Mitfahrgelegenheiten sind ein beliebter Bahnersatz – und auch mit dem Smartphone zu finden. Mit „Fahrten“ und „Mitfahrzentrale“ ringen dabei gleich zwei namhafte Apps im Android Market um die Gunst der Kunden. Ein kurzer Vergleich – und ein Sieger.
Funktionsumfang
Die entscheidenden Fragen können bei beiden Android-Anwendungen nur lauten: Wie einfach lässt sich ihnen eine passende Mitfahrgelegenheit finden? Wie groß ist das Angebot? Und: Wie gut ist die App umgesetzt?
Ein kleiner Exkurs für alle, denen das Prinzip von Mitfahrgelegenheiten noch fremd ist: Autobesitzer, die eine längere Fahrt von A nach C planen, wollen Unkosten sparen und schalten ein Inserat, in dem sie Mitfahrer suchen. Wer mitfährt, trägt sein Scherflein zu den Benzinkosten bei. Billiger reist es sich nirgends – und die Umwelt schont man auch noch. Nicht selten führt eine Mitfahrgelegenheit außerdem zu interessanten Bekanntschaften.
Registrieren oder nicht Nicht-Registrieren
Bei „Fahrten“ geht ohne Registrierung gar nichts: Weder die Schaltung einer Anzeige noch die Suche nach Mitfahrgelegenheiten sind möglich. Es steht dem Nutzer frei, sich entweder regulär beim Mutterportal fahrgemeinschaft.de zu registrieren oder sich mit seinen Facebook-Account einzuloggen. Dagegen ermöglicht die App der Mitfahrzentrale die Suche auch ohne Registrierung. Zum Inserieren kommt man an ihr allerdings nicht vorbei.
Der Leistungsumfang beider Apps beschränkt sich auf ihre Grundfunktionen. Es können Angebote durchsucht und eigene Angebote inseriert werden, mehr nicht. Möchte der User ein Inserat genauer in Augenschein nehmen, öffnet ein Fingertipp die Detailansicht des Angebots. Sie liefert alle notwendigen Informationen, um den Anbieter zu kontaktieren. In der Regel erfolgt die Kontaktaufnahme dann direkt via E-Mail oder Telefon.
Unterschiede im Angebot
Das Angebot an Fahrten für viel befahrene Strecken ist vergleichbar. Von Köln nach Berlin kommt man mit beiden Apps problemlos und fast jederzeit. Anders sah es auf der vermutlich weniger häufig frequentierten Teststrecke zwischen Berlin und Tübingen aus. Warf die “Fahrten”-App immerhin noch vier Mitfahrgelegenheiten aus, durchforstete die Anwendung der Mitfahrzentrale umsonst ihre Datenbanken und lieferte keine Ergebnisse.
Laut Eigenwerbung bietet die Mitfahrzentrale Zugriff auf bundesweit rund 90.000 Fahrten. Für “Fahrten” waren keine genauen Zahlen zu bekommen. Allerdings verlinkt sie auch auf die Angebote anderer Anbieter (inkl. mitfahrzentrale.de) und bietet auch deshalb merklich mehr Auswahl.
Bedienbarkeit
Die Funktionen beider Apps erschließen sich intuitiv und sollten niemanden vor große Hindernisse stellen. Im Wesentlichen geht es ja lediglich darum, Start- und Zielort sowie Datum und Uhrzeit in die entsprechenden Textfelder einzutragen.
Anders sieht es bei der optischen Umsetzung aus. Die App der Mitfahrzentrale kommt in einem gewöhnungsbedürftigem Orange und Weiß daher. Ihre Menüführung ist etwas verwirrend und im direkten Vergleich definitiv zweite Wahl.
Anders die Fahrten-App, die den den Nutzer mit einem vorbildlich aufgeräumten Startbildschirm verwöhnt. Er bietet vier ausreichend groß dimensionierte Buttons, die zu den relevanten Funktionen führen. Das erspart eine lange Suche, alle wichtigen Informationen sind mit wenigen Taps greifbar.
Gleiches gilt für die Formulare zum Inserieren von Fahrten. Generell präsentiert sich „Fahrten“ um einiges besser an die Nutzer-Bedürfnisse angepasst.
Fazit
Im direkten Vergleich hat die Fahrten-App vor Mitfahrzentrale klar die Nase vorn. In ihren Funktionen unterscheiden sich beide Apps nur wenig, schlussendlich entschieden das größere Angebot, die bessere Bedienbarkeit und die angenehmere Optik der Fahrten-App das Rennen.
Als Testgerät kam ein HTC Desire zum Einsatz. Beide Apps sind kostenlos.
Fahrten:
Version: 1.0
App-Größe: 464 KB
Preis: kostenlos
Mitfahrzentrale:
Version: 1.0.1
App-Größe: 1,35 MB
Preis: kostenlos