Samsung springt auf den Umwelt-Zug auf und präsentiert ein Android-Smartphone, das zu einem Drittel aus wiederverwertetem Plastik besteht. Der Name: Samsung Replenish.
Replenish, das bedeutet auf Deutsch soviel wie “aufarbeiten”, “auffrischen” oder eben “wiederverwerten” und zeigt deutlich den Kurs an, den Samsung bei diesem Androiden mit QWERTY-Volltastatur fährt: Der Smartphone-Body besteht zu einem Drittel aus Recycling-Plastik, die Verpackung ist wiederverwertbar und auch die Bedienungsanleitung wurde auf Recycling-Papier gedruckt.
Und was kann das Samsung Replenish? Anscheinend nicht so viel. Die Kollegen von Businessinsider jedenfalls kommen in ihrem kleinen Hands-On zu einem verhaltenen Urteil: Das 2.8 Zoll-Display ist alles andere als brilliant, die Verarbeitung ist alles andere als wertig und die Kamera ist mit 2 Megapixel alles andere als auf der Höhe der Zeit. Und auch optisch macht das Replenish den Eindruck, als sei es mal vor ein paar Jahren ein höchst modernes Handy gewesen, das aber mittlerweile von seinen neueren, schnelleren und schickeren Kollegen abgelöst wurde.
Immerhin verfügt es zum Synchronisieren und Aufladen über einen microUSB-Port und auf der Oberseite über eine zeitgemäße 3,5 mm-Kopfhörer-Klinke. Welche Android-Version auf dem Gerät zum Einsatz kommt, schrieben die Kollegen nicht. Beim US-Mobilfunkanbieter Sprint kostet das Replenish in verbindung mit einem Zweijahresvertrag schlanke 50 US-Dollar.
Ob Samsung mit diesem Smartphone einen großen Markt bedienen will, ist ohnehin fraglich, aber Umweltfreundlichkeit allein reicht auch wohl leider nicht aus, um große Massen für das Replenish begeistern zu können. In Deutschland wird das das Umwelt-Phone wahrscheinlich nicht zu kaufen geben.
Aber wer weiß, könnte gut sein, dass sich im Bereich der “grünen Technologie” auch auf dem Smartphone-Markt in Zukunft einiges tun wird – erst gestern wurde zum Beispiel über den Öko-Tarif von E-Plus und NABU berichtet. Welche Rolle spielt Umweltfreundlichkeit als Kaufanreiz?
[via Businessinsider]