Google Play Books ist endlich auch in Deutschland verfügbar, ein großer Schritt von Google in Richtung Alles-Anbieter. Doch wie nutzt man Google neues Angebot?
Die Benutzung von Google Play Books ist kein Hexenwerk, im Gegenteil, Google hat sehr viel dafür getan, damit das Lesen zum Vergnügen wird und nicht im Frust endet. Ist die Hürde der App-Installation einmal genommen, geht der Rest von ganz allein.
1. Installation der App
Vorraussetzung, um Bücher aus dem Play Store lesen zu können, ist die Play Books App, die kostenlos im Play Store geladen werden kann. Ohne sie ist es, zumindest auf einem Android-Gerät, nicht möglich, gekaufte oder kostenlose Bücher zu lesen. Die Installation erfolgt wie gehabt, entweder wählt man auf der Weboberfläche des Play Store das Gerät aus, auf dem die App installiert werden soll oder man installiert die App direkt vom Play Store auf dem Gerät.
Nach dem Öffnen der App kann man feststellen, dass bereits eine Auswahl an Büchern in der App vorhanden sind. Diese können gelöscht werden, wenn man sie nicht möchte. Sie geben aber sofort einen guten Eindruck vom persönlichen Buchregal, das die App offeriert.
2. Bücher installieren
Wie die Apps auch haben die Bücher im Google Play Store eine eigene Kategorie mit zahlreichen Unterkategorien spendiert bekommen. Ob über den Browser, über den Play Store auf dem Smartphone oder über die Google Play Books App, man bekommt überall das gleiche Angebot. Am einfachsten, weil übersichtlichsten, ist die Auswahl über die Webanbindung des Play Stores. Buch auswählen, herunterladen, lesen.
Eine Auswahl des Zielgerätes fällt in diesem Fall weg, da alle Geräte, auf denen die Play Books App installiert ist, synchron gehalten werden. Die Auswahl über den Smartphone Play Store oder die Play Books App sind ebenso komfortabel und die Bücher stehen binnen Sekunden zum Lesen zur Verfügung. Die Bezahlung bei kostenpflichtigen Inhalten erfolgt wie gewohnt über das Google Wallet-Konto mit der hinterlegten Kreditkarte. Alternative Bezahlmethoden stehen auch bei den Büchern noch nicht bereit.
3. Einstellungen anpassen
Es gibt viele Leute, die haben Angst davor, digital Bücher zu lesen. Natürlich, ein Buch aus Papier bringt mit seinem Look & Feel und dem ganz eigenen Geruch etwas mit, das digital Lesegeräte nicht bieten können. Dennoch haben die digitalen Alternativen einen Mehrwert, den wiederum Print-Ausgaben von Büchern nie haben werden.
Die Play Books App versucht, es dem Leser so angenehm wie möglich zu machen. Hierzu sollte man sich die Einstellungen genauer ansehen. Es gibt verschiedene Schriftarten, die ausgewählt werden können. Allein das trägt schon ungemein zum Lesekomfort bei. Desweiteren kann die Schriftgröße und der Zeilenabstand variabel eingestellt werden. Für viele kann dies bedeuten, dass sie auf die Lesebrille verzichten können.
Der Hintergrund kann von weiß auf schwarz umgeschalten, was wiederum Vorteile bringt, wenn die Leseumgebung dunkel ist. Auch die Helligkeit selbst kann entweder manuell oder automatisch angepasst werden. In der Summe stellen diese vielen Kleinigkeiten ein Plus an Komfort dar, die kein Buch aus Papier liefern kann.
4. Buch auswählen
Um ein Buch in der App zu lesen, wird der Schmöker einfach im Bücherregal ausgewählt. Hat man bereits eine große Sammlung Bücher, kann man auch die Suche bemühen, um den richtigen Titel zu finden. Da die Bücher alle mit Cover und Titel abgebildet sind, ist die Auswahl aber auch schnell durch einfaches Abscrollen der Bücher getroffen.
Besteht eine Online-Verbindung wird nach der Auswahl kurz geprüft, ob das Buch bereits an anderer Stelle gelesen wurde und es öffnet sich da, wo man aufgehört hat zu lesen. Beim Verlassen der App wird ebenfalls wieder ein Lesezeichen übertragen, so dass auch auf einem anderen Gerät genau an der Stelle weitergelesen werden kann.
Es fehlt allerdings die Möglichkeit, aktiv eigene Lesezeichen zu setzen oder gar Markierungen in Texten zu setzen. Gerade für Schule oder Studium wäre dies ein hilfreiches Tool. So bleibt nur die Volltextsuche innerhalb eines Buches, die aber wiederum sehr gut funktioniert.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Google mit seiner hauseigenen Bücher-App und dem angebundenen Buch-Shop ein attraktives und bedienfreundliches Angebot vorgelegt hat. Das Angebot muss sich nicht hinter der Konkurrenz von Kindle und iBooks verstecken.
Zwar ist das Bücherangebot noch ausbaufähig, aber das wird sich in den kommenden Wochen und Monaten ändern. Den Schwerpunkt bildet das Lesen und da muss man keine Abstriche machen. Im Gegenteil, die vielen Anpassungsmöglichkeiten könnten sogar E-Book-Verweigerer auf den rechten Pfad bringen.