Vor einiger Zeit wurde das Huawei Ascend P6 ausführlich unter die Lupe genommen. Leicht zeitversetzt zum P6 kam auch das Ascend P2 auf den Markt. Manch ein Kaufinteressent mag sich fragen, welches nun das bessere Device ist. Aufgrund ähnlicher Specs beider Modelle hier ein Design-Vergleich als Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
Zunächst einmal ist da der Größenunterschied von 132,6 x 65,5 x 6,18 Millimetern des superdünnen Ascend P6 zum 136,2 x 66,7 x 8,4 Millimeter messenden Ascend P2. Auf den ersten Blick sieht das Ascend P2 auch auf den Bildern ein Stückchen größer aus als sein Kontrahent – im täglichen Gebrauch fällt dieser Größenunterschied jedoch kaum auf. Im Wesentlichen mag das daran liegen, dass das Alu-Cover des P6 zwar edel aussieht, aufgrund seiner harten Kanten jedoch längst nicht so angenehm in der Hand liegt, wie der zu den Kanten hin abgerundete Kunststoff-Body des P2.
Die gummierte Oberfläche des Vorgängers Ascend P1 hat das P2 nicht geerbt. Zwar ist auch dessen Backcover angeraut, hat aber nicht den samtigen Touch, der das etwas kleinere P1 haptisch so attraktiv macht und rutscht dadurch deutlich schneller aus der Hand. Mit 120 und 122 Gramm sind sowohl das P6 als auch das P2 angenehm leicht.


Während beim Ascend P6 auf Sensortasten unter dem Display verzichtet wurde, sind diese beim P2 nach wie vor verbaut. Dessen Symbole sind allerdings nur bei aktiviertem Display sichtbar, so dass die durchgängig schwarze Front des P2 sehr homogen und stimmig wirkt.
Mit seinen 6,18 Millimetern “Dicke” gehört das Ascend P6 zu den derzeit dünnsten Android-Smartphones, aber auch das P6 trägt nicht wirklich dick auf.
Zum Öffnen der Sim- und MicroSD-Kartenabdeckungen des Ascend P6 ist ein kleiner Stöpsel nötig, der im linksseitig angebrachten 3,5 Millimeter Klinkenanschluss steckt. Beim P6 wurde auf dieses gewöhnungsbedürftige Feature verzichtet. Einen MicroSD-Steckplatz hat es gar nicht erst, und beim Simkarten-Steckplatz kommt eine herkömmliche Plastikabdeckung zum Einsatz, die seitlich durch ein Gummi gesichert wird.
Der Audio-Anschluss liegt beim P2 neben dem MicroUSB-Steckplatz an der Oberkante, der sich beim P6 ebenfalls an dieser Stelle befindet.
Bei aktuellen Smartphones eher zur Seltenheit geworden, verfügt das Ascend P2 über eine silberfarbene Kamerataste auf der rechten Seite, die dem P2 fehlt. Durch einen Metallrand fällt die Kameralinse des P2 etwas mehr ins Auge als die schlicht ins Gehäuse eingelassene Linse des P6.


In beiden Smartphones wurde das gleiche 4,7 Zoll (11,9 Zentimeter) HD IPS+ LCD Display mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixel verbaut. Die leichte Trägheit des P6-Touchscreens, die am Testgerät bemängelt wurde, war beim vorliegenden Ascend P2 nicht feststellbar – dieser reagierte angenehm sensibel und schnell auf die Fingereingabe.


Design eher Entscheidungsgrund als Performance
Nicht zum Thema “Design” gehörend, aber auch ein wichtiger Punkt bei der Kauf-Entscheidung ist die Performance der Geräte. Beide Devices lagen subjektiv beim Browsen im Internet, aufwändigeren Spielen und Schnelligkeit bei mehreren geöffneten Anwendungen im Hands-On auf einer Augenhöhe.
Bemerkenswert ist dieser Fakt deshalb, weil zwar sowohl im P2 als auch im P6 ein 1,5 GHz Quad-Core Hi-SiliconK3V2 Prozessor verbaut wurde, das P6 jedoch mit Android 4.2 (Jelly Bean) und Emui 1.6 aktueller ausgerüstet ist als das P2, auf dem werkseitig Android 4.1 (Jelly Bean) mit Emui 1.5 Oberfläche läuft. Zudem ist das Ascend P6 mit einem 2 GB Arbeitsspeicher anstatt einem 1 GB RAM (beim Ascend P2) ausgestattet.
Preislich gibt’s auch Unterschiede: Das P6 gibt’s mittlerweile für etwas über 300 Euro, das P2 ist zwischen 10 und 40 Euro teurer. In beiden Fällen wird es natürlich günstiger, entscheidet man sich für eine Vertragsbindung. Praktische Helfer, durch die man sich einen guten Überblick im Tarifdschungel verschaffen kann, findet man im Internet. Auf dem Portal SmartChecker.de kann man sich schnell und bequem informieren und den passenden Vertrag für sich und sein Nutzungsverhalten präsentieren lassen. Hier lohnt der Vergleich in jedem Fall, eben gerade wenn man für das favorisierte Smartphone nicht zu viel Geld ausgeben mag, aber das Gerät ohnehin regelmäßig zum Telefonieren oder Surfen verwendet.

Fazit
Wer eher auf ein kantig dünnes Design Wert steht und bereit ist, Abstiche bei der Haptik zu machen, wird sich vermutlich eher für das Huawei Ascend P6 entscheiden. Deutlich angenehmer in der Handhabung und trotz etwas größerer Außenmaße noch recht handlich, ist das Ascend P2 – allerdings wurde hier Kunststoff anstatt Alu verbaut.
Trotz identischer Displays reagierte der Touchscreen des vorliegenden P2 besser als der des P6 – optisch nahmen sich beide Displays qualitativ nichts. Wer Wert auf eine Kamerataste legt und sich an dem ungünstig angebrachten Audio-Steckplatz des P6 stört, wird vermutlich eher zum Ascend P2 greifen.
Wie so häufig ist die Entscheidung für oder gegen eines der Huawei-Geräte auch dieses Mal wieder eine Frage des persönlichen Geschmacks.

