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n-droid.de
Veröffentlicht am Android-Apps · Kostenlose Apps · Soziale Netzwerke Kommunikation 4 Min. Lesezeit

hike Messenger – Noch sind die Schuhe von WhatsApp zu groß

Kaum sind die Diskussionen darüber, ob die Nutzung des beliebten WhatsApp denn nun zukünftig etwas kosten darf so richtig in Gange, taucht passenderweise ein neuer Messenger namens hike am Android-Himmel auf. Zufall? Berechnung? Das Kommunikationstool wurde einmal genauer unter die Lupe genommen.

Funktionsumfang

Zunächst einmal meldet man sich im hike Messenger mit der eigenen Handynummer an. Dabei bloß nicht vergessen, die entsprechende Landeskennzahl, im Falle von Deutschland die +49, vor der eigenen Rufnummer auszuwählen, sonst klappt es nicht mit der Anmeldung! An die angegebene Nummer wird eine SMS mit einem Freischaltcode geschickt. Sollte die Sache mit der SMS nicht funktionieren, kann man sich den Code per Anruf ansagen lassen. Das Anlegen eines Accounts mit Passwort ist nicht nötig.

Online oder nicht online, das ist hier die Frage
In hike ist man immer online, sobald das Android-Phone angeschaltet wird. Kommt eine Nachricht, während das Telefon ausgeschaltet ist, speichert hike diese und zeigt sie beim nächsten Start an. Der Online-Status der einzelnen Kontakte wird dem Gegenüber jedoch nicht angezeigt. Allerdings ist durch ein S, D oder R neben der Nachricht an einen hike-Kontakt zu sehen, ob diese erfolgreich gesendet, auf dem Telefon des Kontaktes angekommen oder bereits von ihm gelesen wurde.

Das +49-Kontakt-Problem
Die App erkennt automatisch, welche Kontakte aus dem Kontaktordner schon bei hike angemeldet sind. Mehrere hike-User beklagen, dass hike bei ihnen nur die Kontakte automatisch zugeordnet hat, bei denen schon im Kontaktordner die +49 vor der Telefonnummer stand (Lösungsansatz dazu siehe Fazit). Bei der Nutzung von hike auf dem Testgerät (LG Optimus Speed mit Android 4.0.3) wurden allerdings auch die hike-Kontakte aus dem Kontaktordner richtig von der App erkannt, deren Nummer keine Landeskennzahl vorangestellt war.

Frei-SMS derzeit nur in Indien
Momentan (Stand 06.12.2012) ist es in Deutschland lediglich möglich, die App als Messenger mit hike-Kontakten zu nutzen. Die Frei-SMS-Funktion ist zwar schon integriert, derzeit jedoch nur innerhalb Indiens nutzbar. Sicherheitsbewusste Nutzer wird sicherlich auch die zur Zeit noch fehlende SSL-Verschlüsselung stören – diese soll, genauso wie die staatenübergreifende SMS-Funktion, jedoch angeblich folgen.

Versand von Bildern, Videos und Musik
hike-Kontaktbilder können der Startseite angeheftet werden, ein Widget gibt es jedoch noch nicht. Innerhalb einer Unterhaltung lassen sich Smileys aus mehreren verschiedenen Kategorien nutzen sowie Bilder, Videos, Audiodateien oder Sprachnachrichten bis zu sechs Megabyte Größe verschicken. Fotos, Videos und Sprachmemos können auch direkt aus der App heraus neu aufgenommen werden. Zum Chatten in einer Gruppe ist die Auswahl einer beliebigen Anzahl von hike-Kontakten möglich.

Systemübergreifend gibt es hike derzeit für Android (ab 2.2), iPhone, iPod Touch und Windows Phone. Es soll demnächst auch für BlackBerry und S40 verfügbar sein.

hike Funktionsmenü hike Konversation hike Smileys

Bedienbarkeit

Hike nutzt für sein Interface eine Menüleiste, die von der linken Displayseite aus ein- und ausgeblendet werden kann, wie man es beispielsweise von der Facebook-App her kennt. In dieser Leiste befinden sich die wichtigsten Features, was die Anwendung sehr übersichtlich macht. Spezielle Funtionen, wie beispielsweise zum Löschen von Konversationen, lassen sich über die Menütaste aufrufen. Das Menü ist ausschließlich englischprachig gehalten, mit Schulenglischkenntnissen jedoch gut zu verstehen.

Fazit

hike erwies sich im Test als tauglicher Messenger für das Android-Phone, ist aber durchaus noch ausbaufähig. Unbedingt wünschenswert wäre die tatsächliche Umsetzung der SMS-Funktion auch außerhalb Indiens sowie die SSL-Verschlüsselung. Auch ein multilinguales Menü wäre nicht verkehrt. Ob man nun unbedingt Hintergrund-Wallpaper braucht, wie man sie von WhatsApp kennt, sei mal dahingestellt und jedem selbst überlassen.

Da im Test keine Probleme mit der automatischen Übernahme von Kontakten ohne Landeskennzahl in die hike-Kontaktliste auftraten, wäre es interessant zu erfahren, ob das offenbar häufiger beklagte Problem auch einige Nutzer betrifft. hike kann kostenlos aus dem Google Play Store heruntergeladen werden.

Wichtig für Nutzer mit dem +49er Kontakt-Problem!!!:

Eben meldete hike über Twitter, dass sich das +49er-Problem dadurch beheben ließe, dass man sich von der App abmelden und noch einmal neu anmelden würde. In der Praxis: Im Menü auf Profile tippen > Privacy > Unlink Account. Danach dann einfach noch einmal neu anmelden.

Hier der Originaltext von hike:

@n_droid_de thanks for the mention guys. For the +49 issue, users only have to unlink and re-signup to hike and they won’t face it

hike verlangt bei der Installation Zugriff auf:
Kostenpflichtige Dienste Telefonnummern direkt anrufen
Nachrichten SMS empfangen
Netzkommunikation Voller Netzwerkzugriff, Netzwerkverbindungen anzeigen, Daten aus dem Internet abrufen
Persönliche Daten Kontakte lesen
Telefonanrufe Telefonstatus und Identität abrufen
Speicher Inhalt des USB-Speichers/der SDKarte ändern/löschen
System-Tools Ruhezustand des Tablets/Telefons deaktivieren, beim Start ausführen
Konten Konten auf dem Gerät suchen
Hardware-Steuerelemente Vibrationsalarm steuern
Standard Zugriff auf geschützten Speicher testen, Anrufliste lesen