3 GHz) HiSilicon Kirin 925 mit LTE Cat-6 auf. Ende Oktober kommt eine Variante mit 2 Gigabyte RAM und 16 Gigabyte internem Speicher zu einer UVP von 499 Euro auf den Markt, ein weiteres Modell für 599 Euro ist mit 3 Gigabyte RAM und 32 Gigabyte internem Speicher ausgestattet. Die wohl herausstechendste Merkmale des Ascend Mate 7 sind sein 4.100 mAh starker Akku, der allerdings fest im 81,0 × 157,0 × 7,90 Millimeter großen Metallgehäuse verbaut ist sowie ein Fingerabdruck-Scanner unter der Kamera. Auch auf dem Huawei Ascend Mate läuft bei Auslieferung Android 4.4 (KitKat).
Sicherlich ließe sich diese Liste noch um mehrere Smartphones erweitern. Die Wahl des besten auf der IFA 2014 vorgestellten Handys obliegt dem individuellen Geschmack.