Bisher ließ Google für die Nexus-Geräte andere Hersteller ran: LG, Motorola oder HTC. Offenbar denkt der Konzern nun darüber nach, Smartphones in Eigenverantwortung zu produzieren.
Sämtliche Smartphones und Tablets unter dem Nexus-Label entstanden in Kooperation mit prominenten Elektronikkonzernen. Einem aktuellen Bericht zufolge könnte sich die Herangehensweise ändern. So möchte Google vorzugsweise Nexus-Devices komplett selbst entwickeln und diese als Aufträge fertigen lassen. Wieso? Mit großer Wahrscheinlichkeit, um vor allem das Design selbst bestimmen zu können. Bei den früheren Nexus-Geräten, die gemeinsam mit HTC, Samsung, Huawei, LG und Motorola erschaffen wurden, hatten Entscheider bei Google ein Mitspracherecht bei der Hardware, weniger aber beim Design. Das gaben die Hersteller letztlich vor.
Interessant wäre der Schritt in jedem Fall, denn wenn die komplette Entwicklung bei Google erfolgt und die Umsetzung andere übernehmen, könnte Google direkt als Hersteller auftreten und so eine höhere Marktdurchdringung erreichen – gerade im Premiumsegment, in dem sich Samsung und Apple tummeln. Das könnte ein weiterer Punkt sein: Vielleicht möchte sich Google in Zukunft selbst klar als Anbieter von Nexus-Smartphones positionieren? Fraglich bleibt nur, wieso man dann Motorola vor geraumer Zeit an Lenovo verkaufte – hier hatte man doch schon einen Entwickler und Produzenten parat.
Aktuell wollte Google noch nichts offiziell bestätigen. Im Gespräch ist wohl HTC als Fertiger kommender Nexus-Geräte – nur dann ohne eine Erwähnung des taiwanesischen Unternehmens.
