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Knowledge Graph gestartet: 18 Milliarden Fakten, 570 Millionen Objekte

Google arbeitet an der Verbesserung seiner Suche und hat heute den Knowledge Graph in Deutschland gestartet.

Google-Pressepsrecher Stephan Keuchel gibt sich in seinem Posting auf Google+ euphorisch: Heute hat Google den sogenannten Knowledge Graph in Deutschland gestartet. Worum geht es dabei? Google will mit dem Knowledge Graph seine Suchergebnisse verbessern.

Mit anderen Worten: Die Suche wird semantisch, schlauer. Sie ist jetzt in der Lage, Suchbegriffe hinsichtlich ihrer verschiedenen Bedeutungen zu differenzieren und mit verwandten Themengebieten zu vernetzen. Das Beispiel, das Google im offiziellen Blogposting nennt: “Dschingis Khan” bezeichnet nicht nur einen berühmten Feldherren des 12. Jahrhunderts, sondern auch einen Charthit aus dem Jahr 1979.

Zu diesem Zweck hat Google eine große Datenbank geschaffen, die abgesicherte Fakten zu Millionen möglicher Suchbegriffe enthält, also u.a. Wahrzeichen, berühmte Personen, Städte, Fußballmannschaften, Gebäude, geographische Gegebenheiten, Filme, Himmelskörper oder Kunstwerke. Derzeit sind in dieser Datenbank mehr als 570 Millionen Objekte und mehr als 18 Milliarden Fakten über sie und ihre Beziehung untereinander erfasst.

Wer nun mit Google nach einem Begriff sucht, der auch im Knowledge Graph verzeichnet ist, bekommt neben der gewohnten Linkliste außerdem Fakten (z.B. biografische Daten) und verwandte Themen, die mit diesem Begriff assoziiert sind, angezeigt. Google hat dazu eine animierte Infoseite gelauncht.

Knowledge Graph Browser (Screenshot)

Auf dreierlei Art soll der Knowledge Graph die Google-Suche verbessern: Zunächst soll der Suchende schneller und effektiver suchen können. Wer nach dem Begriff “Dschingis Khan” sucht, will unter Umständen nur wissen, wann dieser gelebt hat. Er muss ab sofort keinen weiteren Link anklicken, sondern wird direkt fündig. Beispiel: Die im Knowledge Graph zu Tom Cruise angezeigten Informationen beantworten 37 Prozent aller Anfragen, die Cruise bei Google betreffen.

Zudem soll der Knowledge Graph das kollektive Wissen, das sich im Internet angesammelt hat, bündeln und zusammenfassen. Auf einen Blick sind die wichtigsten Informationen zu den Datenbankeinträgen jetzt einsichtig. So werden bei Schriftstellern oder Malern nicht nur die wichtigsten biografischen Daten, sondern auch die wichtigsten Werke genannt. Drittens möchte Google eine neue Form des Entdeckens ermöglichen. Dank der Vernetzung mit verwandten Themen, soll man beim Surfen auf bislang unbekannte Querverbindungen und Beziehungen stoßen.

Der Knowledge Graph auf dem Samsung Galaxy Nexus:

Knowledge Graph auf dem Galaxy Nexus Knowledge Graph auf dem Galaxy Nexus Knowledge Graph auf dem Galaxy Nexus